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Maas-Wupper-Express fährt ab Sonntag wieder durchgehend nach Venlo

10.12.10 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Ab dem Fahrplanwechsel am Sonntag den 12. Dezember 2010 fahren alle Züge auf der Linie RE 13 Hamm – Venlo wieder durchgehend ohne Umstieg in Mönchengladbach. Dies ist möglich, weil die niederländische Zulassungsbehörde IWV den 14 fünfteiligen Triebzügen vom Typ FLIRT eine Zulassung für den niederländischen Strecken-abschnitt erteilt hat. Lediglich die vierteiligen Fahrzeuge durften bisher in die Niederlande fahren.

Durch die Zulassung aller Fahrzeuge in den Niederlanden kann die eurobahn, nun ein Jahr nach der Betriebsaufnahme, uneingeschränkt das vollständige Angebotskonzept auf der Linie RE 13 Hamm – Hagen – Wuppertal – Düsseldorf – Mönchengladbach – Venlo anbieten, welches mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und dem Zweckverband Ruhr-Lippe (ZRL) vertraglich vereinbart wurde.

Die eurobahn entschuldigt sich bei allen Fahrgästen für die Unannehmlichkeiten die im ersten Betriebsjahr entstanden sind. Hans Leister, der Geschäftsführer der Keolis Deutschland der Konzernmutter der eurobahn ist glücklich, dass die eurobahn nun endlich ihren Fahrgästen das komplette Verkehrsangebot auch auf der Linie RE 13 bieten kann. Weiter sagte er:„Die Zeit seit Mitte Dezember letzten Jahres war nicht nur für uns sehr schwierig und anspruchsvoll. Wir bitten unsere Fahrgäste nochmals für alle Unannehmlichkeiten um Entschuldigung. Jetzt endlich können wir unseren Fahrgästen die Leistungen bieten, die von uns erwartet werden.“

Im Rahmen der Ausschreibung des Maas-Rhein-Lippe Netz betreibt die eurobahn seit einem Jahr die Linien RE 3 Hamm – Dortmund – Gelsenkirchen – Oberhausen – Düsseldorf und RE 13 Hamm – Hagen – Wuppertal – Düsseldorf – Mönchengladbach – Venlo. Zum Einsatz kommen 4 vierteilige und 14 fünfteilige moderne Triebzüge vom Typ FLIRT. Allerdings waren zum Betriebsstart nur die vierteiligen Fahrzeuge für den Einsatz in Deutschland zugelassen. Die fünfteiligen Fahrzeuge erhielten erst im Februar diesen Jahres ihre Zulassung, wodurch über Monate einzelne Fahrten ausfielen und ein Großteil der Fahrten mit nicht mehr zeitgemäßen Ersatzzügen abgewickelt wurde. Ende Juli erhielten die vierteiligen Fahrzeuge die Zulassung für Fahrten in den Niederlanden, zuvor musste in Mönchengladbach bzw. Kaldenkirchen in Ersatzzüge der Deutschen Bahn umgestiegen werden. Da die Zulassung der fünfteiligen in den Niederlanden allerdings noch ausstand, müssen die Reisenden auf der Linien RE 13 bis zum 11. Dezember 2010 noch einen Umstieg in Mönchengladbach hinnehmen.

11 Responses


  1. Jürgen E.
    10.12.10 um 20:09

    Am Ende wird alles gut. Die Eurobahn hat es wider aller gehässiger Kommentare von frustierten Bundesbahnneurotikern geschafft.

    Herzlichen Glückwunsch

    Schon der Entfall des Umstiegs in die vorsintflutlichen n-Wagen der DB Regio NRW in Kaldenkirchen, der nach der Zulassung der Vierteiler erfolgte, war ein Meilenstein in der Geschichte des RE 13.

  2. Ich freue mich auch für die Menschen auf der Wupperachse, daß es jetzt endlich so läuft, wie es immer schon laufen sollte.

    Leider haben bestimmte Leute diese Problematik versucht, für ihre Zwecke zu mißbrauchen, in der Hoffnung, unter den betroffenen Fahrgästen würde Sympathie für eine neue Behördenbahn entstehen. Unter denen, die alt genug sind, sich daran erinnern zu können, war es aber stets Konsens, daß das keine Alternative ist. Die Vergabe an die Eurobahn war richtig, sie hat den ÖPNV auf einer so wichtigen Linie attraktiver und besser gemacht, dazu wurde er dank der Ausschreibung wirtschaftlicher.

    Weiter so! Der Wettbewerb hat bislang stets Vorteile gebracht. Es wurde besser und preiswerter! Ich verstehe nicht, wieso man beim VRR so zögerlich ist, in Niedersachsen ist man die viel weiter!

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  5. Venlo-Fan
    13.12.10 um 12:26

    Prima! Jetzt kann ich endlich meine Drogen (fast)sicher transportieren. Vor allem weil die Bundespolizei MGladbach einem nicht mehr auf die Nerven geht!


  6. Clemens Kistinger
    13.12.10 um 13:26

    Wieso sollte einem die Bundespolizei in Mönchengladbach „nicht mehr auf die Nerven gehen“? Die sind immer noch zuständig…


  7. Venlo-Fan
    13.12.10 um 20:15

    @Clemens Kistinger

    Weil man den Jungs dann nicht mehr beim umsteigen in die Arme läuft!

  8. @ Venlo-Fan

    Und Du meinst nicht, das ein Provider wie beispielsweise Telefonica Deutschland GmbH, Organisation Telefonica O2 Germany GmbH & Co. OHG – wie alle anderen Provider auch – über die IP-Adresse xx.xx.x.xx sehr schnell auf Verlangen der Staatsanwaltschaft Adresse, Namen und Mobilfunknummer herausgeben wird. Handyortung? Für die Behörden kein Problem. Man wird Dich bei der Kontrolle höflich und namentlich ansprechen ;). Und ich werde nicht verraten, was in Venlo an verdeckten Ermittlungen läuft.

  9. Die Leute, die die Eurobahn hier so hochloben, scheinen noch nicht oft mit der RE13 gefahren zu sein. Dadurch, dass die Züge fast immer nur einteilig unterwegs sind, ist es meistens nicht möglcih, noch einen vernügtigen Platz zu bekommen. Wenn man etwa Sonntagsabends in Wuppertal Vohwinkel einsteigt, setht man mindestens bis Düsseldorf. Auf der RE3 ist es noch schlimmer. Würde man alle Züge (wenigsens zwischen 6 und 20h) in Doppeltraktion fahren, wäre die Eurobahn ein guter Anbieter. Bislang finde ich, dass die Eurobahn ihre Sache einfach nur schlecht macht. Moderniesierte n- Wagen sind meiner Meinung nach sogar noch komkortabler, als die Flirt- Züge. Und in n- Wagen weis nicht der ganze Zug, wann und die lange ich aufs WC gehe, da sie dort nicht mitten im Zug sind.


  10. Jürgen E.
    15.12.10 um 21:33

    @ Jan

    Probleme mit zu geringen Kapazitäten sind nicht Schuld der Eurobahn. Der Besteller, in diesem Fall der VRR, hat die Kapazitäten vorgegeben. Und wenn zur Tageszeit h:mm nur eine Einzeltraktion vorgegeben ist, darf die Eurobahn auch nicht eine Doppeltraktion einsetzen.

    Und Dein Toilettenproblem dürfte allenfalls für Lacher sorgen, wenn Du historisches Rollmaterial wie n-Wagen mit modernen FLIRT-Triebwagen vergleichst. Und was den Komfort betrifft, ich möchte nicht in Kaldenkirchen von einem 38 cm Bahnsteig in einen n-Wagen einsteigen müssen! Selbst die exclusivsten Ledersitze könnten mich damit nicht versöhnen.

    Die n-Wagen sind einfach nur Schrott!

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