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WSW mobil zufrieden mit Jahresergebnis 2011

26.06.12 (VRR) Autor:Stefan Hennigfeld

Die WSW mobil GmbH, eine Tochtergesellschaft der Wuppertaler Stadtwerke, zeigt sich mit dem Geschäftsjahr 2011 zufrieden.Das Fahrgastaufkommen ist um 0,4 Prozent auf 89,9 Millionen Fahrgastfahrten gestiegen. Davon entfielen 67,2 Millionen Fahrgastfahrten auf das Busbereich, die weltbekannte Wuppertaler Schwebebahn verzeichnete 22,7 Millionen Fahrgastfahrten. Angaben zum Marktanteil des ÖPNV im Betriebsgebiet machen die WSW nicht.

Dabei ist fraglich, ob es überhaupt reale Fahrgaststeigerungen gegeben hat. Der Zuwachs beim Bartarif beträgt fünf Prozent, das Unternehmen führt ihn zurück auf den kontrollierten Vordereinstieg. Möglicherweise liegt es daher einfach daran, dass die Schwarzfahrerquote gesunken ist. Aber auch der hohe Absatz der Semestertickets (+ 11,6 Prozent) spielt aufgrund der steigenden Studierendenzahl an der Bergischen Universität Wuppertal eine Rolle.

Das Gesamtergebnis ist weiterhin defizitär. Die Verlustübernahme durch den Mutterkonzern WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH konnte um rund 8,9 Millionen Euro auf 43,5 Millionen Euro im Vergleich zu 2010 verringert werden. Hier sind allerdings Sondereffekte durch die Auflösung von Rücklagen bereits eingerechnet. Die Lage bleibt aufgrund rückläufiger Bevölkerungszahlen und steigender Kraftstoffpreise angespannt.

Dabei unterschieden sich die Entwicklungen in den Sparten Bus und Schwebebahn zum Teil erheblich. Der Kostendeckungsgrad im Busbereich ist durch Restrukturierungsmaßnahmen, etwa Ausgliederung des Fahrpersonals oder erhöhte Fremdvergaben, gestiegen, während man bei der Schwebebahn aufgrund hoher Investitionen in Gerüst und Rollmaterial mit einer Zunahme des Defizits rechnet. Die Umsatzerlöse blieben mit 60,6 Millionen Euro stabil.

Doch es tut sich was bei der Schwebebahn. 2011 wurden die neuen Triebzüge beim Düsseldorfer Hersteller Vossloh Kiepe bestellt. Die formidentisch erneuerte Station Landgericht wurde wieder in Betrieb genommen und der Neubau der Station Völklinger Straße begann. Die aus den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammenden orange-blauen Fahrzeuge stehen vor der Ausmusterung.

Die Bussparte war geprägt von der Auslieferung zwanzig neuer Fahrzeuge vom Typ Mercedes-Benz Citaro, eines davon verfügt über einen Hybridantrieb. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), dessen Mitglied die WSW mobil GmbH ist, ist Modellregion für Elektromobilität. Im Kundenservice wurden Verbesserungen durch die Einführung eines dynamischen Kundeninformationssystems und eines Abfahrtsmonitors im Internet erzielt.

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