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Frankfurt: Tram und U-Bahn werden direkt an VGF vergeben

02.02.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die VGF betreibt auch weiter den schienengebundenen NahverkehrDer kommunale Aufgabenträger TraffiQ aus Frankfurt am Main hat die Tram- und U-Bahnleistungen direkt – ohne Ausschreibung – an die städtische Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) vergeben. Die Vergabe erfolgte auf Basis der dazugehörigen EU-Verordnung 1370/07. Die VGF betreibt seit einigen Jahren gar keine eigenen Buslinien mehr.

Hans-Jörg von Berlepsch, Geschäftsführer von TraffiQ, erläutert die Grundlagen: „Der Auftrag an die VGF hat eine Laufzeit von zwanzig Jahren, beginnend nach Auslaufen der derzeitigen Konzessionen am 31. Januar 2011. Er umfasst alle Aufgaben des Schienenverkehrs mit U-Bahnen und Straßenbahnen im Sinne eines integrierten Gesamtsystems.“

Auch Bürgermeisterin Jutta Ebeling (Grüne) ist zufrieden: „ Mit der Entscheidung, den U-Bahn- und Straßenbahnbetrieb direkt an die VGF und den Busverkehr komplett über den Ausschreibungswettbewerb zu vergeben, hat die Stadt Frankfurt am Main klare Strukturen im städtischen Nahverkehr geschaffen und jeweils die für die Stadt vorteilhafteste und wirtschaftlich sinnvollste Option gesichert.“

Ebeling: „Der Einfluss der kommunalen politischen Gremien auf den städtischen Nahverkehr wird über die städtische Regiegesellschaft traffiQ gestärkt. Die Stadt behält das Know-how im öffentlichen Nahverkehr und sorgt für finanzielle Transparenz.“

Noch geht Frankfurt am Main in Deutschland einen Sonderweg. In vielen anderen Metropolen und Metropolregionen sind kommunale Eigenbetriebe nach wie vor die Regel. Sei es die BVG in Berlin, die Hochbahn in Hamburg oder MVG in München: Den Städten fällt es schwer, sich von ihren Eigenbetrieben zu trennen.

Bild: TraffiQ

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