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Škoda erhält TSI-Zertifizierung

08.11.18 (Bayern) Autor:Stefan Hennigfeld

Škoda Transportation hat die Zertifizierung TSI von der Agentur EBC für Lokomotiven 109E und für die modernen doppelstöckigen Hochgeschwindigkeitswagen der Triebzüge des München-Nürnberg Express, die für Deutschland vorgesehen sind, erhalten. Die Triebzüge sollen ab dem nächsten Frühling allmählich die alten InterCity-Einheiten ersetzen. Der volle Betrieb der ganzen Flotte der neuen Triebzüge wird im Juni 2019 erwartet.

„Škoda reiht sich zu der Weltspitze der Schienenfahrzeughersteller in der Hochgeschwindigkeitsklasse des Schienenverkehrs. Mit der Ausstellung dieses Zertifikats feiern wir somit einen außerordentlichen Erfolg im Prozess der Homologation, deren Vollendung wir zu Beginn des Jahres 2019 erwarten, nachdem es zu einer endgültigen Zulassung der Triebzüge kommen sollte. Die Vollendung dieses technisch anspruchsvollen Projektes ist Priorität des neuen Vorstandes unter der Führung des neuen Eigentümers, der Investment- und Finanzgruppe PPF, die in Zukunft unsere Geschäftspläne auf dem europäischen Markt unterstützen wird,“ sagt Petr Brzezina, Vorstandvorsitzender und Generaldirektor von Škoda Transportation.

Die Gesellschaft Škoda Transportation stellte für den deutschen Operator Deutsche Bahn Regio sechs moderne Hochkapazitäts-Doppelstocktriebzüge einschließlich sechs Lokomotiven her. Diese Push-Pull Einheiten sind für den Betrieb auf den wichtigsten bayrischen Strecken Nürnberg – Ingolstadt – München vorgesehen.

Die Entfernung zwischen München und Nürnberg fahren sie in einer Stunde und 45 Minuten, sie werden also um 30 Minuten langsamer sein, als die Hochgeschwindigkeitseinheiten ICE. Im September dieses Jahres wurde die Einheit erfolgreich an der internationalen Messe der Schienenfahrzeuge InnoTrans in Berlin präsentiert.

„Die Lieferungen der Einheiten wurden um mehr als zwei Jahre verschoben. Grund des Verzugs bestand vor allem in der anspruchsvollen Entwicklung der druckdichten Wagen, sowie in den Prüfungen der ganzen Triebzüge, welche im normalen Betrieb zum Beispiel in Tunnels die ICE-Einheiten mit der Geschwindigkeit von 300 km/St. treffen werden. Jetzt ist das Projekt der Hochgeschwindigkeits-Doppelstocktriebzüge für den Nutzer DB Region fast fertig und die ersten Passagiere können die Fahrt in den Skoda-Wagen im Frühling nächsten Jahres genießen,“ ergänzt Zdeněk Majer, Vize-Präsident für Handel in Škoda Transportation.

Škoda Transportation ist der erste Lieferant für Deutschland, der ein Fahrzeug mit barrierefreiem Einstieg von dem Bahnsteig in einer Höhe von 760 mm anbietet. Die Push-Pull Einheit erfüllt die strengsten deutschen und internationalen Standards. Die Einheiten sind mit einem druckdichten Kasten ausgerüstet; das ermöglicht andere Einheiten in Tunnels bei hohen Geschwindigkeiten zu treffen, was zu höherer Reisequalität beiträgt. Die Einheiten bestehen aus einem Steuerwagen, einem Schlusswagen, vier eingelegten Wagen und einer Lokomotive der Reihe Emil Zátopek 109E3 von Škoda.

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