Eisenbahnjournal Zughalt.de

Nachrichten über Eisenbahn und öffentlichen Verkehr

Taxishuttle ins Hochwassergebiet

03.08.21 (NVR, Rheinland-Pfalz) Autor:Stefan Hennigfeld

Viele Hotels in den Regionen Bonn, Köln und Aachen stellen Hotelzimmer für Menschen zur Verfügung, die von der Hochwasser-Katastrophe betroffen sind. Der Nahverkehr Rheinland (NVR), der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) Nordrhein sowie die Deutsche Bahn (DB) und der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) unterstützen dieses Engagement.

„Um den Transport der Menschen aus Regionen, die derzeit nicht mehr durch SPNV und ÖPNV erschlossen sind, zu den Hotels zu organisieren, bauen wir gemeinsam mit den weiteren Projektpartnern einen für die Betroffenen, die so viel Leid erfahren mussten, kostenlosen Taxishuttle auf“, erläutert Heiko Sedlaczek, Geschäftsführer des NVR.

Aktuell sind die Gebiete Kreis Euskirchen, Stadt Rheinbach, Swisttal und das Ahrtal durch das Angebot abgedeckt. Der NVR kontaktiert fortlaufend weitere Taxiunternehmen, um den Transport der vom Hochwasser Betroffenen aus weiteren Kommunen anzukurbeln. Zunächst war geplant, Busshuttles für den Transport der Hochwasseropfer in die Hotels einzusetzen, doch die Bündelung der Fahrten gestaltete sich sehr schwierig

„Wir freuen uns darüber, dass wir als selber stark betroffenes Verkehrsunternehmen in der Region den NVR und die DEHOGA bei der Umsetzung dieses Projektes aktiv unterstützen können“, sagt Benjamin Ey, Verkehrsvertragsmanager von DB Regio NRW im Rheinland. Die DB organisiert, dass die an der Hilfsaktion beteiligten Taxiunternehmen ihre Aufwendungen erstattet bekommen.

Die im DEHOGA organisierten Hoteliers stellen Zimmer mit mehr als tausend Betten kostenlos zur Verfügung. Der DEHOGA übernimmt die Vermittlung zwischen Betroffenen und Hoteliers. „Hierfür haben wir eine Hotline eingerichtet, über die sich vom Hochwasser Betroffene in Nordrhein-Westfalen und im nördlichen Rheinland-Pfalz bei uns melden können. Sie erhalten dort auch gleich die Kontaktdaten der Taxiunternehmen“, erklärt DEHOGA-Geschäftsführer Christoph Becker.

Kommentare sind geschlossen.