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Plauen erhält modernen Verknüpfungspunkt für ÖPNV

03.07.12 (Sachsen) Autor:Niklas Luerßen

Im Zusammenhang mit der Verbreiterung der Reichenbacher Straße, der Umgestaltung des Kreuzungsbereichs und dem notwendigen Neubau der Eisenbahnüberführung soll die Stadt Plauen bis 2015 einen modernen Verknüpfungspunkt für den öffentlichen Personennahverkehr erhalten. Der Freistaat Sachsen hat das komplexe Infrastrukturvorhaben bereits in seine Investitionsprogramme für den ÖPNV und den Straßenbau eingeordnet und wird mit höchster Priorität Fördermittel bereitstellen. Insgesamt kostet das Gemeinschaftsvorhaben der Stadt Plauen, der Deutschen Bahn und dem Zweckverband ÖPNV Vogtland ca. 10 Millionen Euro. Konkrete Aussagen zu den Kosten, zur Förderhöhe und zum Baubeginn sind allerdings erst nach Ende des derzeit noch laufenden Verfahrens zur Erlangung des Baurechts und den darauf aufbauenden Förderanträgen möglich. 

Die Vorteile für die Nutzer sind offensichtlich: Der modern gestaltete Verknüpfungspunkt verbessert die Umsteigebedingungen zwischen Schienenpersonennahverkehr, Stadt- und Regionalbussen, Straßenbahn und Individualverkehr. Es entstehen Parkmöglichkeiten für PKWs und Fahrräder, um eine kombinierte Nutzung (Park&Ride und Bike&Ride) zu ermöglichen. Zudem wird der Umsteigepunkt barrierefrei errichtet, um allen Bürgern uneingeschränkt zugänglich zu sein.

„Wir wollen auch in den kommenden Jahren investieren, um einen leistungsstarken und kundenorientierten Personennahverkehr zu sichern“, so Verkehrsminister Sven Morlok. Für das Jahr 2012 stehen im Landesinvestitionsprogramm 100 Mio. Euro für die Förderung von ÖPNV-Maßnahmen zur Verfügung. Insgesamt stellt der Freistaat Sachsen in diesem Jahr mehr als eine halbe Mrd. Euro für den ÖPNV (Betrieb und Investitionen) zur Verfügung. Insbesondere der Bereich Bus (Fahrzeuge und Infrastruktur) partizipiert mit über 20 Prozent der diesjährigen Investitionen von der Förderung. Fünf Millionen Euro stehen für die Beschaffung neuer Omnibusse zur Verfügung. Zur besseren Verknüpfung und Koordinierung der verschiedenen Verkehrsträger fließen weitere Fördermittel in den Bau neuer Übergangsstellen.

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