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GDL-Streik am 31. März und 1. April

30.03.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Streikende GDL-LokführerDie Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ruft ihre Mitglieder am 31. März und am 1. April zu einem 47stündigen Dauerstreik bei den sechs großen Privatbahnkonzernen Abellio, Benex, der Hessischen Landesbahn, Netinera (vormals Arriva Deutschland), Keolis und Veolia Transdev auf. Der Streik beginnt morgen, am 31. März um 3 Uhr und endet am 2. April um 2 Uhr, es sind also zwei volle Betriebstage betroffen.

Trotz des 24stündigen Streiks am Wochenbeginn seien die sechs großen Privatbahnkonzerne noch immer nicht dazu bereit, die Forderungen der Gewerkschaft zu erfüllen. GDL-Chef Claus Weselsky: „ Diese Halsstarrigkeit kann keiner mehr verstehen. Die Arbeitgeber wollen den Tarifkonflikt tatsächlich auf dem Rücken der Kunden aussitzen.“

Statt dessen wirft die GDL den Arbeitgebern vor, Streikbrecher mit einem „Judaslohn“ von 100 bis 150 Euro pro Schicht zu bestechen. Auf diese Art und Weise werde, so Weselsky, versucht „die gelebte Solidarität unter den Lokomotivführern zu unterlaufen.“ Betriebsräten sei sogar bereits angeboten worden, die Löhne über Betriebsvereinbarungen zu erhöhen.

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„Das alles zeigt, dass es am Verhandlungs- und Einigungswillen, und nicht am Geld fehlt“, so Weselsky. „Die Konjunktur brummt schließlich, der Verkehr auf der Schiene nimmt zu und die Bilanzen der privaten SPNV-Unternehmen sind so positiv, dass sie die Lohnsteigerungen spielend verkraften können. Ein kleiner Anteil der Gewinne, der ansonsten in den meisten Unternehmen an die Muttergesellschaften ins Ausland abgeführt wird, ist bei den Lokomotivführern mit ihrer verantwortungsvollen Arbeit besser aufgehoben.“

Die GDL fordert dass die Lokführer der privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen künftig eine Lohnhöhe von 105% des DB-Niveaus erhalten. Außerdem soll es betriebliche Vereinbarungen bei unverschuldeter Fahrdiensttauglichkeit geben und verbindliche Personalübernahme bei Betreiberwechseln im Nahverkehr. Darüber hinaus soll der Beruf des Lokführers für Hauptschulabgänger unzugänglich gemacht werden.

Folgende Eisenbahnverkehrsunternehmen werden bestreikt. Die Anzahl der GDL-Mitglieder unterscheidet sich aber von Unternehmen zu Unternehmen teilweise sehr, sehr stark.

  • Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG)
  • AKN Eisenbahn AG
  • Abellio Rail NRW GmbH
  • Bayerische Regiobahn GmbH
  • Berchtesgadener Landbahn GmbH
  • cantus Verkehrsgesellschaft mbH
  • HLB Basis AG
  • HLB Hessenbahn GmbH
  • Hohenzollerische Landesbahn AG (HzL)
  • Keolis Deutschland GmbH, eurobahn
  • metronom Eisenbahngesellschaft mbH
  • Mitteldeutsche Regiobahn
  • Nord-Ostsee-Bahn GmbH (NOB)
  • Nord-West-Bahn GmbH
  • ODEG Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft mbH
  • Osthannoversche Eisenbahnen AG (OHE)
  • Ostseeland Verkehr GmbH (OLA)
  • Prignitzer Eisenbahn, Betriebsteil NRW
  • vectus Verkehrsgesellschaft mbH
  • Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt GmbH
  • Vogtlandbahn GmbH
  • Westfalenbahn GmbH

Bild: Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

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22 Responses

  1. Meine Meinung zum Streick der Lokführer ist: Es gibt viele Berufe wo die Mitarbeiter unterschiedlich für die gleiche Arbeit entlohnt werden, sei es Regional bedingt oder Firmenbedingt. Daher ist die Forderung der GDL für mich nicht verständlich. Noch dazu wird dieser Streick auf den Rücken der Fahrgäste ausgetragen. Besonders betroffen Leute die zur Arbeit müssen. Aber das scheint der GDL völlig egal zu sein. Ich kann nur hoffen, das die Fahrgäste sich zusammenschließen Busse mieten, Fahrgemeinschaften bilden. Für 1 bis 2 Monate anders zur Arbeit kommen, dann verdienen alle Lokführer das gleiche. (HarzVI) Dann werden sie sehen, dass man nicht immer alles auf den Rücken anderer austragen kann aber dann ja auch nicht mehr braucht. Es stehen genug andere Unternehmen in den Startlöchern um die Lücke zu schließen und die sind dann gewarnt, Forderungen anders zu erzwingen als auf den Rücken der Fahrgäste.


  2. ritze ratze
    30.03.11 um 16:45

    Diese GDL ist einfach nur noch dreist!!!!!! Ich hoffe mir läuft keiner von denen über den weg!!!!!!

  3. Langsam kotzt es mich auch an. Aber warum regt man sich noch auf. Eins ist klar, so kann man auch Kunden vergraueln!


  4. Unternehmer
    30.03.11 um 18:45

    Warum wieder nur ein „Streikchen“? Warum kein Kampf bis zur letzten Patrone – ääh letztem Euro in der Streikkasse?

    Ich würde ja als Unternehmer schweres Geschütz auffahren: Die Aussperrung. Dann hat der Spuk schnell ein Ende und die Chaotentruppe um Claus W. ebenfalls.


  5. ruedigerconradi
    30.03.11 um 19:00

    <a href="" title=Gleicher Lohn für bessere Arbeit!""
    Die Lokführer der Privatbahnen machen die gleiche Arbeit, und sollen weniger verdienen als die Kollegen der DB?
    Das ist überhaupt nicht einzusehen, zumal sie fast immer pünktlich sind, was man von der DB so uneingeschränkt nicht behaupten kann.
    Ich fahre oft mit Privatbahhnen und bin mit der Arbeit der Lokführer sehr zufrieden. Daher habe ich auch volles Verständnis für deren Forderungen.
    Dass andere davon betroffen sind (die Fahrgäste in diesem Fall), ist normal bei jedem Streik, manchmal weniger öffentlich sichtbar.

  6. Für mich ist eines klar, ich kann mich nicht 40, 50 oder gar 60 Std. wach halten – habe meine ab heute anstehenden 10 Std. Nachtdienste anzutreten, abzuhalten und vor allem durchzuhalten … !!!
    Mein Chef hat mir bereits angekündigt, das es Ihm zwar leid tun würde, aber er im Falle das durch den Streik nun Fehlzeiten auftreten würden – er mir leider (nach fast 13 Jahren) kündigen müsste … )0,:
    Erst war es aufkeimende WUT (aufgrund der entstehenden Nebenkosten, Hotel bzw. Taxi – bisher mehrere Hundert Euro, die mir niemand ersetzt) und nun bricht langsam HASS bei mir durch – verliere ich meine Existenz ist mir alles andere egal was mit mir passiert !!!
    Also werde ich dann nichts mehr zu verlieren haben … (o,:
    Ich wünsche den Arbeitgebern haltet durch und lasst Euch nicht erpressen und den Zugpendlern sucht nach Alternativen (Fahrgemeinschaften, eigenes Kfz und wer kann Hotel/Taxi) – mit diesem Zwei-Tage-Streik dürfte ich jedenfalls am Ende meiner Möglichkeiten angelangt sein – ich verabschiede mich …

    M.f.G. gez. OGNI

    P.S.: Werte GDL, es scheint das Ihr hier echt bereit seid über „LEICHEN“ zu gehen … !?!


  7. Unternehmer
    30.03.11 um 20:45

    @ OGNI

    Ich hoffe Du hast Verständnis für Sarkasmus, soll ja bei Leuten in medizinischen Berufen nicht unüblich sein. Bevor Du Dich vor einen Zug wirfst, erkundige Dich bitte, ob der betreffende Lokführer Deiner Wahl in der GDL ist. Jede andere Art, sich von dieser Welt wegen eines GDL-Streiks zu verabschieden, ist schlicht nicht zulässig. Also musst Du warten, bis der Streik vorbei ist.

    „Und Bolle wollte sterben,
    Er hat sich’s überlegt:
    Er hat sich uff die Schienen
    Der Kleinbahn druffjelegt;
    Die Kleinbahn hat Verspätung,
    Und vierzehn Tage druff,
    Da fand man unsern Bolle
    Als Dörrjemüse uff.“

    (Aus „Bolle reist zu Pfingsten“ altes Berliner Volkslied) :-)

    Und dann ist auch der Grund vorbei ;)

    Ich würde die GDL-Mischpoke sofort rauswerfen. Ich zahle über Tarif für kompetente und loyale Mitarbeiter. Wer sich nicht der Cooperative Identity anschließen will und voll und ganz hinter der Firmenphilosophie steht, hat in meinem Unternehmen nichts verloren. Und dabei gibt es sogar Mitbewerber, die noch höhere Bezüge gewähren. Aber wir, meine Mitarbeiter und ich arbeiten daran, das Unternehmensergebnis so zu verbessern, dass wir die Gehälter der Mitbewerber übertreffen können.

    Und jetzt kommt die Würze an die Suppe. Wir arbeiten mit den Mitbewerbern zusammen. Aber das müssen Lokführer nicht verstehen. Aber die Manager der EVU haben das verstanden.

  8. WEITER SO GDL! HALTET DURCH! ICH ALS LOKFÜHRER STEHE HINTER EUCH!

  9. Unternehmer, noch ist es nicht sooo weit … (o,:

    Marc, irgendwann ist die Streikkasse leer und dann – dann … ?!?

    LG


  10. Unternehmer
    31.03.11 um 04:04

    @ Joschi2x

    Die ist noch lange nicht leer.

    Das kann man ganz schnell ändern. Mit einer Aussperrung nämlich!

    Die Manager der EVU fühlen sich aber noch den Kunden gegenüber verantwortlich – anders als die Gemeinschaft dummer Lohnempfänger.

    Wo kommt eigentlich das Geld für die angeblich so gut gefüllte Streikkasse her? Ich kann mir kaum vorstellen, das dies allein aus Mitgliedsbeiträgen getragen werden kann.

    Die Taktik der Streiks spricht übrigens dagegen. Hier mal drei Stunden, dann mal sechs, bei den Privaten mal vierundzwanzig und jetzt 47 Stunden. Bei dem letzten Streik haben sich gerade mal 150 Lokführer beteiligt. Ein verdammt preiswerter Streik für die GDL.

  11. Auf jeden Fall sollte die Politik mal über eine Gesetzesänderung nachdenken oder halt eine Ergänzung.
    Es kann einfach nicht angehen, das sich die Streikenden, auf Kosten von Nichtstreikenden die Gelder aufbessern können …

    Am Besten ganz abschaffen – das Streikrecht. Wenn möglich unter Strafe stellen :

    1. Beteidigung an einen Streik : Bewährung
    2. -„- : saftige Geldstrafe
    3. -„- : Haftstrafen


  12. Kommentator
    31.03.11 um 07:18

    Also, ich finde 47 Stunden zu lang. Man bringt ja Verständnis auf, wenn mal gestreikt wird. Ist zwar ärgerlich, aber nachvollziehbar. Dieser Streik jedoch ist übertrieben. 47h? Es ist nun nicht möglich vernünftig heim zu kommen, zumindest nicht, als Wochenendpendler. Die Alternative einfach Donnerstags nachmittags oder abends zu fahren und sich eben einen Tag frei zu nehmen entfällt! Um dem Streik aus dem Weg zu gehen, müsste man nun Samstag morgens erst los. Das lohnt sich dann kaum noch. Ich habe nun leider kein Verständnis mehr für die Lokführer.


  13. Hartmut S
    31.03.11 um 07:49

    @Unternehmer

    Aussperrung, na und? Deshalb fahren trotzdem kaum Züge. Die Kollegen die Dienst hätten bleiben dann ohnehin zu Hause. Und je länger der Streik dauert, desto müder fahren sich die Nichtstreiker oder Führungskräfte. Auch die haben ihre Pausen und Ruhezeiten einzuhalten.
    Die dummen Lohnempfänger gibt es wohl bei Ihnen? Lokführer erhalten übrigens Gehalt.

  14. Bin heute ganz entspannt mit der DB gefahren, musste nicht einmal was nachbezahlen im IC … (o,:

    Nur leider fährt der letzte DB-IC heute Abend um halb Acht, na ja freut sich mein Kollege auf 2 Std. Gesllschaft oder halt bezahltes Frei … )0,:

    M.f.G.

  15. Der Streik der Lokführer stellt für Pendler eine doppelte Belastung dar. Zum einen durch die Nachteile während des Streikes (ohne Möglichkeit eines Schadenersatzes aus der Streikkasse der GDL) und zum anderen durch die einfache Weisheit, dass Lohnerhöhungen durch Fahrpreiserhöhungen refinanziert werden.

    Daher ist es von den Lokführern weltfremd sich Akzeptanz oder gar Unterstützung von Pendlern zu erhoffen. Im Gegenteil!

    Ich würde mir wünschen, dass die privaten Bahnunternehmen zeitnah einen Schienenersatzverkehr für die Bahnhöfe auf die Beine stellen, die von der DB nicht bedient werden und anschließend die GDL-Lokführer unbefristet aussperren, bis der Unsinn vom „gleichen Geld für gleiche Arbeit“ vom Tisch ist, denn Deutschland ist ein Land mit einem lokal sehr unterschiedlichem Preisniveau; und das spiegelt sich naturgemäß auch in Löhnen und Gehältern wieder.


  16. TfExperte
    31.03.11 um 14:56

    Mal kurz gefasst an allen:

    Das Streikrecht ist sehr tief verankert im Grundgesetz in Deutschland.

    Also ihr habt allen mit einer grossen Mehrheit hinten das Streiken gestanden.

    Jetzt nicht meckern, das gestreikt wird.

    Wenn du Streikrecht abschaffen willst, musst du erst eine Mehrheit im Bundestag haben.

    Jede Diskussion um „Streiken darf nicht“ ist so was von müssig und voellig ueberfluessig.

    Das bei bestimmten Berufsgruppen der Streik mehr oder weniger Menschen trifft, hat man im Streikrecht berücksichtigt. Deswegen gibt’s in Deutschland auch ein Schlichtverfahren.

    Aber der Hauptgrund der hiesigen Streiks sind leider das Verhalten der Arbeitgeber.


  17. TfExperte
    31.03.11 um 15:01

    @ OGNI

    Was du schreibt mit „du wirst entlassen“ ist eine GLATTE LÜGE.
    Kein Arbeitgeber wird unter ein Paar Streiktage leiden.

    Was du schreibst ist reine Stimmungsmacherei.

    Und wenn es wahr waere, hat dein Arbeitgeber dich entlassen aus einem anderen Grund als „wegen des Streiks“. Das steht bestimmt nicht in dein Kuendigungsschreiben. Weil das sofort anfechtbar were.
    Melde dich mal beim Gewerkschaft… dann koennen dir dich helfen bei solchen Sachen…


  18. ritze ratze
    31.03.11 um 15:15

    @TfExperte

    Was bist du denn für ein „Vogel“? Jemanden als Lügner hinzustellen, weil ihm der Chef die Kündigung gedroht hat?!?!? Und ob das der Chef darf!!!!!! Anscheinend betrifft dich dieser Streik nicht…..


  19. TfExperte
    31.03.11 um 16:27

    @Ritze Ratze

    Kein Mensch wird gekündigt in Deutschland weil eine ANDERE Firma streikt. Ogni gibt das als Grund an, und das sehe ich als eine glatte Lüge. Das ist unnötige Stimmungsmache.

    Interessanterweise betrifft mir der Streik sehr wohl. Und betrifft mich auch nachteilig. Aber es gehört zum Risiko des Lebens.
    Und ich bin es willig zu tragen, statt zu meckern. Weil ich halt der Standpunkt von BEIDE Parteien verstehe.


  20. Arbeitnehmer
    31.03.11 um 17:34

    @Unternehmer

    Ein Arbeitgeber hat das Recht, die streikenden Arbeitnehmer, auszusperren. Jedoch nur während der Streikzeit! Er darf dabei keinen unterschied zwischen Streikenden oder Streikbrechern machen.

    Jedoch wird das die Streikkasse kaum mehr belasten, als ein normaler Streik.


  21. Unternehmer
    31.03.11 um 21:07

    @ Hartmut S

    Bei mir gibt es keine „Arbeiter“, also auch keine „Lohnempfänger“. In meinem Betrieb gibt es nur Angestellte, und die beziehen (ein übrigens gutes) Gehalt und Erfolgsbeteiligungen. So manch einer kommt damit sogar nahe an mein Einkommen heran. Dafür müssen sie aber auch etwas leisten und im Wettbewerb Erfolg haben.

    Und die Jungens und Mädels sind rundum glücklich und würden jeden Gewerkschaftsfunktionär aus dem Büro jagen. :-)

    @ Arbeitnehmer

    Ich habe grundsätzlich nichts gegen das Streikrecht einzuwenden. Ich halte allerdings die Ziele der GDL für falsch. Der Deutsche Bundestag hat mit der Mehrheit der Stimmen die Bahn privatisiert und damit auch das Berufsbeamtentum für Eisenbahner beerdigt. Es gibt mittlerweile viele konkurrierende Eisenbahnunternehmen. Die GDL will aber genau die Vorteile, die ein Berufsbeamtentum bietet, durch die Hintertür (BuRa-LTV – oder wie immer das auch bezeichnet wird) wieder einführen.

    Es kann keinem Arbeitgeber zugemutet werden, das Personal einer anderen Firma ohne förmliche Bewerbung und ohne Probezeit zu übernehmen.

    Es kann keinem Arbeitgeber zugemutet werden, Personal bei Berufsunfähigkeit weiter zu beschäftigen, obwohl es keine anderweitigen Aufgaben für den Mitarbeiter gibt. Dafür gibt es aber Versicherungen. So mancher Arbeitgeber wäre sicher bereit, die Kosten dafür zu übernehmen.

    Letztendlich ist es auch absoluter Schwachsinn, die Lokführer unabhängig von ihren Aufgaben und ihrem Wohnort in der gleichen Lohnhöhe zu bezahlen. Ein Lokführer bei der S-Bahn im München hat andere Aufgaben, als ein Lokführer im Fern- oder Güterverkehr. Er hat aber auch höhere Lebenshaltungskosten, als ein Lokführer einer Regionalbahn in Brandenburg.

    Wer sich ein wenig mit dem Besoldungsrecht für Beamte auseinander gesetzt hat, wird wissen, dass es neben dem Grundsold einen nach Regionen gestaffelten Ortszuschlag gibt. Der Polizeibeamte im Sauerland verdient bei gleichem Dienstgrad auch weniger, als sein Kollege in Düsseldorf.

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