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DB-Fahrplanauskunft goes Google-Maps

18.11.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn im Internet gehört auf dem europäischen Markt zu den Besten. Das haben auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vieler europäischer Bahnverwaltungen erkannt und verwenden sie. Zudem ist sie auch in zehn Sprachen verfügbar. Ständig verbessert die DB das Angebot mit neuen Services, wie zum Beispiel den Verkehrsmittelvergleich, wo der geneigte Kunde Fahrtzeiten, Preise und einen Umweltvergleich zwischen Bahn, PKW und Flugzeug erhält. Ein Tüpfelchen auf dem „I“ ist aber eine Einbindung in Google-Maps.

Auf der Traffic-Talks vom 13. – 14. September 2011 erklärte Birgit Bohle, Geschäftsführerin Vertrieb der DB AG dem Eisenbahnjournal Zughalt.de auf Nachfrage, das die Einführung noch in diesem Jahr erfolgen sollte. Man wolle aber nicht den Weg gehen, den andere Länder schon beschritten hatten, welche die Daten in das Google-eigene System „Google-Transit“ einspeisen. Man setze auf eine individuelle Lösung.

Heimlich still und leise hat die DB nun ein Mapplet für Google Maps herausgebracht. Mapplets sind kleine Anwendungen, die innerhalb von Google Maps ausgeführt werden.

Auf der linken Seite befindet sich das vertraute Eingabefeld der Bahnauskunft, rechts ist die Karte von Google-Maps eingeblendet. Man kann Verbindungen von Haus zu Haus suchen, nach Sonderzielen oder aber einfach nur von Bahnhof zu Bahnhof. In gewohnter Weise werden die Verbindungen dargestellt. In dem Kartenfenster wird die Reisestrecke dargestellt. Ein Klick auf den Button „zu Buchung“ öffnet das Portal der Bahn.

Unter diesem Link kann man das Mapplet aufrufen.

6 Responses

  1. Das erinnert mich stark an die App DB Navigator auf dem iPad. Der Schritt zu einer Google-Maps-Integration war dann wohl nicht mehr groß.


  2. Beobachter
    18.11.11 um 19:00

    Ich kenne die DB Navigator nur von Smartphones, nicht vom iPad. Ich gehe aber davon aus, das die App bei iPhone und iPad identisch ist. Eine Kartendarstellung wird dort nicht geboten. Bei einem iPad lässt sich dieses Mapplet aber auch verwenden.

  3. Keine professionelle Umsetzung. Die einzelnen Unterwegshalte werden nicht durch die eigentlichen Streckenverläufe verbunden, sondern nur durch gerade Linien. Hier sollte nachgebessert werden, denn die Bahn fährt nicht wie ein Flugzeug fliegt.

  4. Doch, die Versionen für iPod und iPad unterscheiden sich sehr wohl. Und die iPad-Version ähnelt sehr der jetzigen „neuen“ Google-Darstellung …

  5. Das ist technisch bedingt. Navigationsprogramme (und dabei handelt es sich u.A. bei Google-Maps) sind für Autos entwickelt worden. Daher ist jeder relevante Punkt eines Straßenverlaufs mit den Koordinaten in den Karten hinterlegt und kann entsprechend eingezeichnet werden.

    Dazu fahren Teams von Geografen mit speziellen Fahrzeugen regelmäßig die Straßen ab. Die dabei gewonnenen Daten aus den GPS-Empfängern werden auf die Karten übertragen.

    Bahnhöfe sind als Sonderziele ebenfalls mit den geografischen Koordinaten in den Karten vorhanden,allerdings nicht der Verlauf der Bahnstrecken.

    Die entsprechenden Daten sind zwar bekannt (der Verlauf ist ja eingezeichnet), es ist für die Hersteller von Navigationssoftware nicht relevant. Ein Eisenbahntriebfahrzeugführer bracht kein Navi, weil er durch die Fahrdientsleitung geleitet wird :)

  6. Pingback: Deutsche Bahn verbessert Fahrplanauskunft | Eisenbahnjournal - Zughalt.de

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