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Planfeststellungsverfahren für den RRX kommt in Gang

07.05.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Wie Harry K. Voigtsberger, Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, mitteilte, hat die Deutsche Bahn AG mit der Vorlage der Unterlagen beim Eisenbahnbundesamt das Planfeststellungsverfahren für den erste Abschnitt zwischen Düsseldorf-Hellerhof und Leverkusen Rheindorf eingeleitet. Hier muss zwischen Langenfeld und Leverkusen Rheindorf ein viertes Gleis gelegt werden.

„Ich bin sehr froh, dass die DB jetzt endlich mit dem ersten Planfeststellungsverfahren für den Rhein-Ruhr-Express beginnt. Wir kommen damit einer besseren Mobilität für NRW einen konkreten Schritt näher. NRW braucht die Kapazitäten dieses zentralen Infrastrukturvorhabens dringend“, so Voigtsberger. Die Landesregierung hatte beschlossen, den RRX mit Hochdruck voranzutreiben und werde nun darauf drängen, dass auch weitere Abschnitte zügig weitergeplant werden.
„Damit ist eine wichtige Etappe genommen worden, damit das Projekt zügig realisiert werden kann“, sagte Voigtsberger weiter. Wenn Baurecht vorliege, sei der Bund gefordert, die Strecke auch zu finanzieren.

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3 Responses

  1. Den Abschnitt bräuchte man von allen Ausbauvorhaben beim RRX wohl am wenigsten, denn davon profitiert nur die S6. Einzige Entlastung für die Fernbahn sind dann die 3-4 Güterzüge am Tag die dann über die S-Bahngleise fahren können.

    Ich hätte mir als erstes Planfestellungsverfahren den Abschnitt Düsseldorf-Reisholz – Duisburg Hbf gewünscht.

    An zusätzlichen Kapazitäten zwischen Düsseldorf und Köln ist man von Zweckverbandseite sowieso kaum interessiert oder wie ist es sonst zu erklären, dass erst ab Dezember 2017 der dritte RE kommt?

    Fehlende Kapazitäten wohl kaum.

  2. Wenn es rein rational nur nach „Willen“ ginge, könnte RE3 oder RE6 über Neuss Hbf und Dormagen nach Köln verlängert werden.

    Der Zug bräuchte zwar 6-8 Min. länger, wäre aber immernoch 10 Min. schneller als die S-Bahn und hätte den Vorteil, dass man quasi von Minden (also der Landesgrenze NDS / NRW) aus bis nach Köln durchfahren könnte.

    Aber man hat sich scheinbar darauf geeinigt, dass man auch hieraus ein politisches Prestigeobjekt machen will.

    Mir würde es reichen, wenn man Duisburg-Düsseldorf 6-gleisig (ich sage bewusst: „wie früher bereits gewesen“!) zurückausbaut und Lünen-Münster zweigleisig.

    Man sollte rund um das Ruhrgebiet aber auch die Alternativen in Betracht ziehen, statt nur allen Verkehr über die Magistrale zu prügeln !
    Die Strecke Oberhausen-Bottrop-Gladbeck-Recklinghausen zum Beispiel wird nicht durchgehend mit Personenverkehr bedient, obwohl parallel die A3 6-spurig verläuft und jeden Tag brechend voll ist.
    Auf der Strecke Oberhausen-Gelsenkirchen-Dortmund (parallel zur A42) gibt es gerade einmal 2 durchgehende Züge und die Relation Moers-Krefeld (wenigstens Uerdingen mit Anschluss an RE2 oder RB33)-Düsseldorf gibt es im SPNV garnicht (parallel zur A57, jeden Morgen mit 5-10 km in der Stauschau).

    Ob man sich eigentlich noch ärgert (oder den Ärger schon verdrängt hat), dass man mit der Strecke Duisburg – Speldorf – Mülheim – Essen-Altenberg – Essen Nord/Uni – Gelsenkirchen-Ueckendorf – Bochum Nord – Dortmung (ehem. Rheinische Strecke, 2-gleisig, elektrifiziert) erst vor 9 Jahren eine wunderbare S-Bahn-Strecke nach und nach zu einem Radweg (!!!) zurückgebaut hat ?

    Schade also meiner Meinung nach, dass die Verkehrspolitik sich hierzulande hauptsächlich an politischen, statt verkehrlichen Belangen orientiert !

  3. Pingback: Links anne Ruhr (08.05.2011) » Pottblog

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