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Tarifverhandlungen: GDL fordert Angebot von DB AG

10.07.12 (Allgemein) Autor:Stefan Hennigfeld

Zum Auftakt der Verhandlungen über die Fortschreibung des Flächentarifvertrages für Triebfahrzeugführer am morgigen Mittwoch (11. Juli) fordert die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ein Angebot von der DB AG. Die GDL beschloss bereits am 31. Mai mit einer Forderung von sieben Prozent in die neue Runde einzusteigen. Die GDL strebt einen schnellen Abschluss ohne weitere Streiks an.

Dabei sind die bisherigen Tarifverträge, ebenso wie die Friedenspflicht, zum 30. Juni ausgelaufen. Deshalb hat die GDL so zeitig eine Forderung gestellt. „Die DB weiß seit diesem Tag, was wir wollen. Und sie hat uns bisher immer noch kein Angebot unterbreitet“, so GDL-Chef Claus Weselsky. Für ihn ist es „kein gutes Zeichen“, dass der Arbeitgeber bislang kein konkretes Angebot vorgelegt hat.

Mit den privaten Schienengüterverkehrsunternehmen hat man bereits am 26. Juni die erste Verhandlungsrunde hinter sich gebracht. Weselsky: „Auch hier tun sich die Arbeitgeber schwer und es fehlt bisher an konkreten Zahlen. Die Erweiterung der Verhandlungsgruppe um Rail4Captrain war jedoch ein positives Signal der Arbeitgeber, den BuRa-LfTV als wirksames Instrument zu stärken.“

Weiterhin weist man darauf hin, dass der Gewinn der Deutschen Bahn im vergangenen Jahr um 26 Prozent gestiegen ist und die letzte Tarifrunde mit zwei Prozent sehr moderat ausfiel. Angesichts dessen seien die sieben Prozent eine „angemessene Forderung“ so Claus Weselsky. Aber auch die vielen Überstunden, die sich durch den branchenweiten Personalmangel angesammelt haben, sollen eine Rolle spielen. „Nur wenn wieder mehr Menschen dem Beruf oder besser der Berufung Lokomotivführer folgen, wird sich der Lokführermangel tatsächlich verringern. Deshalb muss auch die Attraktivität über eine vernünftige Einkommenserhöhung gesteigert werden.“

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