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Planungsvereinbarung zur Elektrifizierung der Hochrheinbahn wurde unterzeichnet

06.05.11 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Die Dieseltriebzüge könnten auf der Hochrheinbahn schon bald Vergangenheit seinGestern unterzeichneten die Verkehrsministerin des Landes Baden-Württemberg, Tanja Gönner (CDU) und der Baudirektor des Kantons Schaffhausen, Regierungspräsident Reto Dubach eine Planungs- und Finanzierungsvereinbarung zur Elektrifizierung der Hochreheinbahn von Basel über Schaffhausen nach Singen. Damit wurde ein erster Schritt zur Umsetzung dieses wichtigen grenzüberschreitenden Verkehrsprojekts vollzogen.

Als nächstes werden die ingenieurmäßigen Planungen bezüglich des Vorhabens aufgenommen. Das Land Baden-Württemberg und das Kanton Schaffhausen erhoffen sich durch das Vorhaben große Vorteile. So sollen in Zukunft mehr Züge auf der Strecke durchgebunden und mit einheitlichem Fahrzeugmaterial verkehren.

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Die Aufgabenträger erhoffen sich durch einheitliches Fahrzeugmaterial bei allen Zuggattungen auf der Strecke eine Reduzierung der Kosten im Zuge der Neuvergabe der Verkehrsleistungen. So möchte man mit den ersparten Geldern zusätzliche Verkehrsleistungen bestellen und das Nahverkehrsangebot attraktiver gestalten.

Ein externer Gutachter hat bereits einen Fahrplan für die elektrifizierte Hochrheinbahn entwickelt, dieser bietet optimale Anschlüsse an den Fernverkehr in Basel Badischer Bahnhof und Singen. Außerdem ist er stufenweise umsetzbar, so wurde eine Weiterführung der Verkehre weiter nach Friedrichshafen bei Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn berücksichtigt.

Die Verantwortlichen führen an, dass das dichte Fahrplanangebot auf der Hochrheinstrecke eine Elektrifizierung rechtfertigt und aus ökonomischen, sowie ökologischen Gesichtspunkten sinnvoll ist. Damit würde die Lücke im elektrischen Bahnnetz zwischen Basel Badischer Bahnhof und Schaffhausen geschlossen. Der Kanton Schaffhausen sieht in der Elektrifizierung die Voraussetzung zur Stärkung der Direktverbindung zwischen den Städten Basel und Schaffhausen.

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Die Gebietskörperschaften entlang des Hochrheins und die Deutsche Bahn haben ein Finanzierungskonzept entwickelt, dass auch von der Hochrheinkommission und dem Kanton Basel-Stadt unterstützt wird. Die Kosten für die ersten beiden Planungsstufen, die die Grundlagenermittlung und die Vorplanung umfassen, belaufen sich auf 3,25 Millionen Euro und werden zusammen von Deutscher und Schweizer Seite getragen.

Die Inbetriebnahme der elektrifizierten Strecke wird bis Ende 2016 angestrebt. Zuvor müssen sich die Beteiligten und die Deutsche Bahn als Infrastrukturbetreiber auf ein Finanzierungskonzept für die weiteren Planungsschritte und den Bau einigen. Die Kosten für das Projekt werden auf 110 Millionen Euro geschätzt.

Für den Schweizer Abschnitt zwischen Schaffhausen und Erzingen wurde das Bewilligungsverfahren bereits gestartet. Das Schaffhauser Kartonparlament berät derzeit über eine Kreditvorlage für den Bauabschnitt mit geschätzten Kosten in Höhe von 27,3 Millionen Euro. Im Herbst soll in einer Volksabstimmung über das Projekt entschieden werden.

Bild: Sven Stei?nke

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18 Responses


  1. Max Lüthi
    06.05.11 um 11:30

    Elektrifizierung:

    Das ist noch lange nicht sicher, dass da elektrifiziert wird. Der Schaffhauser Stimmbürger soll an der Urne im kommenden September 35 Mio. Franken bewilligen, was danach in das Bundeseisenbahnvermögen der BRD übergehen würde – ohne Abgeltung von deutscher Seite an den Kanton Schaffhausen und über die Fahrkarten und die Netzugangsverodnung noch mal anteilig an die Fahrleitung (DB Netz AG) bezahlt wird – niemals (DB Strecke auf Schweizer Boden, Erzingen Schaffhausen)

    Eleketrifizierung Hochrhein – wahrscheinlich eher nicht, das Projekt ist gut – aber nicht so finanzierbar und wird vermutlich vom Bürger so nicht bewilligt werden (Das sind pro Steuerzahler im KT. Schaffhausen rund 700 bis 1000 Franken) (Erzingen Schaffhausen, DB Strecke).

    Immerhin erwartet die deutsche Seite nochmals eine Mitfinanzierung von rund 50% der Hochrhein Strecke von Erzingen bis nach Basel DB (auf deutschem Gebiet). Das wäre 55 Mio Euro ohne die beiden Tunnelvergrösserungen auf deutscher Seite.
    Liebe Süddeutschen Bürger – sind wir, die Eidgenossen, die mit den Spendierhosen, oder was?
    Sicher nicht! Finanziert EUREN Verkehr gefälligst selber, zumindest solange der 4 Spurausbau am Oberrhein geblockt wird und der Bypass Basel ebenfalls.
    Schliesslich verdienen viele von Euch das Geld auf der Schweizerseite und wegen dem desolaten Währungskurs Euro zu Franken noch rund jährlich eine Milliarde Franken wir Schweizer noch zu Euch über die Grenze tragen pro Jahr….
    Wer zahlt die Folgeschäden auf unserem SBB Hochleistungsnetz auf Grund von Fehlplanungen und Einsprachen auf deutscher Seite? Ihr etwa? Daran glaube ich genau so wenig wie an das Märchen namens Aschenputtel, oder?
    Ein Schaffhauser Stimmbürger.

  2. Man sollte aber auch nicht vergessen, dass über die Hochrheinbahn die schnellste Bahnverbindung zwischen den Schweizer Städten Schaffhausen und Basel besteht. Nicht wenige Schweizer nutzen die InterRegioExpress-Züge für Binnenrelationen, deshalb dürfte auch von Schweizer Seite ein gewisses Interesse zum Ausbau der Strecke bestehen. Genauso steht die Deutsche Seite aber auch in der Pflicht für leistungsfähige Zubringerstrecken zu der neuen Eisenbahn-Alpentransversale zu sorgen.


  3. trainguide
    06.05.11 um 16:33

    @Max Lüthi

    Einfach mit „Nein“ Stimmen. Die Mitfinanzierung wird wohl aufgrund des hohen Anteils des Personen-Transits zu begründen sein. Aber bei aller berechtigten Kritik sitzt man eben auch im Glashaus, wenn eine SBB-Strecke nach Zürich durch deutsches Gebiet führt und damit diese gegenseitigen Vereinbarungen sich so einfach nicht auflösen lassen. Übrigens: Arbeitnehmerfreizügigkeit für die EU Bürger ist die Folge vom Zugang der Schweiz in den EU-Markt.


  4. Matthes Weiss
    06.05.11 um 16:49

    Der süddeutsche Stimmbürger hat mit diesem „Westanflug“ auf Schaffhausen eigentlich noch nie Probleme gehabt – im Gegensatz zum Nordanflug auf Zürich ;-) und kann daher mit dem Status quo leben.

    Daher ist die Elektrifizierung dieses Abschnitts auch schon ein Zugeständnis an die Schweiz, im Gegensatz zur DB und anderen deutschen EVUs haben die SBB (auch die SBB GmbH) keine Dieseltriebwagen für die „Stärkung der Direktverbindung zwischen den Städten Basel und Schaffhausen“ …

    Außerdem wird ein nennenswerter Anteil der Baukosten für den Schweizer Abschnitt in Schweizer Kassen fließen. Schließlich muß das gesamte Baumaterial in der Schweiz gekauft oder bei der Einfuhr in die Schweiz verzollt werden – es sei denn es wird von der Generaldirektion der Badischen Eisenbahnen eingeführt und mit eigenem Personal in eigener Regie eingebaut :-) .


  5. Ulrich Baur
    09.05.11 um 22:21

    Herr Max Lüthi

    Die 35 Mio. CHF betreffen das ganze Schaffhauser Agglo-Programm und nicht nur die Elektrifizierung SH-ERzingen!!
    Ausserdem profitiert der Schaffhauser Klettgau durch die Integration der Strecke SH-ERzingen ins SCHAFFHAUSER S-Bahn-Netz ganz erheblich. Zudem ist klar, wenn WIR SCHAFFHAUSER mehr und moderne und umweltfreundliche Bahn bei UNS wollen, dass wir daran zahlen müssen…
    Schliesslich bezahlt Deutschland schon den Doppelspurausbau Beringen-ERzingen, obwohl dieser nur für den SH-Halbstundentakt nötig ist! Also ist das Ganze ein fairer Kompromiss!

    Und wir müssten genau gleich viel zahlen, wenn es sich um eine SBB-STrecke handeln würde!! So ist das heute nun mal im Regionalverkehr!!

    Bitte informieren Sie sich zuerst fundiert, bevor sie irgendwelche Halb- oder Unwahrheiten von sich geben!

    Für mich (auch Schaffhauser Stimmbürger) gibts nur eins: ein überzeugtes JA zum Agglo-Programm SH und damit zur Elektrifizierung SH-Erzingen!!
    Auch wenn diese Strecke der DB gehört, ist es für mich als Schaffhauser auch MEINE Bahn!!


  6. Max Lüthi
    10.05.11 um 17:09

    Herr Bauer!

    Der Doppelspurausbau ist eine Sache. Es ist eine Deutsche Strecke mit deutscher Bahngesetzgebung und ist quasi ex Territorium in der Schweiz. Die BRD finanziert das als Eigentümer und kann nicht für eine Gegenleistung Elektrifizierung durch den Stimmbürger hingenommen werden.

    Die Gesetzte Schweiz und die der BRD besagen ganz klar, Elektrifizierung ist Bundessache – das wird die BRD aber nicht tun, weil die Notwenigkeit nicht eingesehen wird und vor Allem das Geld fehlt.

    Und wegen dem Informieren, ich habe mich informiert. Wenn Ihnen egal ist, in die BRD 35 Mio. Franken in das Eisenbahvermögen zu spendieren, und Sie mit Ja abstimmen,ist das Ihre Angelegenheit – tun Sie das – Ihr Recht.

    Ich jedenfalls verschenke nicht ein Vermögen an die BRD, die uns am Laufmeter fordert, drängt und und und, und 38 Bahnprojekte mit 1. Priorität formuliert, und dafür lächerliche 1.2 Mia. Euro im Jahr bereitstellt – usw. – das sind lauter leere Versprechungen am Fliessband (Stuttgard 21 und die Oberrheinstrecke sind in den 1.2 Mia. integriert).

    Die DB kann ruhig die Züge an der Grenze stehen lassen – Bern ist gerne dazu eingeladen, die Strecke zu kaufen (lauf Staatsvertrag möglich) und dann so zu betreiben wie es sich gehört. Fragen Sie mal die Pendler was da alles so abläuft?

    Etwa vergleichbar so, wie das „warme Fleisch (so wird der Passagier benannt)“ bei der Brücke in Solingen, wo angeblich die DB Techniker ein neu erfundenes 1 mal 1 angewandt haben (Im Solinger Tageblatt nachlesen – sehr zu empfehlen).

    Der einzige Vorteil ist, dass ein anständiger Verkehr mit Flirts von der SBB erwartet werden kann – aber das war es schon. Ein pünktlicher Verkehr kann hier auch eine DB aufbauen – aber wollen oder können, das ist eine andere Sache, denn sonst, würden die es machen und dann noch von Schweizer Seite 55 Mio Euro erwarten, für die Elektrifizierung Erzingen Basel (ausreichend in der deutschen Presse nachzulesen).

    Und Hand aufs Herz, wenn die BRD beim Doppelspurausbau so viel Geld in die Hand nimmt und die alten Stellwerke Baujahr 1928 von Wilchingen Hallau bis Beringen in Betrieb lassen wird, dann ist schwer zu erraten was effizient ist und was nicht.
    Ob so mit Wenden in Neukirch der 15 Minutentakt klappt ist schwer zu sagen, wenn jeder Zug telefonisch angenommen und abgemeldet werden muss. Und zwischendurch die Schnellzüge Basel Ulm noch platziert sind (5 Züge in jeder Richtung – was einen Tagesschnitt von 240 Zügen entsprechen würde – eine hohe Belastung – (ist etwas weniger als am Gotthard))

    Max Lüthi


  7. Max Lüthi
    10.05.11 um 17:19

    Herr Steinke

    Die Bahn ist ein öffentliches Verkehsmittel. Für den InterRegioExpress von Schaffhausen nach Basel wird ein Billet (Fahrkarte) gekauft, also, was soll das?

    Max Lüthi


  8. Clemens Kistinger
    10.05.11 um 17:48

    Hallo Herr Lüthi,
    dies hat Herr Steinke auch nicht bestritten. Im Gegenteil, er hat es sogar unterstrichen, dass die Schweiz ein Interesse am Ausbau der Strecke haben könnte…


  9. Max Lüthi
    10.05.11 um 18:21

    Hallo Herr Kristinger

    Das Interesse ist wohl unbestritten, nur – bringt Eure Verkehrswege selber in Ordnung, wir bauen ja auch die Neat und bezahlen diese und zwar in Summen, die Deutschland niemals bewilligen könnte oder kann
    und das ohne die Hilfe „von draussen“ – also ran an die Lisa deutsches Parlament, und Gelder freimachen für die 38 1 Prioritäten und eine DB AG betreiben lassen, die von der Bevölkerung akzeptiert werden kann, statt sich am Laufmeter mit Ausreden „herauswinden“, denn, dann geht es nämlich.
    Max Lüthi


  10. Ulrich Baur
    11.05.11 um 15:17

    Herr lüthi

    Wie „seriös“ sie sich „informieren“, zeigt sich schon an ihrer falschen schreibweise meines namens (mit e)…

    Zur sache:
    Als Jurist muss ich Ihnen sagen, dass die DB-Strecke im kanton SH auf uneingeschränkt souveränem SCHWEIZER gebiet liegt!! Sie unterliegt CH-recht, weshalb ein plangenehmigungsverfahren nach CH-Recht durchzuführen ist! Für die SBB-Strecke gilt dasselbe, nur umgekehrt!

    Die DB-linie in der schweiz ist also NICHT „ex-territorial“!! Das dt. „bundeseisenbahnvermögen“ ist bloss zivilrechtlicher eigentümer, analog einer privatbahn in der schweiz! Schienen und fahrzeuge unterstehen CH-Recht, das deutsche EBA hat hier nichts zu sagen!!

    Zudem ist die Elektrifikation SH-erzingen wichtig für den aufbau der SCHAFFHAUSER S-Bahn mit Durchmesserlinien Stein am Rhein-SH-Erzingen und Neunkirch-Thayngen!

    Der Staatsvertrag von 1852 beinhaltet KEINE Gebiets- u. Souveränitätsabtretung gegenüber deutschland und der heute noch gültige vertrag ist mit einer frist von 5 jahren kündbar, worauf die strecke ins eigentum der CH übergehen würde!
    Pro Memoria: nach dem 2.WK stand die strecke 4 jahre unter kommissarischer verwaltung der CH bzw. Der SBB!!

    Also nochmals: studieren sie zuerst die rechtslage, bervor sie irgendwelchen schwachsinn erzählen!


  11. Ulrich Baur
    11.05.11 um 15:34

    Kleine ergänzung an herr lüthi:

    Mit SBB-Strecke auf dt. Gebiet meinte ich neuhausen-jestetten-rafz,welche dt. Recht untersteht und wo wir für den ausbau auf doppelspur, der nur der CH dient, ebenfalls auf dt. Goodwill angewiesen waren und sind!

    Zudem ist der elektrische betrieb SH-erzingen leistungsfähiger, schneller, umweltfreundlicher, leiser und wirtschaftlicher als dieselbetrieb (geringere betriebskosten, kein inselbetrieb mehr)! Dies liegt ebenfalls im interesse des kt. SH, der schliesslich den regionalverkehr SH-Erzingen bestellt und bezahlt! Zudem kann der kt. SH nach der elektrifikation die SBB bzw. Thurbo oder ein anderes CH-EVU mit dem regio- verkehr beauftragen. Dass die gleise in DB -Besitz sind, ändert daran nichts ( freier netzzugang, vgl. SH-Thayngen heute!).

    Im übrigen würde es ihnen gut anstehen, etwas von Ihrem nationalistischen gärtchendenken loszukommen, zumal dieses projekt in erster linie der CH und insbesondere dem kt. SH dient!!!

    Ulrich Baur


  12. Ulrich Baur
    11.05.11 um 16:37

    Hallo

    Noch eine (einstweilen) letzte Ergänzung:

    Es ist nicht mehr als korrekt, wenn die Schweiz und der Kanton SH für Streckenverbesserungen und Modernisierungen von Strecken auf SCHWEIZER Gebiet bezahlen, unabhängig davon, wer nun zivilrechtlicher Eigentümer der Strecke ist.
    Und wie bereits gesagt:
    Wenn die Strecke SH-Erzingen im Eigentum der SBB oder einer anderen CH-Bahn stünde, müssten die geplanten Infrastrukturausbauten ebenso die Eidgenossenschaft und der Kanton SH bezahlen (das könnte die betreffende Bahn niemals aus eigenen Mitteln).
    Handelte es sich um eine SBB-Strecke, befände sich sie im Eigentum der Eidgenossenschaft (und nicht des Kantons SH).

    Zu den Stellwerken:
    Es sind vorab Kostengründe, weshalb SH-ERzingen auch nach Elektrifikation und Doppelspurausbau vorläufig weiterhin mit örtlichen Stellwerken und mechanischen Signalen weiterbetrieben werden soll.
    Es war geplant, gleichzeitig auf Fernsteuerung mit EStW umzustellen. Allerdings beharrt die Schweiz – zu Recht – auf dem Staatsvertrag und damit auf schweizerischer Souveränität und Kontrolle über die Strecke, d.h. die Strecke muss weiterhin autonom von Schweizer Territorium aus gesteuert werden können.
    Deshalb ist die Schweizer Seite zu Recht nicht einverstanden mit einer Fernsteuerung vom fernen Karlsruhe aus, wie die DB es wollte. Deshalb bleibt die örtliche Bedienung einstweilen erhalten, längerfristig ist der Bau eines eigenständigen EStW auf CH-Territorium geplant!

    Sie sehen Herr Lüthi: Die Schweiz verteidigt Ihre volle Souveränität über die DB-Strecke auf IHREM Gebiet!

    Zur Finanzierung:
    Immerhin handelt es sich wie erwähnt um eine Strecke auf SCHWEIZER Gebiet, die bis ERzingen primär CH- und SH-Interessen dient. Deshalb unterstützt auch der CH-Bund das Projekt. Nicht nur der Kanton SH, sondern auch die Eidgenossenschaft ist einverstanden mit dem Projekt und trägt die Elektrifikationskosten mit, und zwar im Rahmen des Agglomerationsprogramms zu 40%!!
    Lehnen die Schaffhauser das Projekt ab, ist das Bundesgeld für SH verloren, und andere Regionen in der Schweiz bedanken sich… Das wäre ein Schaffhauser Schildbürgerstreich erster Güte!

    Zudem:
    Was sagen Sie dazu, Herr Lüthi, dass die Schweiz die Elektrifikation Lindau-Geltendorf (-München) mit 75 Mio. mitfinanziert, obschon KEIN METER davon auf Schweizer Gebiet liegt?!
    Das gabs übrigens schon früher: In den 50er-Jahren beteiligte sich die Schweiz finanziell an der Elektrifikation Karlsruhe-Basel, Bellinzona-Luino etc. und in neuster Zeit beteiligte sie sich mit über 100 Mio. an der Reaktivierung und am Ausbau der „Haut-Bugey“-Strecke in Frankreich, um den TGV-Verkehr Genf-Paris zu beschleunigen. Auch dort liegt KEIN Meter auf CH-Gebiet, die Anlagen sind und bleiben im Besitz der SNCF bzw. RFF und der Ausbau wäre ohne CH-Beteiligung nie zustande gekommen (ebenso Lindau-München).
    Beschlossen ist sodann eine hälftige Mitfinanzierung durch die Schweiz für die Reaktivierung und den Ausbau der rein französischen Strecke Delle-Belfort (Anschluss des Juras an den TGV Rhin-Rhône) und, und, und…
    Da müssten Ihnen ja die (nationalistischen) Haare zu Berge stehen…;-)

    Ulrich Baur


  13. Max Lüthi
    11.05.11 um 17:35

    Herr Baur

    Dass ich Ihren Namen falsch schrieb, dafür entschuldige ich mich.

    Richtig ist aus meiner Sicht, dass es nicht passend ist, in das Ausland soviel Geld zu investieren (ohne Abgeltung)- aber da sind Sie wohl anderer Meinung. Wir sind es, die im Inland eine berechtigte horrende Summe bereitstellten und stellen für den mehr als berechtigten Bahnbau, während sich das benachbarte Ausland nur knapp bemüht, Ihre Infrastrukturen an die Hand zu nehmen – zugesicherte Infrastrukturen.

    Ein Gegner der Projektes Elektrifizierung Klettgau bin ich absolut nicht, im Gegenteil, nur nicht ohne Abgeltung durch die DB und das noch mit einer importierten Fahrleitung (aktueller Wissensstand).

    Es territorial – ich nannte es quasi ex territorial Gebiet, das ist doch noch ein gravierender Unterschied, oder nicht?

    Gerne sende ich Ihnen ein Schreiben zu, von Bundesrat Leuenberger, der schrieb, 2008 (Lokführerstreik, Auszug): „In einem Staatsvertrag wurde festgehalten, dass die Bedienung des Schweizer Teilstückes genau erfolgen soll wie auf den angrenzenden deutschen Strecken –

    …mit allen positiven, aber auch negativen Konsequenzen (was somit den Streik erlaubt).


  14. Ulrich Baur
    11.05.11 um 19:26

    Herr lüthi

    Auch mir wäre eine kündigung des alten staatsvertrags und übernahme der DB-Strecke durch die SBB lieber! Das würde jedoch zu langen und mühsamen verhandlungen zwischen der CH und D führen und das projekt auf unabsehbare Zeit verzögern…

    Da nehm ich lieber „den spatz in der hand als die taube auf dem dach“ und unterstütze die jetzt vorliegende zweitbeste lösung und nehme in kauf, dass die
    Strecke im DB-eigentum verbleibt und von der DB elektrifiziert wird!

    Abgesehen davon wird danach der betrieb ohnehin an die SBB bzw. An
    Ein CH-EVU übertragen, d.h. es gilt dann CH-Arbeitsrecht und das „deutsche streikproblem“ ist gelöst!

    Man kann nicht von investition „ins ausland“ reden, schliesslich wird die investition in der Schweiz wirksam und WIR profitieren davon! Zudem bleibt eine übernahme immer möglich…

    Ob die fahrleitung nun von der DB oder der SBB erstellt wird, ist nebensächlich. Wichtig ist, dass sie nach CH-Norm gebaut wird, und dies ist der fall!! Es wird gleich vorgegangen wie bei der Elektrifikation SH-Singen durch die DB vor 20 jahren, wo die schweiz auch die Hälfte zahlte!

    Alles in allem verdient das projekt deshalb ein klares JA an der Urne, sonst geschieht nochmals jahrzehntelang nichts!

    Ulrich Baur


  15. Ulrich Baur
    11.05.11 um 19:42

    Nochmals:
    Es ist hier eben nicht dasselbe wie im fall Lindau-München oder bei den genannten franz. Strecken, wo es sich in der Tat um investitionen ins
    Ausland handelt… Hier wird CH-Geld auch in der CH wirksam und
    WIR Schaffhauser profitieren davon direkt!

    Und die eidgenossenschaft wollte keine kündigung des Vertrags und rückkauf der DB-Strecke, entsprechende abklärungen in Bern wurden gemacht… Also bleibt dem Kanton SH nur die vorliegende lösung oder sonst nichts:-(

    Was im übrigen alt BR leuenberger sagte, ist nur die simple wiedergabe des staatsvertrags;-)

    U. Baur


  16. Max Lüthi
    11.05.11 um 20:16

    Herr Baur

    Jetzt kommen wir glaube ich uns schon etwas näher.

    Würde gerne so mal eine halbe Milliarde Franken sehen aus deutscher und französischer Seite (nur da ist das Gärtchendenken dann wohl eher in Frankreich und Deutschland vorhanden – als bei uns), um das Herzstück in Basel mit voranzutreiben, was erst einen S Bahn Betrieb in die beiden umliegenden Länder als Durchmesser am Hochrhein und ins Elsass im Durchmesserbetrieb möglich macht. Es würde in unserem Fall. z.B dann heissen, Ulm, Singen Schaffhausen, Waldshut, Basel DB, Basel SBB.

    Der Bund hatte zudem Basel schwer in Sachen S Bahn vernachlässigt mit den aktuellen Engpässen (Basler Aussage).

    Und dann statt dem Wiesenberg Tunnel direkt von Muttenz den Tunnel Bauen bis in die Nähe von Brugg (Wird laut NZZ studiert ( hab die Ortschaft vergessen), der wird lang, Doppelspurig, ohne Personenverkehr). Keine Landkäufe, kein Landerwerb, kein Lärm ab Muttenz bis Brugg). Laut NZZ soll das unwesentlich mehr kosten als der Wiesenberg und ist 18 km weniger lang.

    …. da könnte sich die grande Nation und die Deutschen mal vorbildlich zeigen, und so unseren Kosten mit der Neat, dem Jahrundertbauwerk, honorieren.

    Mit dem Herzstück ist der Bypass nämlich wegfallend, weil vier Spuren über die Brücken dann „nur noch“ den Fernverkehr und den Güterverkehr ohne S Bahn schlucken müssen.

    Mit Gruss


  17. Max Lüthi
    11.05.11 um 20:25

    Herr Baur

    Wenn Sie printecx-ch auf der Suchmaschine eingeben, landen Sie auf meiner home page.

    Da ist die Mailadresse vorhanden, habe auch nichts gegen einen halben Liter roten im Engel in Hallau.

    Mit GRuss


  18. Ulrich Baur
    11.05.11 um 22:47

    Herr Lüthi

    Es freut mich, wenn wir uns allmälich näher kommen;-)

    Ich gebe in Sachen herzstück und S-Bahn-Ausbau in Basel recht! In der Tat profitieren von der dortigen trinationalen S-Bahn auch die Deutschen und Franzosen. Eine angemessene Beteiligung an den Ausbaumassnahmen wäre mehr als gerechtfertigt! Dasselbe gilt für die NEAT-Zufahrten… Aber die Deutschen Verpflichtung im Lugano-Vertrag nicht einmal zustande, die Strecke Karlsruhe-Basel rechtzeitig auf die NEAT-Eröffnung hin auszubauen:-(

    Dennoch: Für SH ist das ausbau- und elektr.projekt im klettgau eine einmalige öV- chance, die es nun zu nutzen gilt!

    Auf ihr Angebot mit dem halben roten im engel hallau komme ich bei gelegenheit gerne zurück, besten dank!:-)

    U. Baur

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