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Bahnausbau in Schleswig-Holstein geplant

17.02.12 (Schleswig-Holstein) Autor:Stefan Hennigfeld

Bis 2015 sollen rund 430 Millionen Euro in die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Eisenbahninfrastruktur in Schleswig-Holstein investiert werden. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) und Bahnchef Rüdiger Grube vereinbarten auf dem zweiten Bahngipfel in Kiel die Eckpunkte für die Entwicklung in den kommenden Jahren. Teilnehmer waren zudem hochrangige DB-Vertreter, Verkehrsstaatssekretärin Tamara Zieschang (CDU) und Bernhard Wewers von der landesweiten Verkehrsservicegesellschaft.

Für Ministerpräsident Carstensen ist die Infrastruktur im Lande von besonderer Bedeutung: „Ich bin erfreut darüber, dass der beim Spitzentreffen 2010 angestoßene Ausbau des Eisenbahnknotens Kiel mittlerweile durchgeplant wird und die Voraussetzungen für viele Angebotsverbesserungen im Nahverkehr der Zukunft geschaffen werden. Keine Stunde wird künftig die Fahrt zwischen Förde und Trave dauern. Damit präsentiert sich die Eisenbahn inzwischen als echte Alternative zu Auto und Lkw.“

Dem pflichtet auch Bahnchef Rüdiger Grube bei: „Wir bieten unseren Kunden auf nahezu allen Strecken in Schleswig-Holstein moderne Züge und zuverlässige Taktverkehre. Den erreichten Standard wollen wir durch gemeinsame Anstrengungen weiter ausbauen, auch mit Blick auf den wachsenden Güterverkehr, insbesondere den Seehafenhinterlandverkehr.“

Der barrierefreie Ausbau der Bahnstationen im Land zwischen Nord- und Ostsee soll weiter vorangetrieben werden. Dazu hat man eine Planungsvereinbarung unterschrieben, die die auslaufende Regelung aus dem Jahr 2006 ersetzen soll. Profitieren sollen hier u.a. die Bahnhöfe in Reinfeld, Ratzeburg, Mölln und Pinneberg. Landesweit sind zudem Fahrgastinformationsanlagen und auch Stationsneubauten, etwa Lübeck-Hochschulstadtteil und Kronshagen, geplant.

Das Land Schleswig-Holstein und die Deutsche Bahn bekennen sich zudem zur festen Fehmarnbeltquerung mit dem Ausbau der Eisenbahnstrecke Lübeck – Fehmarn. Derzeit wird ein Raumordnungsverfahren vorbereitet. Parallel soll es eine intensive Öffentlichkeitsarbeit stattfinden, um unangenehme Proteste zu vermeiden.

Bis 2016 wird die zweite Ausbaustufe zwischen Kiel und Lübeck fertiggestellt sein. Der Regionalexpress zwischen Förde und Trave wird dann erstmals weniger als eine Stunde brauchen. Die geplante S 4 in Hamburg zwischen Bad Oldesloe, Ahrensburg und der Hansestadt geht in die Vorentwurfsplanung, die noch 2012 abgeschlossen werden soll. Die weiteren Schritte will man danach in Angriff nehmen.

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