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BDO kritisiert Grünen-Abgeordneten Hofreiter

27.02.12 (Verkehrspolitik) Autor:Stefan Hennigfeld

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (BDO) hat Äußerungen des Bundestagsabgeordneten Anton Hofreiter (Grüne) in der Tageszeitung Die Welt kritisiert, wonach Kraftstoff noch immer „zu billig“ sei. Angesichts der Rekordhöhe der Benzin- und Dieselpreise gebe es für zahlreiche Busbetriebe existentielle Probleme.

Wolfgang Steinbrück, Präsident des BDO: „Die Politik zeigt sich tatenlos. Es ist purer Hohn, dass der Vorsitzende des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages dann noch vorschlägt, die Schlinge für die mittelständischen Verkehrsunternehmen noch fester zu ziehen.“ Er weist darauf hin, dass knapp fünftausend Busbetriebe deutschlandweit täglich über 15 Millionen Fahrgastfahrten durchführen und somit den Verkehrskollaps in den Städten verhindern und Mobilität auf dem Land sicherstellen.

Der ÖPNV in Deutschland, so der BDO in einer Stellungnahme, sei für Autofahrer erst dann eine ernsthafte Alternative, wenn man die dortigen Leistungen noch attraktiver macht. Ein Autofahrer steige nicht allein wegen hoher Benzinpreise um, insbesondere dann wenn die Unternehmen durch hohe Energiekosten gegängelt werden. Die Verteilungsspielräume bei Tarifverhandlungen würden somit zudem stark eingeschränkt und auf Null reduziert. Die Verkehrspolitik der Grünen, die einseitig auf Verteuern, Verdrängen und Verbieten setze, hält der BDO für mittelstandsfeindlich und nicht tragbar.

Ein Kommentar

  1. Eine Lobbygruppe meckert mal wieder.

    Wenn Treibstoff teurer wird, dann können Omnibusse ihren Vorteil gegenüber dem PKW ausspielen, da Busse den Treibstoff effizienter (ergo auf mehr Fahrgäste verteilen können) einsetzen. Von daher verstehe ich den BDO-Präsident nicht wirklich, da gerade Busse von steigenden Benzinpreisen profitieren.

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