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Braunschweiger Verkehrs AG bestellt 15 Niederflur-Straßenbahnen bei Solaris

31.05.12 (Niedersachsen) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Braunschweiger Verkehrs AG hatte im vergangenen Jahr 15 neue Niederflur-Straßenbahnen ausgeschrieben. Nach intensiver Prüfung und Wertung der Angebote geht der Auftrag nun an den polnischen Hersteller Solaris. Unternehmensvorstand Georg Hohmann: „Unter Berücksichtigung der bereits in den Ausschreibungsunterlagen festgelegten Auswertungs-Matrix, hat die Solaris Bus & Coach S.A. Aus Polen mit ihren Bahnen vom Typ Tramino das für uns beste Angebot unterbreitet.“

Mit dem Ergebnis ist man zufrieden. Hohmann: „Mit der Firma Solaris aus Owinska in Polen hat sich ein mittelständisches Unternehmen in dieser europaweiten Ausschreibung durchgesetzt, welches mit seiner Unternehmensphilosophie und seinen handelnden Personen sehr gut zu uns passen wird. Wir sind überzeugt, dass auf Seiten unseres Auftragnehmers mit Unterstützung bewährter Partner alles getan wird, um dieses Projekt zu einem Erfolg für die Braunschweiger Verkehrs AG und unsere Kunden zu machen.“

Mit der Beschaffung der 15 neuen Bahnen werden Bestrebungen zur Modernisierung des Fuhrparkes fortgesetzt. Ziel ist es, den gesamten Nahverkehr dort komplett barrierefrei zu gestalten. Dirk Fischer, Bereichsleiter Stadtbahn: „Dies bedeutet neben einem gesicherten Einsatz niederflurgerechter Stadtbahnen auf fast allen Linien im Braunschweiger Stadtgebiet und einer hohen Kundenzufriedenheit auch eine deutliche Verbesserung des wirtschaftlichen Betriebs. Wir ersetzen hiermit Altfahrzeuge, die seit über dreißig Jahren im Einsatz sind und nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen können.“

Drei Entscheidungskriterien gab es: Der Preis gab zu 55 Prozent den Ausschlag, die Technik zu 40 Prozent und das Design floss erstmals mit 5 Prozent mit bei der Vergabe ein. Von den sechs europäischen Unternehmen, die erfolgreich aus dem Teilnahmewettbewerb hervorgegangen sind, reichten im November vier ihre Angebotsunterlagen ein. Drei gingen in die abschließende Wertung ein.

Dirk Neubauer, Abteilungsleiter Projektsteuerung und Einkauf zeigt sich ebenfalls erfreut über die Entscheidung. „Die mit allen Anbietern im Rahmen des Vergabeverfahrens geführten Gespräche waren stets von einer offenen und konstruktiven Atmosphäre geprägt. Grundsätzlich ist festzustellen, dass alle in der abschließenden Bewertung berücksichtigten Angebote aufgrund ihrer Fahrzeugkonfigurationen aus technischer Sicht den Zuschlag hätten erhalten können.“

Insgesamt werden 33,1 Millionen Euro investiert. Die Kosten werden zur Hälfte vom Land Niedersachsen über die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) gefördert. Die Auslieferung der 15 neuen Züge soll zwischen Mai und Dezember 2014 sukzessive erfolgen.

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