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Veolia-Tochter OLA vor ungewisser Zukunft

30.06.12 (Mecklenburg-Vorpommern) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Ostseelandverkehr GmbH (OLA), die zu siebzig Prozent dem französischen Mischkonzern Veolia und zu dreißig Prozent dem Schweriner Nahverkehrsunternehmen gehört, steht vor einer ungewissen Zukunft. Die Stammstrecke zwischen Uekermünde / Pasewalk und Bützow steht vor der Neuausschreibung – dort soll Veolia dem Unternehmen untersagt haben, ein Angebot abzugeben. Wie es dort weitergeht, bleibt abzuwarten.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) spricht davon, dass 150 Arbeitsplätze betroffen seien. Auch aus weiteren Branchenkreisen wird die Information, dass die OLA sich nicht mehr um ihr Bestandsnetz bewerben wird, bestätigt. Hintergrund ist vermutlich der anstrebte, aber stockende Verkauf der Verkehrssparte des Veolia-Konzerns. Veolia scheut Insidern zufolge die Investitionen in neues Rollmaterial.

Veolia ist einer der sechs großen Privatbahnbetreiber in Deutschland – tritt jedoch häufig mit regionalen Partnern auf, die eigenständige Unternehmen vor Ort führen. Wie die Ostseezeitung berichtet, habe sich ein Mitarbeiter jedoch über das Verbot des Mutterkonzerns hinweggesetzt und das intern bereits ausgearbeitete Angebot doch abgegeben. Ob das zutreffend ist, ist momentan nicht absehbar, auch die Frage, ob das Angebot gültig ist oder nicht, müssten dann Juristen beantworten. Es würde um die Frage gehen, ob derjenige, der die Bewerbung im Namen der OLA eingereicht hat, auch dazu befugt war.

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