Eisenbahnjournal Zughalt.de

Nachrichten über Eisenbahn und öffentlichen Verkehr

Prominente sagen in den Abellio-Zügen die Stationen an

04.05.12 (NWL, VRR) Autor:Jürgen Eikelberg

Eine pfiffige Idee hat das Eisenbahnverkehrsunternehmen Abellio Rail. Die ziemlich gleichförmigen Ansagen mit Allerweltsstimmen in den Zügen sollen durch die Stimmen von Prominenten ersetzt werden. Wer sich dafür als „Stimme des Ruhr-Sieg-Netzes“ anbietet, sollen die Fahrgäste entscheiden.

„Nennen Sie uns die Stimme Ihres Lieblingsprominenten, die etwas Abwechslung in die Lautsprecheransagen bringen soll“ – So lautet die derzeitige Aufforderung an die Fahrgäste im Ruhr-Sieg-Netz. Noch bis zum 31. Mai 2012 können diese auf portofreien Postkarten ihren Vorschlag an Abellio senden. Unter allen eingesendeten Postkarten werden 4×2 Kinogutscheine verlost. Im Sommer wird dann ein Stimmimitator die Zugansagen von Abellio mit der Stimme des meistgewünschten Prominenten sprechen. „Den meisten Pendlern ist das Bahn fahren schon ins Blut übergegangen. Sie sitzen im Abellio-Zug und fahren wie gewohnt zur Arbeit, zur Uni oder zu Freunden. Mit der Promistimmen-Aktion möchten wir etwas Abwechslung in ihren Bahn-Alltag bringen“, erklärt Ronald Lünser, Abellio-Geschäftsführer. „Sicher wird die ungewohnte aber doch bekannte Stimme für viele Fahrgäste eine willkommene Abwechslung sein.“
Die Lautsprecherdurchsagen durch Promistimmen sprechen zu lassen ist ein gemeinsames Pilotprojekt der Zweckverbände Ruhr-Lippe (ZRL) und Westfalen-Süd (ZWS), des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr und Abellio. Das Projekt soll dazu beitragen, den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) attraktiver zu gestalten und vielfältige Anreize für die Fahrgäste zu schaffen. Auf Basis der Erfahrungen im Ruhr-Sieg-Netz, wird der Einsatz der Promistimmen in der Netz übergreifenden Dachkampagne „Nächster Halt: Heimat“ der Verkehrsverbünde geprüft. Schon bald könnten in ganz NRW prominente Stimmen die Ansagen in den Zügen sprechen und das Bahn fahren abwechslungsreicher gestalten.

5 Responses

  1. Sowas wünsche ich mir schon seit 10 Jahren .. zwar als Ansage im Bahnhof aber im Zug ist auch erstmal ok :)

  2. Mein Sohn hat im Alter von ich glaub‘ 5 oder 6 Jahren mal einen Fahrer des „Müngsteners“ dadurch beeindruckt, dass er die Stationsnamen auswendig kannte. Er durfte dann die letzten Stationen bis Endstation SG Hbf ansagen. Dort sind dann sämtliche Fahrgäste vorne ausgestiegen, weil sie sehen wollten, wer die Ansagen gemacht hat … :-)

  3. Tolle neue Idee… es gab schon Herbert Knebel bei der EVAG oder die Höhner bei DB Regio…


  4. Jim Knopf
    04.05.12 um 19:31

    Unmöglich, Sie müssen lügen. Wenn man so die Kommentare (anderer Artikel) durchliest sind alle Mitarbeiter der DB arrogant und unverschämt unfreundlich (ironie aus). Es ist natürlich witzig wenn Ihr Sohn da sprechen durfte und Ihr Sohn war sicherlich danach „stolz wie Oscar“. Doch leider gibt es in der heutigen Zeit immer wieder Miesepeter die sich durch so etwas gestört fühlen.

  5. Ja… Es gab schon Fahrgaeste, die haben Zeter und Mordio geschrien, weil eine DB-Zugbegleiterin in der Weihnachtszeit die Ansagen leicht weihnachtlich gestaltet hat…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.