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Cantus sucht Lieferant und Instandhalter für S-Bahn Triebzüge

29.12.10 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Am 28. Dezember 2010 hat die cantus Verkehrsgesellschaft eine Ausschreibung für die Beschaffung und die Instandhaltung von bis zu 240 elektrischen S-Bahn Triebzügen im europäischen Amtsblatt ausgeschrieben. Die Triebzüge sind für die derzeit laufende Ausschreibung der S-Bahn Rhein-Main bestimmt. Der Auftrag wurde entsprechend der zu vergebenen Teilnetze in drei Lose unterteilt.

Der zu vergebene Auftrag umfasst die Lieferung, die Instandhaltung, die Vorhaltung einer Werkstatt und die Finanzierung der Fahrzeuge. Von den Triebzügen wird eine Einstiegshöhe von 96 cm über Schienenoberkante und eine Höchstgeschwindigkeit von 140 Km/h gefordert. Jedes Fahrzeug muss mindestens 180 Sitzplätze und 310 Stehplätze aufweisen. In Mehrfachtraktion müssen auf 205 Metern nutzbarer Bahnsteiglänge 540 Sitzplätze angeboten werden.

Die insgesamt 240 Triebzüge verteilen sich auf drei Lose. An Hand der Größe der einzelnen Lose kommt man zu dem Schluß, dass 80 Triebzüge für das Teilnetz Kleyer, 30 Triebzüge für das Teilnetz S2 und 90 Triebzüge für das Teilnetz Gallus zuzüglich einer darin enthaltenen Option von 40 Triebzügen für die nordmainische S-Bahn Verlängerung nach Hanau vorgesehen sind.

Die Ausschreibung der S-Bahn Rhein-Main ist in folgende Teilnetze gegliedert:

Teilnetz Kleyer, ca. 7.254.000 Zkm pro Jahr, 12.2014-12.2036

  • S1 Wiesbaden – Mainz-Kastel – Frankfurt – Offenbach – Rödermark-Ober Roden
  • S7 Riedstadt-Goddelau – Groß-Gerau – Frankfurt
  • S8 Wiesbaden – Mainz – Rüsselsheim – Frankfurt-Flughafen – Frankfurt – Offenbach – Hanau
  • S9 Wiesbaden – Mainz-Kastel – Rüsselsheim – Frankfurt-Flughafen – Frankfurt – Offenbach – Hanau

Teilnetz S2, ca. 2.000.000 Zkm pro Jahr, 12.2014-12.2029

  • S2 Niedernhausen – Frankfurt – Offenbach – Dietzenbach

Teilnetz Gallus, ca. 5.400.000 Zkm pro Jahr, 12.2014-12.2024

  • S3 Bad Soden – Niederhöchstadt – Rödelheim – Frankfurt – Frankfurt-Süd
  • S4 Kronberg – Niederhöchstadt – Rödelheim – Frankfurt – Frankfurt-Süd
  • S5 Friedrichsdorf – Bad Homburg – Rödelheim – Frankfurt – Frankfurt-Süd
  • S6 Friedberg – Bad Vilbel – Frankfurt – Langen – Darmstadt

2 Responses

  1. Was für ein Schwachsinn vom RMV ein S-BahnSystem in Teilnetze aufzuspalten. Das wird ein Spaß, wenn im Innenstadttunnel ein von den möglichen drei EVU’s liegenbleibt. Da bin ich mal auf die Eklärungsversuche seitens des RMV gespannt. Ein System sollte immer ein System bleiben.

  2. Nunja. Also das Teilnetz S2 kann die DB schonmal abhaken denke ich. Das wird wohl das Versuchskaninnchen des RMV sein. Kleyer und Gallus werden wohl schon auf Grund der hohen Zugkm/Jahr bei der DB bleiben.

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