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S-Bahn Hamburg sucht Hersteller für neue Triebzüge

17.02.11 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Im europäischen Amtsblatt hat die Deutsche Bahn gestern eine Ausschreibung über 120 und eine Option über weitere 60 S-Bahn Triebzüge veröffentlicht. Die Fahrzeuge sind für den Einsatz bei der S-Bahn Hamburg GmbH einem Tochterunternehmen der Deutschen Bahn vorgesehen. In mehreren Publikationen im Zusammenhang mit der geplanten Linie S 4 wurden diese Fahrzeuge bereits als Baureihe 490 bezeichnet.

Die Fahrzeuge sollen die Regelspurweite von 1,435 Meter aufweisen und eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h erreichen. Das eingeschränkte Lichtraumprofil G2 muss beim Bau der Triebzüge berücksichtigt werden. Für den Betrieb auf dem Netz der S-Bahn Hamburg ist eine Energieversorgung mit 1.200 V Gleichspannung über die seitlich angeordneten Stromschienen erforderlich. Zusätzlich wird eine optionale Vorrüstung von Stromabnehmern für den Betrieb mittels Oberleitung unter 15.000 V Wechselspannung mit 16,7 Hz gefordert.

Die Beauftragung zum Bau der Fahrzeuge hängt davon ab, ob die zuständigen Aufgabenträger ab Dezember 2017 entsprechende Verkehrsleistungen bei der DB bestellen bzw. bei einer Fahrzeugförderung durch die öffentliche Hand von einem Einvernehmen mit dem Fördergeber.

Die Deutsche Bahn erwähnte die Beschaffung neuer Zweisystemfahrzeuge der Baureihe ET 490 bereits im Zusammenhang mit der geplanten Linie S 4 Bad Oldesloe – Hamburg – Itzehoe/Neumünster.

3 Responses


  1. Toni Schumacher
    17.02.11 um 18:43

    Die Höchstgeschwindigkeit von 140km/h kann man nur begrüßen!
    Sicherlich wird man diese auch nur im Umland ausfahren können aber gerade auf der Niederelbebahn Stade-Neugraben kann sich das lohnen.
    So kann man z.B. den Takt erhöhen und es laufen auch keine Güterzüge oder metronoms mehr auf die S-Bahnen auf.


  2. Alexander
    17.02.11 um 19:30

    Genau das meine ich ebenfalls, wie wäre es mit ausklappbaren Spiegeln auf beiden Seiten wie es zur Zeit die AKN, die nordbahn nämlich macht, dann braucht dort auch keine Monitore für die Zuabfertigung bei dem Fahrern reingebaut werden, aber bitte mit Ansage wie bei dem ET 472/473 nämlich: „Dies ist die S21 nach Aumühle über Dammtor, einsteigen bitte, zurückbleiben bitte!“ Oder je nur einen Ausklappbaren Spiegeln in Fahrtrichtung auf der rechten Seite oder auf der anderen Seiten wird es durch die Abfertigungsmonitore bei Zugführer durch geführt durch Kameras an den Zug übertragen wird.

  3. Tach auch…

    Alexander, wie willst Du dann z.B. in Sülldorf abfertigen?
    Selbst mit Spiegeln wäre ein 132m langer Zug, egal wie man die Dinger konstruiert, wegen der Bahnsteigkrümmung gar nicht einsehbar. Zur Abfertigung Richtung Innenstadt müßte man die Spiegel wohl mit Teleskoparmen mit etwa 10m Auslegerlänge konstruieren…

    Nein, dann lieber die vorhandene und betrieblich problemlos funktionierende SAT-Technik optimieren (z.B. Versetzen der Sendegeräte, damit auch einige Meter mehr der Zuganfahrt beobachtet werden können [bei voller Bahnsteigausnutzung ist das Bild teilweise schon nach 5m weg {u.a. Wedel}])

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