Eisenbahnjournal Zughalt.de

Nachrichten über Eisenbahn und öffentlichen Verkehr

Fehler in der bei Stuttgart 21 verwendeten Stresstest-Software „Railsys“

01.03.12 (Stuttgart) Autor:Niklas Luerßen

Wie die Stuttgarter grünen Abgeordneten Brigitte Lösch, Muhterem Aras und Nikolaus Tschenk mitteilten, sind sie von WikiReal auf einen Fehler in der Software „Railsys“ der Firma RMcon aufmerksam gemacht worden, die für den Stresstest von Stuttgart 21 verwendet wurde. Der Fehler bezieht sich auf den Zeitpunkt der Signalstellung bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof und wirkt sich insbesondere bei verspäteten Zügen aus. Die Folgewirkung ist eine Kapazitätssteigerung des Tiefbahnhofs in der Simulation. Aus Sicht der drei Stuttgarter Abgeordneten handelt es sich damit um eine berechtigte fachliche Frage, deren Auswirkungen aber derzeit nicht abgeschätzt werden können.

„Dem Fehler muss nachgegangen werden“, sagt Brigitte Lösch, „Unsere Empfehlung ist es, das Ausmaß der Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des Stuttgarter Hauptbahnhofes durch zusätzliche ergänzende Gutachten bzw. Simulationen prüfen zu lassen.“ Zurzeit überprüft das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur den Sachverhalt.

„Selbstverständlich können wir erst über mögliche Konsequenzen nachdenken, wenn sich die Vorwürfe erhärten und belastbare Unterlagen vorliegen“, so Aras und Tschenk abschließend.

Solchen Fragen offensiv nachzugehen, das gehört für die drei grünen Stuttgarter Abgeordneten Aras, Lösch und Tschenk zu einer konstruktiv-kritischen Begleitung des Projekts dazu.

43 Responses


  1. Roland Adam
    01.03.12 um 15:18

    Wer hatt denn die Grünen aus dem Dornröschenschlaf gerissen ? Sind ja brandaktuell und wild entschlossen -dem nachzugehen was schon vor Südflügelabbruch und der Umwandlung Schlossgarten -zu Kretschmanns Garden bekannt war —-Für mich ist das nur noch Stimmenfang –

  2. Pingback: Medienberichte 1.3. | Bei Abriss Aufstand

  3. Ist doch egal ob mit oder ohne Fehler, wird doch eh mit dem Kopf durch die Wand gebaut. Die Bahn wird sich aber noch umgucken und den Prolern wird das dämliche grinsen auch noch vergehen.

  4. Ich glaube, dass nach Bekanntwerden dieses Softwarefehlers das ganze Projekt Stuttgart 21 auf einen Schlag wieder offen ist…

  5. Den Projektbefürwortern ist es völlig egal, was S21 leisten kann. Es geht nicht um leistungsfähige Infrastruktur, es geht um den Rückbau von Infrastruktur und um tolle Immobiliengeschäfte und vielleicht geht es auch um die Daueraufträge für die Tunnelsanierungsarbeiten im Gipskeuper – cash in the täsch – sonst nix.


  6. Opa Kolja
    01.03.12 um 16:51

    Es beschleicht einen das ungute Gefühl,dass der Fehler von der Bahn zumindest „billigend in Kauf genommen wurde“.Nachdem was wir hier in Stuttgart von der Bahn und ihren projektförderpflichtigen Partnern schon so alles an „Tarnen und Täuschen“erfahren mussten.Wenn das V.-Ministerium geprüft hat und sich der Vorwurf bestätigte,sollte sofort ein Moratorium vereinbart werden.Das Geißler/sma-Kombimodell,noch besser K21plus,sollte dann das unnötige Wahnsinnsprojekt S21 ablösen.

  7. Man muss der Sache im Detail nachgehen, möglich wäre eine höhere Verspätungsübertragung auf andere Züge. Dazu muss man jede einzelne Abfahrt im Test ansehen. Ob dadurch die maximale Kapazität von S21 sich verringert, kann man ohne Detailanalyse nicht beurteilen. Alles andere wäre unseriös.

    Und natürlich ist es auch der Bahn AG und vielen anderen Projektbefürworten nicht egal, welche Kapazität sie bekommen. Deshalb hoffe ich, dass die Bahn darauf eine qualifizierte Antwort geben wird.

    Übrigens ist die maximale Kapazität von S21 nicht genau bekannt, liegt aber sicher etwas höher als 49 Züge in der Stunde. Der Stresstest wurde aber von vorneherein nur mit der Vorgabe von 49 Zügen durchgeführt. Um die Kapazitätsgrenze tatsächlich zu bestimmen, müsste man die Zugzahl so lange erhöhen, bis das System instabil wird und sich Verspätungen auch langfristig aufbauen. recht sicher würde das auch bei 50 oder 52 Zügen noch nicht passieren. Der Aufwand wäre aber natürlich immens, zumal man, um die Züge im Land überhaupt sinnvoll unterzubringen, auch einzelne Strecken ausserhalb Stuttgarts ausbauen müsste (Das wäre bei jeder anderen Bahnhofplanung genauso).


  8. Stefan Federspiel
    01.03.12 um 17:53

    Das dieser Softwarefehler nicht, wie bisher einfach weiter ignoriert wird ist zumindest ein kleiner Fortschritt. Ansonsten an Blödheit und Verlogenheit nicht mehr zu überbieten. Die Vorwürfe auf Wikireal.org sind seit Monaten bekannt und wesentlich gravierender in ihren Auswirkungen. Fragt sich, ob das Verkehrsministerium nun nur den Softwarefehler „prüft“ oder auch das. Nach dem, wie vom Verkehrsministerium vor der Volksabstimmung die Feststellung der Kopfbahnhofsleistung sabotiert wurde ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein seriöses, neutrales Gutachten eingeholt wird, dass den Betrug Gerichtsfest nachweist.

  9. Grüne so nicht! Das ist Verarschung hoch drei, jetzt wo die Bäume gefällt sind und ihr bisher nichts getan habt außer sich hinter der VA zu verstecken. Jetzt merkt ihr, dass die Wähler euch in scharen davonlaufen und nun wollt ihr ein bisschen gut Wetter machen das glaubt doch niemnad wirklich mehr.
    30 Jahre habe ich euch gewählt, Hoffnung auf euch gesetzt aber ihr habt bei S21 nicht mal das minimalste getan, die Auswirkung lass ich da sogar außen vor. Im Zeugniss müsste stehen sie haben sich nicht mal bemüht, das ist das schlechtest was in einem Zeugniss stehen kann.


  10. Martin Müller
    01.03.12 um 22:42

    Ich glaube nicht an einen Systemfehler, denn dann wäre die DB nicht haftbar zu machen für ihre Lügen und Betrug den sie begangen hat. Das GWM ist immer noch illegal. Wer auf illegales aufbaut der macht alles was danach kommt nicht legal. Unsere Justitz hat im vollem Umfang versagt und oder das Recht gebeugt oder sogar gebrochen ; allen voran SA Häussler.


  11. Peter Gruber
    02.03.12 um 00:13

    Die Frühlingsboten künden von heraufziehenden OB-Wahlen im Herbst – und plötzlich erwachen die „grün-hinter-den-Ohren“-Politiker aus dem Winterschlaf ? – Hallo ? – Hat Euch keiner erzählt, dass das schon am 24.11.2011 bekannt gemacht wurde ? — Jetzt geht ihr dem nach ?

    „Naja, besser wie nix …“ (O-Ton Wölfle nach der sog. „Schlichtung“)

    Mag sein, dass die „Stadt-Grünen“ dem Kreis der „Landes-Grünen“ nicht ganz folgen mögen … ich hätte mir früher Widerstand und Leben in der Debatte gewünscht. Haut das dann wenigstens der DB VOR oder BEI der Lenkungsausschuss-Sitzung um die Ohren !
    – Unglaublich sowas !

    Wahlstimmenfang in Grün ? – Schadensbegrenzung für H.Kuhn ?
    – Nein Danke !

  12. @Jack
    Ihre Einschätzung, dass S21 mit der Kopf-durch-die-Wand Taktik gebaut wird, teile ich. Ich bezweifle aber, dass sich die Proler nach der Fertigstellung des Bahnhofs umgucken werden, oder ihnen das Grinsen vergeht. Nach meiner Erfahrung gibt es unter den täglichen Zugfahrern nur wenige, die S21 befürworten. Die Proler finden sich fast ausschließlich unter Nichtbahnfahrern und denen ist es scheißegal, ob der Bahnhof funktioniert, oder nicht. Umgucken und ärgern werden sich also (fast) nur die S21-Gegner, die mit dem Schattenbahnhof jeden Tag leben müssen. Die einen entscheiden, wie die anderen zu leben haben.


  13. Opa Kolja
    02.03.12 um 09:30

    Schön,dass das V.-Ministerium wenigstens „prüft“.Bis zur nächsten Sitzung des Lenkungskreises ist genügend Zeit,aber dann sollten Taten folgen.Sofern es der rote Koalitionspartner mit Schmiedel-21 zulässt.Darin liegt das Problem.Wenn die Grünen in Sachen S21 nicht völlig unglaubwürdig werden wollen,müssen sie mit „ihren“ roten Regierungsgenossen eben knallhart auf Kollissionskurs gehen.Denn Wahrhaftigkeit und Selbstachtung geht immer noch vor Koalitionserhalt.


  14. Michael Kempf
    02.03.12 um 12:39

    Das Thema ist bekannt und wurde im Stresstest erwähnt (21.07.2011, S. 187

    3.1.1 Fahrstraßenbilde- und -auflösezeiten

    Das Simulationsmodell kennt keine Abfertigungszeit. Zeigt ein Ausfahrsignal erst ab dem Moment der planmäßigen Abfahrt die freie Ausfahrt, so erfolgt die Ausfahrt um die Abfertigungszeit zu früh…..Hilfsweise wird dem in der Sensitivitätsanalyse so begegnet, dass die Fahrstraßenbildezeiten auf hohe Werte gesetzt werden

    Es handelt sich also nicht um ein Vertuschen. Regt euch ab.

  15. Dachte das sich hier vielleicht ein paar Personen finden die sich etwas mit dem Programm auskennen, aber alles was man ließt sind irgendwelche Brandreden …

    Aber wieso wurde dieser Fehler erst jetzt entdeckt?
    Das Programm wurde ja schon öfters verwendet …
    Und was hat eigentlich die SMA gemacht?

  16. Klar, die Software enthält natürlich nur Fehler, die das Stresstestergebnis verbessern. Fehler, die sich negativ auf die Simulation auswirken, sind natürlich zu 100% nicht möglich.
    Ich bin mal gespannt, welche Sau demnächst durchs Dorf getrieben wird…

  17. Natürlich ist das ein Wahlkampfmanöver, um vom desaströsen Zustimmungsverlust für die Grünen abzulenken. Die Probleme des Stresstestes sind seit November 2011 bekannt und auch nachgewiesen. Die Bahn hat bis heute darauf keine sachliche Antwort gegeben. Der Softwarefehler ist nur das Tüpfelchen auf dem i. Der Stresstest war ein gross angelegter Betrug. Die Bahn hat im Zusammenhang mit S21 noch niemals wahre Informationen gegeben. Selbst auf sachliche Nachfragen wird den Bürgern frech ins Gesicht gelogen. Das kostet dieses mafiöse Gesindel nicht einmal mehr ein Schulterzucken. Doch das wahre Ärgernis ist die Politik und allen voran die Grünen, die sich einer Aufklärung der ganzen Mißstände, seit sie gewählt sind, verweigern. Da kommt es jetzt auf ein aufgeregtes Herumgackern wegen einer Nebensächlichkeit, wie dem Softwarefehler auch nicht mehr an. Ich habe von den Grünen so gut wie nichts zu den Manipulationsvorwürfen beim Stresstest gehört. Hätte jemals die Absicht bestanden das ernsthaft zu prüfen, so hätte es bis zum Abschluß der Prüfung keine weiteren Baumaßnahmen geben dürfen. Die Regierung ist weder Willens noch fähig sich mit den Machenschaften der Bahn konsequent auseinander zu setzen. Regierungserhalt und Rücksicht auf die SPD sind wichtiger.
    Nun prüfen sie schon seit Wochen, keiner weiß was und mit welchem Ziel. Nachdem sie jetzt zugelassen haben, dass der Bahnhof und der Schlossgarten zerstört werden konnten, glaubt doch keiner mehr, dass diese Prüfung zu irgend etwas substantiellem führen wird. Die drei Landtagsabgeordneten sprechen nun im Zusammenhang mit dem Softwarefehler von einer kritisch-konstruktiven Begleitung. Wie peinlich ist das denn. Was ist an einem verlogenen, betrügerischen Projekt konstruktiv kritisch zu begleiten. Es ist einzustellen, solange es noch so etwas wie eine für alle gültige Rechtsordnung in diesem Land gibt und die Verantwortlichen, die diesen Betrug begangen haben, sind zur Rechenschaft zu ziehen. Strafrechtlich betrachtet ist die Stresstest-Affaire sogar ein Fall von schwerem Betrug. Aber wer in diesen heruntergekommenen Ermittlungsbehörden wird da schon Anklage erheben. Da können wir alle warten bis zur ersten Tunnelsanierung, die dann den gesamten Bahnverkehr im Grossraum Stuttgart zum Erliegen bringen wird. Schildbürger waren im Vergleich mit diesen Wahnsinn noch vernunftbegabte Wesen.

  18. Wir haben so etwas wie eine gueltige Rechtsordnung in diesem Land. Und diese VERHINDERT es leider den Gruenen mehr zu tun als sie tun. Und so tragisch es auch in diesem Falle ist, wird jedem der nachdenkt auffallen, dass es grundsaetzlich gut ist, dass eine Landesregierung eben nicht willkuerlich ein planfestgestelltes Projekt einfach so stoppen kann. Denn es waere willkuerlich – aus rechtlicher Sicht.

  19. Stuttgart 21 ist doch noch ein „kleiner Betrug“ im Gegensatz zu Handlungen welche Madame Merkel so veranstaltet…

    Wie siehts da eigentlich aus? Ermittelt da schon der Staatsanwalt wegen Vorteilsgewährung? Da wahr doch mal der feine Herr Ackermann von der Deutschen Bank und dem Internationalen Banken Verband im Bundeskanzleramt seinen Geburtstag feiern und auf der anderen Seite hat Merkel ihnen im Falle Griechenland ordentlich Geld rübergeschaufelt und die Marktwirtschaft einfach mal ausgeschaltet…

    5 Milliarden für eine Abwrackprämie verschenkt, welche einfach so verpufft sind, verabschiedet weil gerade Wahlen anstanden.

    Da ist Stuttgart 21 „Kleinvieh“ dagegen.

  20. Das Simulationsmodell kennt keine Abfertigungszeit. Wird in der Simulation aber berücksichtigt. Ganz alte Kamelle. Die Grünen machen sich mit diesem Vorstoß lächerlich.

  21. Lieber QQ, ich möchte da doch antworten.
    Ja wir haben eine Rechtsordnung und ja ich bin durchaus dafür, dass alle diese Rechtsordnung als Grundlage unseres Zusammenlebens akzeptieren.
    Aber alle meint auch alle und nicht zu dieser Rechtsordnung passt, wenn ah Planfeststellungen durch Mauscheleien, Lügen und Betrug zustande kommen. Was noch viel weniger geht ist, dass es kaum Möglichkeiten gibt, gegen solche Machenschaften vorzugehen und die Fakten aufzuklären. Und was auch nicht geht ist, dass es einen Unterschied macht, ob ein einzelner Bürger sich so verhält oder ein Unternehmen, wie die Bahn. Ich habe die unverschämten Lügen der Bahn-Verantwortlichen selber live bei diversen Veranstaltungen erlebt. Ich habe auch die unverschämten Lügen der politisch Verantwortlichen (Stichwort: Ausstiegskosten) noch gut im Ohr. Die Grünen treibt auch nicht willkürliches Handeln um, sondern der Regierungs- und Machterhalt. Konsequent wäre gewesen den Konflikt mit der SPD auszufechten und darauf zu bestehen, dass die ungeklärten Fragen geklärt werden, bevor dieses unsägliche Massaker in der Stadt stattfindet.
    Es hätte die Grünen auch keine Rechtsordnung gehindert sich wenigstens im Namen der Regierung bei den Opfern des 30.9. zu entschuldigen und anstatt sich Ämter und Pöstchen zu verschaffen, die Betroffenen für den widerrechtlichen Einsatz zu entschädigen. Dies nicht zu tun ist genauso ein Verstoss gegen die Rechtsordnung und das ist durch nichts zu entschuldigen.


  22. K. Neumann
    04.03.12 um 20:58

    Herr Dr. Engelhardt hat nicht nur Lebenszeit sondern auch Ersparnisse in seine Untersuchungen gesteckt, um dann auf einen grünen Ministerpräsidenten zu treffen, der den Betrugsvorwurf Dr. Engelhardts dahin gehend beschied, dass wir in einer Demokratie und nicht in einer Expertokratie lebten und somit der Souverän über der Sache stehe und der habe nun mal für die Finanzierung von S21 entschieden. So der MP zu Engelhardt.

    Allein das müsste diesem MP wegen dem Land schadender Unfähigkeit den Sessel kosten.

    Bei den Bäumen des Schlossparks hat derselbe MP dann Experten, die nach Meinung des MP mehr wüssten als Geissler, über dessen Schlichterspruch gesetzt, um die Bahn finanziell und die Koalition politisch durch eine höhere Fällrate zu schonen. Soviel zum Charakter des ersten Mannes im Lande.

    Nun ist für mich die Frage: wenn Dr. Engelhardt durch seine Arbeit dem Land Milliarden spart und den Grünen eine politische Schlappe und Blamage ohne gleichen, schmücken die Grünen sich dann still mit den Federn Engelhardts und weisen das als ihren Erfolg aus oder denken sie dann auch daran, dass da jemand ziemlich viele Opfer gebracht und seiner Familie manchen Verzicht für die Sache auferlegt hat? Die Antwort lässt sich sowohl am Verhalten des MP als auch an dem der grünen Abgeordneten bereits jetzt ablesen. Frage: was ist unter Grün politisch anders als unter Mappus??? Antwort: selbe Banane andere Schale.

    Und wenn wir die angekündigte grün-rote Bürgernähe und Transparenz der Politik hätten, warum hält dann der SPD-Innenminister des Landes die Liste mit den Spendengeldern unter Verschluss? Ich denke dort liegt die Erklärung für das Verhalten von Schmid, Schmiedel und Drexler in der Sache. Ich wünsche diesen Herren und noch einigen mehr aus dieser SPD denselben ehrenhaften Abgang, den Wulff gehabt hat. Und der kommt.

    Keiner, der noch irgendwie bei Trost ist, kann auch nur einer der etablierten Landesparteien noch einmal bei einer künftigen Wahl seine Stimme geben.


  23. Heinz Becker
    05.03.12 um 09:16

    Herr Dr. Engelhardt hat nicht nur Lebenszeit sondern auch Ersparnisse in seine Untersuchungen gesteckt, um dann auf einen grünen Ministerpräsidenten zu treffen, der den Betrugsvorwurf Dr. Engelhardts dahin gehend beschied, dass wir in einer Demokratie und nicht in einer Expertokratie lebten und somit der Souverän über der Sache stehe und der habe nun mal für die Finanzierung von S21 entschieden. So der MP zu Engelhardt.

    Betrugsvorwürfe sind kein Fall für den MP, sondern für den Staatsanwalt.
    Im Übrigen hätte der MP aus politischer Sicht durch seine Unterstützung die Untersuchung nur entwerten können.

    Schließlich muß man um politisch zu punkten und etwas zu bewegen, Befürworter des Projekts dazu bringen, zumindest stillzuhalten – was bei zu offensichtlicher Nähe zu „grünen Zukunftsverweigerern“ (und was da sonst noch alles an Kosenamen gefallen ist) massiv erschwert wird. In einer Demokratie entscheiden eben politische Mehrheiten (die – insbesondere dank einer an der Basis eher gespaltenen Position der SPD – pro St***g*** 21 ist). Und die unbequeme Wahrheit „Auch die Mehrheit kann sich irren“ hat seit Bundespräsident von Weizäcker keiner mehr in den Mund genommen…

    Und wenn man nicht politisch – sondern z. B. juristisch etwas bewegen will – muß man eben an die richtige Stelle gehen. Und die ist (s. o.) definitiv nicht der Ministerpräsident.

  24. Jetzt mal ganz ehrlich: Hatte denn Irgendjemand damit gerechnet, dass die Daten nicht gefälscht würden? Ob da jetzt fünf oder zwanzig Milliarden verballert werden, oder ob Hunderte bestochen werden oder oder oder. Es geht doch um Cash. Vor allem um Staatsknete. Da ist die Lüge doch erlaubt! Da muss letztlich dazu gesagt werden: Das haben die aber gut gedreht!


  25. Anonymer Fefe Leser
    12.03.12 um 20:04

    also DAMIT konnt ja wohl absolut NIEMAND rechnen!!! Ein Fehler ZUGUNSTEN von S21, soso. Honi soit qui mal y pense.

  26. Pingback: Stresstestsoftware fehlerhaft? | Bei Abriss Aufstand

  27. kurz vor der Landtagswahl im Saarland, wo die Grünen rauszufallen drohen, so eine Meldung. Welch ein Zufall. Jaja.


  28. Anonymer Fefe Leser
    12.03.12 um 22:36

    hä? wie soll das dem Grünen helfen? Die sind doch jetzt FÜR S21

  29. Man kann sich beruhigen, das Verkehrsministerium ist seit Wochen über diesen Sachverhalt informiert und es geschieht nichts. Dass den Wikireal-Leuten zugesagte unabhängige Gutachten ist bis heute nicht beauftragt.
    Die Grünen werden hier rein gar nichts tun und daran ändern auch die halbherzigen Bemühungen der 3 Landtagsabgeordneten nichts. Wir werden uns wieder irgendwelches grüne Geschwafel anhören können und am Ende wird uns Papa Kretschmann erklären, dass seit der Volksabstimmung naturwissenschaftliche Sachverhalte nicht mehr gelten. Wahrheit ist für diesen Herrn eine metaphysische Frage und keine Sachverhalt.

  30. Pingback: Ups, Fehler in S21-Simulation « stohl.de

  31. Pingback: Stuttgart 21 - Seite 73 - Aktienboard

  32. Pingback: Hinweise des Tages | NachDenkSeiten – Die kritische Website

  33. Pingback: S21: Stresstestsoftware war fehlerhaft » Stuttgart, Fehler, Bahn, Leistungsfähigkeit, Zügen, Züge » Informelles

  34. Pingback: Nachrichten am Dienstag | Der Nachrichtenspiegel


  35. K. Neumann
    13.03.12 um 16:49

    Sie schreiben aus dem grünen Parteibüro. Sie müssen das wohl so tun.

    Das Anliegen ist in erster Linie ein politisches, auch auf der strafrechtlichen Seite. Nehmen wir einmal das Licht aus Ihrer hier geworfenen Blendgranade, um dem MP Kretschmann unbeschadet Durchgang zu dieser politischen Granadensauerei zu verschaffen, die sich vor unseren Augen entfaltet hat.

    1. die Staatsanwaltschaft ist eine politische Behörde. Ermittlungen werden unter Anfangsverdacht aufgenommen. Wenn der nicht festgestellt wird, dann ist da auch keine strafbare Handlung im Verzug. Der Strafantragstelle kann sich jetzt noch an einen Petitionsausschuss wenden, weil er seinen Antrag ungerecht durch Häussler, Krauth und Konsorten behandelt fühlt. Ich glaube, dieses Spielchen erspart sich jeder klar denkende und klar sehende unter uns. Ihre Sicht von funktionierender Rechtsstaatswirklichkeit dürfen Sie den unbedarften kleinen Kindern verklickern. Sie steht im Himmel geschrieben: Mein Herz ist rein, lieb Kretschimann komm Du hinein….

    2. Ihr Schützling wurde darauf vereidigt, Schaden vom Land abzuwenden. Hier wird Schaden in Milliardenhöhe durch vorsätzlichen Betrug moniert. Und das geht dann der MP so an wie ich das oben abgehandelt habe. Hier der Beleg dazu http://www.fluegel.tv/beitrag/3843 Dazu demokratischer Totalschaden bei der Volksabstimmung. Denn die Abstimmung über die Finanzierung hatte als Voraussetzung das Plus der Leistungsfähigkeit. Die Experten aber werden über alle Abmachungen und Absprachen dann bemüht, wenn des der SPD und dem Machterhalt genehm ist, hier http://newsburger.de/kretschmann-wehrt-sich-gegen-angriffe-39813.html#comment-10356

    Das sind ziemlich widerliche Argumentationsstränge, denen Sie sich da anschliessen, indem Sie diesen Mann verteidigen.

    Ich kenne Herrn Kretschmann aus einem persönlichen Gespräch nach einer Veranstaltung. Nein. Das ist nicht mehr der Kretschmann, der er war. Hier agiert ein völlig anderer Mensch. An diesem Mann gibt es nichts mehr zu verteidigen. Es ist auch keine Dummheit oder Unwissenheit, die den Mann treibt, sondern wie von mir stringent hier belegt genau ausgeklügelter schlechter Charakter geprägt von billiger Parteistrategie. Und für das alles bemüht er dann noch die griechische Philosophie als Zeugen seiner demokratischen Unschuld, was diesen Mann nicht verbessert. Im Gegenteil.


  36. K. Neumann
    13.03.12 um 17:03

    Sie schreiben Unfug. Entschuldigung. Alle Rechtsgeschäfte haben eine Geschäftsgrundlage. Ist diese Grundlage nicht mehr gegeben wie hier bzw. steht Betrug im Raum, dann hat der betroffene Vertragspartner das Recht, die Verträge zu kündigen oder wie hier in dem Fall die verdammte Pflicht, möglichen Schaden in Milliardenhöhe von der Partei abzuwenden, den sie vertritt, indem sie eine Überprüfung durchführt. Hier steht für die Regierung Kretschmann die Straftat der Veruntreuung im Raum. Und zwar im vorsätzlichen und schweren Fall. Das ist ein anderer Rechtsstaat als der, den Sie aus Ihrem grünen Politbüro hier propagieren.


  37. K. Neumann
    13.03.12 um 17:10

    Sorry. Bitte besser so
    Sie schreiben Unfug. Entschuldigung. Alle Rechtsgeschäfte haben eine Geschäftsgrundlage. Ist diese Grundlage nicht mehr gegeben wie hier bzw. steht Betrug im Raum, dann hat der betroffene Vertragspartner das Recht, die Verträge zu kündigen oder wie hier in dem Fall die verdammte Pflicht, möglichen Schaden in Milliardenhöhe von der Partei abzuwenden, die sie vertritt, indem sie eine Überprüfung durchführt. Hier steht für die Regierung Kretschmann die Straftat der Veruntreuung im Raum. Und zwar im vorsätzlichen und schweren Fall. Das ist ein anderer Rechtsstaat als der, den Sie aus Ihrem grünen Politbüro hier propagieren.


  38. K. Neumann
    13.03.12 um 17:19

    In der Ruhe liegt die Kraft. Auch wenn man fort muss. Pardon lieber mod

    Der Satz heisst richtig:

    Alle Rechtsgeschäfte haben eine Geschäftsgrundlage. Ist diese Grundlage nicht mehr gegeben wie hier bzw. steht Betrug im Raum, dann hat der betroffene Vertragspartner das Recht, die Verträge zu kündigen oder wie hier in dem Fall die verdammte Pflicht, möglichen Schaden in Milliardenhöhe von der Partei abzuwenden, die er vertritt, indem er eine Überprüfung durchführt.

  39. Um es nochmal deutlich zu sagen: Es handelt sich hier nicht um einen Softwarefehler, sondern um eine Modellunschärfe. Das ist nicht dasselbe. Der Unterschied ist folgender:

    Ein Softwarefehler passiert aus Versehen, wie Fehler eben aus Versehen passieren. Eine Modellunschärfe ist eine bewusste Vereinfachung beim Modellieren eines komplexen Systems. Solche Modellunschärfen sind etwas ganz normales und jeder Modellierer muss sie irgendwo vornehmen bzw. in Kauf nehmen. Ohne geht es nicht, weil sonst die Modelle derartig komplex werden, dass sie nicht mehr handhabbar sind. Man muss eben wissen, welche Unschärfe an welcher Stelle akzeptabel ist und welche nicht. Das ist das Know-How eines guten Modellierers.

    Herr Frischmann hat in der Stresstestsimulation eine solche Modellunschärfe entdeckt und die Firma RMCon darauf hingewiesen. RMCon hat diese Modellunschärfe bestätigt und dabei gesagt, dass ihre Auswirkung auf das Gesamtergebnis als unerheblich einzustufen ist. Ein ganz normaler Vorgang bei der Diskussion von Modellierungen. Sowas habe ich in meiner beruflichen Praxis laufend.

    Da jetzt von Softwarefehler zu sprechen ist falsch. Schlussfolgerung, dass durch die Modellunschärfe die Leistungsfähigkeit um „grob geschätzt“ 5% überbewertet wird, ist schlicht unseriös. Da habe ich zu den Modellierern von RMCon sehr viel größeres Vertrauen, als zu einem Außenstehenden, der offenbar den Unterschied zwischen Programmierfehler und Modellunschärfe nicht kennt, also von Modellierung komplexer Systeme nicht viel versteht.

  40. Es geht viel einfacher gesagt um eine vorgabenkonforme Modellierung. Der Versuch, die präziesen Vorgaben des bahninternen Regelwerkwerkes in den Bereich einer unbeherrschbaren Grauzone zu rücken zeugt von einer bewussten Ignoranz der gerechtfertigten Kritik. Die Bahn-Profis müssen mit RaylSys in die Lage versetzt werden, die in ihrer Bahnbetriebs-Richtlinie 405 konkret vordefinierten Standards zu Signal-Stellungen und damit zu Fahrstraßen-Bildung und Fahrstraßen-Ausschlüssen zu beherrschen. Ansonsten wäre eine Simulation für eine Milliarden-Investition von zweifelhaftem Wert. Im Klartext: es handelt sich vorliegend mitnichten um eine unausweichliche „Modellunschärfe“, sondern um einen abzustellenden (da leicht abstellbaren) Modelierungs-Mangel, sprich Programm-Mangel, sprich Programm-Fehler. (eine vorprogrammierte interaktive Modellierungs-Führung hat zu diesem Punkt bisher gefehlt, gesonderte manuelle Optionen gibt es aber schon, wurden aber nicht genutzt). Die konkreten Auswirkungen lassen sich mit einem qualifizierten Simulations-Lauf nachweisen (geschätzt sind 5% Leistungs-Verlust zur bisherigen fehlerbehafteten Simulation). So kann auch dieser Punkt bei der „Modellierung komplexer Systeme“ beherrschbar gemacht werden. Natürlich nur, wenn man seine Nebelkerzen zu hause lässt.

  41. das vm baden-württemberg hat schon seit langer zeit das ergebniss der untersuchung vorliegen es wird nur nicht veröffentlich, warum bloß ? der mp von baden-württemberg, wenn auch reichlich spät, hat nun klipp und klar den bau von s21 bestätigt. d.h. wer jetzt noch immer nicht weiß wie der untersuchungsbericht ausfällt der lebt in einer traumwelt. s21 kommt und das ist auch gut so.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.