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S-Bahn Berlin kriegt neue Zugsicherung

23.06.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

S-Bahn BerlinDie S-Bahn Berlin wird ab dem vierten Quartal 2011 sukzessive ein neues Zugsicherungssystem erhalten, dessen Einbau zum Ende des Jahrzehnts abgeschlossen sein soll. Das bisherige mechanische System verhindert mittels Fahrsperren, dass Züge an Halt zeigenden Signalen ungewollt vorbeifahren, das neue wird zusätzlich auch die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit überwachen.

Die Gleise werden dafür mit sogenannten „Balisen“ (eine Art Kabel) ausgerüstet, die ständig die erforderlichen Daten zum Fahrzeug senden. Das System ist daher mit der Linienzugbeeinflussung und diversen Nachfolgetechnologien verwandt. Die Züge werden mit Anlagen versehen, die die gesendeten die Daten auswerten und bei zu schneller Annäherung an ein Halt zeigendes Signal rechtzeitig eine Abbremsung veranlassen. Elektronische Anzeigen im Führerraum unterstützen den Triebfahrzeugführer bei der Arbeit.

Das System hat bereits auf einem Teil des S-Bahn-Südring zwischen Hermannstraße und Sonnenallee seine Eignung unter Beweis gestellt. Es ist insbesondere auf die S-Bahn Berlin ausgerichtet und wird zunächst auf der S1 zwischen Frohnau und Schönholz zum Einsatz kommen. Die Umrüstung des 332 Kilometer langen Netzes wird in zwanzig Etappen erfolgen und soll etwa 130 Millionen Euro kosten.

Bild: Deutsche Bahn AG

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