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GDL und private Güterbahnen stehen vor Tarifabschluss

14.03.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Tarifabschluss für private Güterbahnen steht bevorDie Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer und vier private im Güterverkehr tätige Eisenbahnverkehrsunternehmen (assoft GmbH / railmen, MEV Eisenbahn-Verkehrs GmbH, rail4chem Eisenbahnverkehrs GmbH und SBB Cargo Deutschland GmbH) stehen kurz davor, einen gemeinsamen Tarifvertrag abzuschließen.

Die Havelländische Eisenbahn und die Nordbayerische Eisenbahn sind zuvor aus den Verhandlungen ausgestiegen. Mit den vier Unternehmen steht jedoch der Abschluss eines gemeinsamen Tarifvertrages an. Dazu GDL-Chef Claus Weselsky: „Wir haben am nächsten Mittwoch die letzte Verhandlungsrunde und ich bin sicher, dass wir gemeinsam den ersten Flächentarifvertrag abschließen werden.“ Über die Inhalte der derzeit noch laufenden Verhandlungen wurde Stillschweigen vereinbart.

Bild: Norbert Kaiser. Lizenz: CC-by-SA 2.5

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13 Responses

  1. Ich drücke der Gewerkschaft die Daumen, dass alles klappt. Es wäre jedenfalls ein gutes Signal an die Deutsche Bahn AG und auch an die Privatenschienennahverkehrsfirmen. Ich finde letztere Unternehmen haben uns Kunden schon viel zu lange geqäult mit ihrer nicht verhandeln wollen Haltung!!! Wenn die Fahrgäste wüssten was bei einigen der Privatenschienennahverkehrsfirmen abgeht, ich glaube es würde keiner mehr mit diesen fahren wollen. Ich sag nur, es ist Sicherheits und Lebens gefährdent. Und bevor einer nachfragt, nein ich kann es nicht beweisen.

  2. Warum fordert die GDL eigentlich nich sowas baugleiches wie Fahrtenschreiber, könnte somit von der BuPo mit überwacht werden, und Starfen ähnlich wie im LKW-verkehr würden auch die EVU treffen :p..

    achne…man ja sich ja auf Hauptschüler eingeschossen…

  3. @Stephan

    Sowas ähnliches haben die Züge bereits, nennt sich PunktförmigeZugBeeinflussung kurz PZB (auch als INDUSI bekannt). Dort muss der Lokführer, vor Fahrtantritt, seine, ihm zu geteilte, Nummer eingeben sowie Zugnummer, Zuglänge und Bremshunderstel. Bei der LZB kommt noch die Höchstgeschwindigkeit dazu.

    Das bringt nur alles nichts wenn es Firmen gibt, die ihre Lokführer nötigen, von zum Beispiel Rotterdam nach Karlsruhe unter Nummer xyz zu fahren und ab dort unter Nummer zyx weiter zu fahren nach Basel. Also gleich zwei Schichten zu fahren. Hauptsache billig, ist leider die devise.

  4. @ joschi2x:

    Herr Oberlehrer, ich kenn die PZB,LZB und den Lokführerhotbutton SiFa sehr wohl, der geneigte BuPo mitarbeiter hat aber keine Auslesemöglichkeit ne Indusi auszulesen, wobei er die Werte und Zahlen so auf die rasche nicht interpretieren kann. Sie gehen immer davon aus das wir hier keine Ahnung von der Bahn und co. haben. Das ist falsch. zumal ne Indusi so schon lange nicht mehr gibt eher PZB 90 v1.6…oder ?

    Wenn sie noch Fragen zu DE/DH antrieben, Dieselmotoren, Thyristorschaltungen, Nockenstellwerk, Kegelringfederantrieb, Hohlwellenantrieb, Tatzlager oder der gleichen Antriebstechnik haben, können Sie mich gern befragen, dies würde hier sonst den Rahmen dieses Kommentares sprengen. Und james Watt seine Dampfmaschien kenne ich seit der 4ten Klasse….

    Ansonsten, viel Spass mit der Zugsammelschiene…(pls dont touch)


  5. Hartmut S
    14.03.11 um 14:37

    @Stephan

    Das ist ja ganz was Neues, PZB 90 ist keine Indusi. Ich muß wohl was verpaßt haben!

    Baugleiche Registriergeräte gibt es doch. Und die werden grundsätzlich ausgewertet. Der BuPo, der an der Strecke steht und einen Zug nach rechts rauswinkt, kann tatsächlich schwer vor Ort die Fahrtenschreiber auslesen und Strafen aussprechen.
    Interessantes Problem!


  6. TfExperte
    14.03.11 um 15:20

    @Stephan:

    Technikwissen beindruckt mich nicht. Davon gibt’s genug.
    Die Zusammenhänge im Betrieb und Arbeitsverhältnisse verstehen ist eine ganz andere Sparte. Fahrzeugtechnik ist dabei ziemlich uninteressant.

    Das Problem zeigt sich gerade: Man denkt etwas über den Beruf zu wissen, nur weil man weiss was SIFA und PZB ist?
    Das ist nur 10% der Arbeit eines Lokführers.

  7. Was hat die BuPo da zu sagen? lol

    EBA, liebe Leute, EBA ist da zustaendig…

  8. joschi2x scheint ja ein ganz schlauer zu sein. die gdl mit ihrem chef weselsky scheint so geldgeil zusein. das tut schon weh. ich möchte mal bei meiner 42 std. woche das gehalt eines lokführers haben. also schön die füsse still halten.

  9. wenn ich hier so alle kommentare lese kommt es mir vor als wäre joschi ein gdl mitglied und schwatzt klug nach was sein boss so ablässt.

  10. @Fred

    42 Stunden Woche, dass ich nicht lache. Ein Eisenbahner macht gut und gerne 45 bis 50 Stunden die Woche. Hat nebenbei noch hunderte Überstunden. Und sie wollen allen ernstes den Lokführern mit ihren 42 Stunden kommen. Was auf dem Papier steht und was ein Arbeiter wirklich leistet sind schon zwei verschiedene paar Schuhe.

    Sie sollten sich erstmal anständig informieren bevor sie hier so auf die Pauke hauen. Und ja ich stehe zu den Forderungen der GDL, das haben sie gut erkannt.

    Schönen Abend noch.


  11. Lukas der Gleisbauer
    14.03.11 um 20:22

    Ich bin erstaunt, am Mittwoch Abschluß eines Flächentarifvertrages.

    Von 170 Güterverkehrsunternehmen und ca. 50 SPNV Unternehmen unterschreibt die SBB Cargo Deutschland GmbH und 3 Leiharbeitsfirmen eine FlächenTV, der dann für Alle gelten soll. Fr alle anderen heist das dann, hier unten rechts bitte unterschreiben. Verhandlungen? Nein, der BuRa muss ja gleichlautend unterschrieben werden.

    Merkwürdiges Verständnis der Begriffes FlächenTV.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%A4chentarifvertrag
    „Ein Flächentarifvertrag ist ein Tarifvertrag für einen bestimmten räumlichen Geltungsbereich (Tarifgebiet) oder eine bestimmte Fläche (z. B. Nordrhein-Westfalen oder den Bezirk Baden-Württemberg). Er gilt immer für eine oder mehrere Branchen (Metall, Einzelhandel etc.); deshalb spricht man häufig auch von Branchentarifverträgen.

    Diese Tarifverträge gelten für alle Arbeitgeber dieser Branche im Tarifgebiet, die Mitglied des tarifschließenden Arbeitgeberverbandes sind (siehe hierzu: Tarifbindung). Unternehmen, die nicht dem Arbeitgeberverband angehören, sind nicht verpflichtet, den Tarifvertrag anzuwenden. „

  12. @ TfExperte

    Ohne technisches Wissen kann ich kein Fahrzeug bewegen, oder im Pannenfall wieder flott bekommen.

    Ihre 10% entsprechen: Panthograf rauf-runter…. :) evtl. noch AFB drücken…


  13. TfExperte
    15.03.11 um 02:45

    @Stephan:
    Und du siehst nur diese 10% Technik-Kenntnisse als alle Arbeit des Lokführers anscheinend. Die verbleibende 90% macht den Unterschied zu den LKW-Fahrern ;-)

    @Lukas der Gleisbauer:
    Deutschland ist doch auch eine Fläche?

    Diesmal haben sich also sehr viele Deutsche Lokführer sich solidarisch erklärt mit ihren Kollegen bei den kleineren Firmen. Das ist eine gute Aufrichtigkeit, die man in Deutschland wenig sieht. Lob dafür!

    Auch interessant: Die Mehrheit der Bevölkerung steht hinter dem Standpunkt der Lokführer (Laut ARD Umfrage).
    Also die Aufmüpfer hier allen oben sind ja nur die kleine Minderheit. Jammern darf man, aber in eine Demokratie gesehen, hat Joschi2x jetzt mal richtig gewonnen, oder? Daumen hoch!

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