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VRR mit stabiler Fahrgastbilanz 2010

17.02.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Im dritten Jahr in Folge konnte der VRR im abgelaufenen Kalenderjahr mehr als 1,1 Milliarden Fahrgastfahrten verzeichnen. Das ist eine Stabilisierung auf hohem Niveau und gemessen an der Anzahl der jährlichen Fahrten ist der VRR auch weiterhin der größte Verkehrsverbund Deutschlands. Bei den Einnahmen konnten 969 Millionen Euro erzielt werden, das sind 1,4 % mehr als 2009.

VRR-Vorstand Klaus Vorgang: „Das Jahr 2010 stand für den VRR unter dem Zeichen der Konsolidierung. Nach Jahren mit stetig wachsenden Einnahmen und steigenden Fahrtenzahlen stabilisieren sich die Zahlen auf einem hohen Niveau.“ „Für die Zukunft besteht unsere größte Aufgabe darin, das Gesamtsystem des ÖPNV attraktiver und konkurrenzfähiger zu gestalten. Nur mit Qualitätsverbesserungen lassen sich weitere Kunden gewinnen und Erträge aus den Fahrgeldeinnahmen erhöhen.“

2010 nahmen die Aboticketzahlen erstmals seit Jahren wieder ab. Die Zahl sank leicht um etwa 0,8 % auf 1,246 Millionen. Damit hat rund jeder sechste Einwohner im VRR ein Monatsticket. Entsprechend der demographischen Entwicklung sank die Zahl der Schüler, so dass rund 2 % weniger Schokotickets verkauft wurden.

Nichtsdestotrotz macht das Ausbildungsverkehr nach wie vor einen nicht geringen Anteil am Gesamtsystem am – 53 % aller Abokunden haben ein Young Ticket, Schokoticket, Semesterticket oder ähnliches. 43 % der Abokunden haben reguläre Ticket 1000 oder Ticket 2000, während 4 % auf dem Bärenticket für Senioren ab 60 unterwegs sind. Das sind rund 47.000.

Ein großes Thema ist und bleibt das Sozialticket im VRR. Klaus Vorgang schloss aus, dass dies auf Kosten der kommunalen Verkehrsunternehmen eingeführt würde, sollte es kommen, dann nur gegen finanziellen Ausgleich. Derzeit ist angedacht, dass Erwerbslose und Geringverdiener für 22,50 Euro im Monat in ihrem Wohnort den ÖPNV nutzen können.

Da aber gerade diese Gruppe bereits sehr häufig im Besitz regulärer Ticket 1000 Preisstufe A 1 oder A 2 ist, würde gerade das zu einer Senkung der Fahrgeldeinnahmen führen. Daher kann und wird das Sozialticket erst kommen, wenn die Finanzierung durch das Land sichergestellt ist.

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