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Es geht voran in Südostbayern

13.12.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Bahnhof RosenheimRechtzeitig zum gestrigen Fahrplanwechsel hat die Deutsche Bahn in Südostbayern zwei wichtige Infrastrukturprojekte abgeschlossen und in Betrieb genommen. In Rosenheim ist der umgestaltete Bahnhof eingeweiht worden und zwischen Altmühldorf und Ampfing auf der Ausbaustrecke München – Freilassing wurde das zweite Gleis dem Verkehr übergeben.

Am Rosenheimer Bahnhof wurde ein ganzes Maßnahmenbündel gemacht. Insgesamt hat die öffentliche Hand hier rund vierzig Millionen Euro investiert. Im Rahmen des Konjunkturpaketes konnte das Empfangsgebäude energetisch saniert werden, so dass der Energieverbrauch um 57% sinken wird. Die Bahnsteige sind allesamt barrierefrei erreichbar und verfügen zudem über Blindenleitstreifen. Dazu kommt ein großes Parkhaus, das Pendler zum Park and Ride nutzen können. Es verfügt über rund vierhundert Parkplätze.

André Zeug, Vorstandsvorsitzender bei DB Station & Service: „Dieses Maßnahmenpaket macht den Rosenheimer Bahnhof fit für die Zukunft. Diegute und enge Zusammenarbeit von Bund, Land, Stadt und Bahn ist beispielhaft und zeigt, dass gemeinsame Bahnhofsentwicklung zum Erfolg führt. Ohne die Bereitstellung von Fördermitteln durch den Bund und das Land wäre die Umsetzung solcher Großprojekte nicht möglich.“

Auch die Ausbaustrecke 38 von München nach Freilassing ist von besonderer Bedeutung. Die Leit- und Sicherungstechnik wurde auf moderne Elektronische Stellwerke umgestellt, zwei Bahnübergänge wurden durch kreuzungsfreie Unterführungen ersetzt und der an der Strecke liegende Bahnhof Ampfing wurde komplett barrierefrei ausgebaut. Die Ausbaustrecke ist Teil der „Magistrale für Europa“ zwischen Paris und Pressburg.

Dazu Utz-Hellmuth Felcht, Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bahn: „Durch den zweigleisigen Ausbau der rund acht Kilometerlangen Strecke wird das bayerische Chemiedreieck besser an Mühldorf und das überregionale Verkehrsnetz angebunden. Die 50 Millionen Euro, wovon zwei Drittel aus dem Bedarfsplan der Bundesregierung stammen, kommen den Kunden derBahn unmittelbar zugute.“

Und Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) fügt hinzu: „Die Zweigleisigkeit des Abschnitts Ampfing-Altmühldorf ist ein Meilenstein. Die Industrie im ostbayerischen Chemiedreieck profitiert von dem Ausbau dieser wichtigen Bahnstrecke. Sie ist für den Arbeitsmarkt und die wirtschaftliche Entwicklung der Region von größter Bedeutung.“ Der Minister kündigte an, den weiteren Ausbau der Bahnstrecke voranzutreiben.

Bild: Deutsche Bahn AG

4 Responses

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  3. Armes Bayern!
    Wenn 7,8 km „Zweigleisigkeit“ für den Herrn Bundesminister schon einen Meilenstein bedeutet.
    Immerhin stehen im südostbayrischen Chemiedreieck
    10000 Arbeitsplätze durch Verlagerungen auf der Kippe.

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