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Nordwestbahn testet Abfahrtsmonitor

10.03.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Die Nordwestbahn (NWB) testet ihren eigenen Abfahrtsmonitor. In diesem sind die Pünktlichkeiten aller Züge des Unternehmens abfragbar. Nötig geworden ist das eigene System dadurch, dass die DB in ihrem Reisenden-Informations-System nur die Daten der unternehmenseigenen Züge darstellt. Die Marketing-Abteilung freut sich über Rückmeldungen zu dem Monitor, wann der Testbetrieb beendet wird, ist noch nicht bekannt.

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8 Responses

  1. Nun ja, die DB Fernverkehr/DB Regio hat ja auch nur die Daten für die eigenen Züge. Da müsste schon die Nordwestbahn ihre Daten an DB Fernverkehr/DB Regio liefern, damit diese Züge im RIS erscheinen. Kostet natürlich…


  2. Jan Preußen
    10.03.11 um 07:51

    Das ist falsch!
    Die DB Netz hat alle Daten – und muss keine geliefert bekommen! Sie will nur eben eine Menge Geld dafür, dass sie diese veröffentlicht…

  3. Das ist nicht falsch, du liegst falsch. Die DB Netz AG hat natürlich schon alle Daten, aber wie du meinem Kommentar entnehmen kannst, handelt es sich beim RIS um ein Angebot der DB Regio/DB Fernverkehr, genauer der DB Vertrieb GmbH. Und diese hat natürlich nur die eigenen Daten, alleine schon aus Datenschutzgründen wär es nicht gestattet, dass die DB Netz AG Daten Dritter einfach weitergibt.

    Und ja, die Daten zu erhalten kostet natürlich was. – Wie alle Dienstleistungen…

  4. Dass die Bahn auf ihrem Abfahrtsmonitor im Internet zur Pünktlichkeit der Privatbahnen keine Angaben macht, ist eines der vielen Beispiele, die zeigen, dass der Flickenteppich, der durch den Wettbewerb im Bahnverkehr entsteht, durchaus negative Auswirkungen auf die Kundeninformation hat. Es zeigt, dass sich die Bahngesellschaften untereinander mehr als Konkurrenten als als kooperierende Unternehmen sehen. Dabei ist die Kooperation im öffentlichen Verkehr so wichtig wie in keiner anderen Branche. Es ist für den Kunden absolut unverständlich, dass die Pünktlichkeitsdaten macher ganz normalen Regionalbahnlinien (nur eben von Privatbahnen betrieben) nicht auf Bahn.de, also der ersten Anlaufstelle im Internet zu Fahrplaninformationen für eigentlich alle Züge und Busse, nicht enthalten sind, die Daten von vergleichbaren Linien (nur eben von der DB betrieben) jedoch schon.

  5. Richtig. Ebenso der Automatenverkauf: An den Nordwestbahn-Automaten bekommt man kaum mehr außer der jeweiligen Region. Wie ist es dem Kunden klar zu machen, dass er nun an seinem Bahnhof in Telgte nicht mehr bequem Sparpreise und Fernverkehrsfahrkarten kaufen kann, nur weil jetzt eine Privatbahn dort unterwegs ist, mit der doch alles besser werden soll? Oder wieso ich bei der Nordwestbahn keinen Großkundenrabatt, keine bahn.bonus-Punkte usw. erhalte? Das ist für mich alles eine Serviceverschlechterung, eben weil jetzt die Nordwestbahn dort fährt. Und mit der DB hätte es auf den niederächsischen Linien ohnehin die selben Fahrzeuge gegeben.

    Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass durch sog. Privatbahnen alles besser würde. Hätte die DB jeweils die Ausschreibung gewonnen, wäre es genauso besser geworden, weil beide nur mit Wasser kochen. Lediglich bei der DB ist das Angebot aus einer Hand, besonders im Vertrieb, und es entsteht nicht ein derartiger Flickenteppich. Das geht ja schon damit los, dass ich mich über etwaige Bauarbeiten auf meinen Strecken gleich auf mehreren Seiten informieren muss. Bei der DB bekomme ich das alles bequem als Newsletter zugesendet…

  6. Aber ein Grund für die eigenen Automaten etc. ist einfach das die Bahn für die Bereitstellung eine Menge Geld einbehält. Ich weiß zwar nicht ob es stimmt aber mir wurde gesagt das die Bahn 90 % der Einnahmen behält. Wenn ich dann als Betreiber nur 10 % der Fahrgeldeinnahmen erhalten, überlege ich was mir lieber ist. Klar könnte die NWB sagen, wir bieten auch Produkte der Bahn an, aber auch hier geht es wieder um Geld.

  7. Natürlich. Als Kunde ist mir das doch vollkommen egal wieso da keine vernünftigen Automaten mehr stehen, ich sehe nur: Neues Bahnunternehmen -> große Unzulänglichkeiten beim Vertrieb.


  8. Clemens Kistinger
    10.03.11 um 21:00

    90% der Einnahmen erscheint mir aber arg viel, das würde doch keiner mitmachen

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