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VRN: Stabile Einnahmen und Fahrgastzahlen 2010

10.03.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Im öffentlichen Nahverkehrsangebot des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN) bestimmt Stabilität sowohl bei den Fahrgastzahlen als auch bei den Einnahmen das Bild im abgelaufenen Jahr 2010. Mit rund 313 Millionen Fahrgästen und mit 8,3 Millionen Euro höheren Einnahmen aus Ticketverkäufen stiegen die Einnahmen auf 249 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 3,45 Prozent.

Im Zusammenhang mit der geänderten Einnahmeaufteilungssystematik wurde eine statistische Bereinigung durchgeführt. Die Ursache für die Einnahmesteigerung ist in der durchschnittlichen Tarifanpassung von 1. Januar 2010 in Höhe von 2,9 Prozent begründet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die stärker nachgefragten Zeitkarten prozentual höher belastet wurden und die Mehreinnahmen gegenüber der Tarifanpassung erbringen.

Auch die gestiegenen Einnahmen aus Kombi-Ticketvereinbarungen mit Veranstaltern aus den Bereichen Kultur und Sport haben sich positiv ausgewirkt. „Trotzdem muss der ÖPNV weiter durch ergänzende Finanzierungsbeiträge des Bundes, der Länder und der Kommunen gestützt werden“, so Rüdiger Schmidt, Geschäftsführer der URN GmbH, der im VRN alle Verkehrsunternehmen angehören.

Die hohe Kundenbindungsquote von 91,4 Prozent Zeitkarteninhaber erfreut den VRN. Dies dürfte vor allem an den verbundweit gültigen Jahreskarten liegen. Für das Rhein-Neckar-Ticket haben sich 26.406 Kunden und für das Job-Ticket 37.695 Kunden entschieden. Das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 5,4 bzw. 3,3 Prozent. Zum Jahresende waren 58.961 Personen im Besitz einer „Karte ab 60“, das sind 77 Personen mehr (+0,13%).

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Gedämpft wurden die Zuwachsraten durch rückläufige Jahreskarten Jedermann, die aber durch Mehreinnahmen bei den Wochen- und Monatskarten Jedermann ausgeglichen wurde. Beim Gelegenheitsverkehr gab es sowohl bei den Fahrgastzahlen (+10,53 Prozent) als auch bei den Einnahmen (+12,99 Prozent erfreuliche Zuwächse beim BC-Ticket. Inhaber einer Bahn Card der DB AG erhalten auf alle Fahrpreise einen um circa 25 Prozent geminderten Fahrpreis.

Auch bei den Tageskartenangeboten (Ticket 24, Ticket 24 PLUS, 3-Tages-Karte) wurden 1,95 Prozent mehr Personen befördert und 2,27 Prozent mehr Einnamen verbucht. Der Ausbildungsverkehr und das Semesterticket ist sind leicht rückläufig. Die Zahl der Besitzer eines MAXX-Ticket sank um 1,09 Prozent, Kunden mit einer Ausbildungsjahreskarte Westpfalz gingen um 2,31 Prozent zurück. Dies ist auf die rückläufigen Schülerzahlen zurück zu führen. Beim SuperMAXX-Ticket ist die Zahl der Nutzer um 4,26 Prozent gestiegen.

Beim Semesterticket sind die Verkäufe um 0,40 Prozent gesunken, während dass Anschluss-Semester-Ticket um 1,5 Prozent zulegen konnte. Positiv auch die Entwicklung beim Semester-Ticket Westpfalz, dass um 6,2 Prozent zulegen konnte.

Für die Zukunft erwartet der VRN eine weitere Stabilisierung der Einnahmen und Fahrgastzahlen, die auf den hohen Zeitkartenanteil zurück zu führen sei. Trotzdem würden die Kunden keinen Stillstand erwarten. „Für uns heißt dies in erster Linie vor allem die Qualität und den Service im ÖPNV weiter zu verbessern und ein Kunden ein attraktives Modell einen funktionieren ÖPNV zu bieten.“ , so Rüdiger Schmidt.

Selbstverständlich geht der VRN mit der Zeit und bietet das Handy-Ticket für verschiedene Fahrscheine auch verbundweit an. So können die Applikationen für iPhone und Smartphones unter der Homepage www.vrn.de herunter geladen werden.

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