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KVB bietet Bikesharing an

28.10.14 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) bieten ab Frühjahr 2015 insgesamt 910 Leihfahrräder an, die vor allem in der Kölner Innenstadt‎ im flexiblen System ausgeliehen werden können. Mit den Leihrädern können die KVB-Kunden ihre Wege noch flexibler gestalten und die Nutzung des Fahrrads mit der Bus- oder Stadtbahnfahrt verknüpfen. Hierdurch lassen sich die Vorteile im Umweltverbund ‎individuell nutzen, ohne auf ein eigenes Auto angewiesen zu sein.

In den rechtsrheinischen Stadtteilen Deutz und Mülheim sowie am Butzweilerhof werden bis März 2015 die ersten Stationen errichtet. In der linksrheinischen Innenstadt, einschließlich der universitätsnahen Stadtteile Lindenthal und Braunsfeld, werden die Leihräder zunächst im flexiblen System „am Straßenrand“, also ohne Stationsbindung, angeboten. Geplant ist, das Angebot in den nächsten drei Jahren auf bis zu 100 Stationen auszubauen. Die Stationen werden sich in Nähe zu KVB-Haltestellen befinden, um einen guten Übergang zwischen den Verkehrsmitteln zu ermöglichen. Durch die Verknüpfung der KVB-Verkehre mit dem neuen Leihradsystem setzt die KVB den Ausbau des Umweltverbundes in Köln fort, der in den vergangenen Jahren bereits durch neue Kooperationen mit Carsharing-Anbietern wesentlich erweitert wurde.

‎Jürgen Fenske, Vorstandsvorsitzender der KVB: „Die Mobilitätsgewohnheiten verändern sich. Insbesondere in den Großstädten wollen die Menschen mobil bleiben ohne unbedingt ein eigenes Auto zu besitzen. Die KVB-Angebote auf elf Stadtbahn- und 56 Buslinien bilden das Rückgrat des Kölner Umweltverbundes. Dieser wird jetzt noch interessanter, weil die erste bzw. letzte Meile komfortabel mit Leihrädern zurückgelegt werden kann.“ ‎Durch das Leihradangebot kann die KVB neue Stammkunden gewinnen, für die der öffentliche Nahverkehr bisher nicht die erste Wahl ist. KVB-Kunden, die ein Zeitticket auf der Chipkarte besitzen, erhalten für die Nutzung der Leihräder besondere Konditionen. Insbesondere profitieren sie von 30 Freiminuten je Ausleihe, wodurch in den meisten Fällen die Nutzung der Leihräder für die Stammkunden kostenfrei sein wird.

Franz-Josef Höing, Dezernent für Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr der Stadt Köln: „Mit der Strategie Mobilität 2025 kann Köln den Dauerstau vermeiden und die Mobilität sichern. Die Zunahme des Kfz-Verkehrs führt zur Zunahme des CO2-Ausstosses, zu mehr Schadstoffen in der Luft, zur Ausweitung von Verkehrsflächen – trotz moderner Motorentechnik und trotz E-Mobilität. Deshalb setzen wir in der Strategie Mobilität 2025 auf den starken Partner KVB, der über Bus und Stadtbahn hinaus Menschen bewegt.“ Mit einer bei der Registrierung einmal erteilten PIN meldet der Nutzer sich am Fahrrad direkt an. ‎Für die Einrichtung des neuen Leihradangebots führte die KVB eine europaweite Ausschreibung durch, mit der ein geeignetes Konzept zu wirtschaftlichen Konditionen gesucht wurde. Im August 2014 wurde die nextbike GmbH (Leipzig) beauftragt.

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