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Alstom liefert neue Züge für den Müngstener

16.12.10 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Für die Erbringung der Nahverkehrsleistungen auf der Linie RB 47 von Wuppertal nach Solingen über Remscheid beschafft die Abellio Rail NRW zweiteilige Dieseltriebwagen vom Typ Lint 41 des Herstellers ALSTOM LHB Salzgitter. Die Verkehrsleistungen auf dem Müngstener konnte sich die Expansionstochter der niederländischen Staatsbahn in einer Ausschreibung sichern.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 nimmt Abellio den Betrieb auf der Linie RB 47 auf. Für 15 Jahre wurde der Auftrag an das Unternehmen vergeben. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) wendet im Rahmen dieser Ausschreibung erstmals ein ganz neues Fahrzeugfinanzierungsmodell an. Die Fahrzeuge werden von den Eisenbahnbahnverkehrsunternehmen ausgewählt und vom Aufgabenträger finanziert, das ist bisher einmalig in Deutschland.

Im Rahmen einer seit Juni diesen Jahres laufenden Fahrzeugausschreibung konnte sich ALSTOM mit Fahrzeugen vom Typ VT 648 gegen einen weiteren Bieter durchsetzen, diese sollen erstmals eine optimierte Crashfront besitzen und über eine Antriebsanlage mit einer Leistung von 2 x 390kW verfügen, womit sie stärker motorisiert sind als die meisten anderen Fahrzeuge dieser Baureihe.

Eine Einstiegshöhe von 76 Zentimetern über Schienenoberkante ermöglicht einen barrierefreien Einstieg, wo von vor allem mobilitätseingeschränkte Menschen profitieren, dazu zählen nicht nur Rollstuhlfahrer oder Gehbehinderte, sondern auch Mütter mit Kinderwagen, ältere Menschen oder Reisende mit schwerem Gepäck. Die Fahrzeuge sind außerdem klimatisiert, sie besitzen eine behindertengerechte Toiletten, eine Videoüberwachung und Mehrzweckbereiche mit Abstellfläche für Rollstühle, Fahrräder und Kinderwagen.

5 Responses

  1. Dann mal mein Glückwunsch an Alstom.
    Hoffentlich klappt es diesmal mit der rechtzeitigen Zulassung der Fahrzeuge von seiten des EBA ;)

  2. Na toll! Warum muss schon wieder so eine schöne Linie an ein Privatbahnunternehmen vergeben werden??! Die schönen 628, die dort zurzeit noch eingesetzt werden, könnten doch auch weiterhin von der DB betrieben werden.

  3. Wahrscheinlich weil Neufahrzeuge gefordert waren nur der Behindertengerechtigkeit wegen ;)


  4. Anti DB AG
    17.12.10 um 17:49

    Warum muss schon wieder so eine schöne Linie an ein Privatbahnunternehmen vergeben werden??

    Weil die DB zu teuer und zu inkompentent ist diese Linie zuverlässig zu betreiben. Bei den Privatbahnen ist das Preis-Leistungsverhältnis einfach viel besser als beim Ex. Behördensuff Deutsche Bahn.

    Die schönen 628, die dort zurzeit noch eingesetzt werden, könnten doch auch weiterhin von der DB betrieben werden.

    Sie gehören wohl zur Gruppe der Trainspotter, die nur bei bestem Sommerwetter mit der Linie fahren und sonst vom Bahnverkehr überhaupt keine Ahnung haben.

    Bei der Fehlkonstruktion 628 die für die Strecke total unzuverlässig ist kann man vor allem im Herbst nur von pünktlichen Fahrten träumen, wenn sie denn überhaupt von Wuppertal-Oberbarmen die Steigung nach Remscheid rauf kommen, daran Scheitern diese Triebwagen ja regelmäßig.

    Außerdem wenn man sich mal anschaut wie viel Trassenkapazitäten diese lahmen Krücken auf der S-Bahn Strecke zwischen Wuppertal Hbf und Wuppertal-Oberbarmen fressen ist das nicht mehr feierlich.

    Aber sowas kann ja ein Trainspotter der alle zwei Jahre mal auf der Strecke fährt nicht wissen.


  5. Geplagter Fahrgast
    17.12.10 um 18:06

    Die DB hat aber auch das Problem, dass sie von Gewerkschaften dominiert wird. Deshalb sind die Löhne da unangemessen hoch. Mit DB Regio Rheinland hätte sie bessere Chancen gehabt.

    Um das Unternehmen wettbewerbsfähig zu machen, sollte man jedem Fahrer pauschal 1.000 Euro im Monat kürzen und alle Fahrkartenabreißer entlassen und durch 1€-Jobber ersetzen.

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