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Schienenstegdämpfer sollen Bahnlärm verringern

07.05.11 (Sachsen) Autor:Stefan Hennigfeld

Mit Schienenstegdämpfern will die Deutsche Bahn AG dem Schienenlärm zu Leibe rücken. Dabei investiert sie in den nächsten Monaten im Sächsischen Elbtal rund vier Millionen Euro in mehrere zweigleisige Streckenabschnitte in Rathen, Wehlen und Königsstein auf einer Gesamtlänge von fünfeinhalb Kilometern. Die Mittel werden aus dem Konjunkturprogramm des Bundes bereit gestellt. In einer Bürgerversammlung hatten Vertreter der DB und der beauftragten Baufirmen die Technologie vorgestellt und über die Wirkungsweise informiert.

„Bei den Schienenstegdämpfern handelt es sich um Erprobungsträger, von denen sich DB und Bund eine Reduzierung des wahrgenommenen Schienenlärms versprechen“, sagte Lutz Winkler, Produktionschef des Infrastrukturbetreibers DB Netz AG für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen während der Veranstaltung. „Wir sind sehr froh darüber, dass wir gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr die Finanzierung dieser innovativen Lärmschutztechniken im Elbtal mit Geldern aus dem Konjunkturprogramm II des Bundes auf den Weg bringen konnten.“

Der Bundestagsabgeordnete der CDU für die Sächsische Schweiz – Osterzgebirge, Klaus Brähmig, begrüßte ausdrücklich das Projekt der Deutschen Bahn zu Reduzierung des Schienenlärms im Elbtal. Er verwies auch auf die europäischen Dimensionen der Lärmreduzierung. „Auch die Europäische Eisenbahnagentur (ERA) ist hier gefordert, denn die Mehrzahl der Güterzüge im Elbtal kommen aus dem europäischen Ausland. Europaweit einheitliche technische Standards und die Modernisierung der Güterwagen im Hinblick auf Kunststoffbremsen ist ein wichtiges Zukunftsziel.“

Schienstegdämpfer sind mit Kunststoff ummantelte oder teilweise auch rein metallische Resonanzkörper. Sie werden in kurzen Abständen an beide Seiten des Schienenstegs montiert und sollen künftig die Schwingungen des Gleises dämpfen. Das abgestrahlte Rollgeräusch bei der Überfahrt eines Zuges soll auf diese Weise gedämpft und der subjektiv wahrgenommene Lärm vermindert werden. Die Erprobungsphase wird bis Mitte 2012 andauern. Danach können konkrete Aussagen über die tatsächliche Lärmreduzierung getroffen werden.

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