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Am Chemnitzer Querbahnsteiggebäude beginnt der Aufbruch der Außenhülle

08.09.11 (Sachsen) Autor:Sven Steinke

Am Freitag den 09. September 2011 wird am Chemnitzer Hauptbahnhof das erste Fassadenteil des Querbahnsteiggebäudes entfernt. Dieser Schritt wird begleitet von einem Bauinfofest des Verkehrsverbunds Mittelsachen (VMS) auf dem Querbahnsteig. Um 16:00 Uhr sollen die Feierlichkeiten beginnen und anschließend um 16:20 Uhr das erste Stück der Außenhülle entfernt werden. Im Anschluss wird es eine Podiumsgespräch mit den Verantwortlichen zum Chemnitzer Modell geben.

Im Rahmen der Verwirklichung des Chemnitzer Modells wird das Bahnhofsgebäude aufwendig umgebaut. Die Stadtbahnen sollen zukünftig von der Innenstadt aus durch das Gebäude an die Bahnsteiggleise eins bis vier des Chemnitzer Hauptbahnhofs fahren können. Die Straßenbahnen der Chemnitzer Verkehrsgesellschaft sollen zukünftig an den heutigen Kopfbahnsteigen enden. Die Diesel-Hybridfahrzeuge des Chemnitzer Modells hingegen sollen weiter über die Gleise der Deutschen Bahn das weite Umland erschließen.

Das Gebäude wird im Rahmen der Arbeiten bis Anfang 2012 komplett von Wänden, Decken und der Außenhülle befreit, sodass nur noch das nackte Stahlskelett des Gebäudes stehen bleiben wird. Dann beginnen die eigentlichen Arbeiten zum Bau der Straßen- und Stadtbahndurchführung. Das Tragwerk wird so verstärkt, dass der Stützenabstand von derzeit 4,5 Meter auf neun Meter vergrößert werden kann. Die Gleise vier bis eins sollen dann durch das Gebäude in die Innenstadt geführt werden. Nach der statischen Ertüchtigung werden die Fassade, Wände und Decken wieder eingebaut.

Mit der Fertigstellung der Maßnahme im Rahmen des Chemnitzer Modells sollen Regionalstadtbahnen aus Burgstädt, Mittweida und Hainichen umsteigefrei in die Chemnitzer Innenstadt gelangen. Bereits im Jahr 2013 sollen die neuen Linien mit neuen Diesel-Hybrid-Fahrzeugen in Betrieb gehen. Diese fahren auf dem Straßenbahnnetz mit Gleichspannung und auf dem Eisenbahnnetz mit Diesel. Erfahrungen mit dem Chemnitzer Modell sammelte man bereits auf der Strecke nach Stolberg, wo die Fahrgastzahlen nach der Durchbindung in die Innenstadt von 800 auf 5.600 gestiegen sind.

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