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Hofreiter: Das Kerngeschäft der Bahn bleibt auf der Strecke

01.05.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Anton Hofreiter, verkehrspolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen kritisiert zwei Jahre nach dem Amtsantritt von Rüdiger Grube als Vorstandsvorsitzenden der Bahn die Ausrichtung des Unternehmes. Statt sich auf das „Brot- und Buttergeschäft“ zu konzentrieren, verfolge das Unternehmen weiterhin den Ausbau der Unternehmens zu einem weltweit agierenden Mobilitäts- und Logistikkonzern.

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Und das zum Nachteil der Fahrgäste. Nachweislich seien die Züge häufig unpünktlich und es fehle ein Taktfahrplan, der die schnellstmögliche Verbindung sicherstellt. Das Angebot an Beratung und der Service an Bord müsse verbessert werden. Auch für Eltern mit Kinder, Rollstuhlfahrer, gehbehinderten Personen und Reisende mit Fahrrad müsse eine Reise mit dem Zug komfortabel sein. Doch hier habe Grube bisher keine Initiativen gezeigt.

Leicht verständliche Fahrgastrechte seien notwendig. Gestärkte Fahrgastrechte bedeuten, auf Störungen rechtzeitig hinzuweisen und Ausweichmöglichkeiten zu bieten. Entstandener Schaden müsse in vollem Umfang ersetzt werde. Diese Informationspflicht dem Kunden gegenüber müsse der Bahn vorgeschrieben werden. Die Fahrgäste dürfen nicht länger mit Minimalstandards abgespeist werden.

Die Anwohner von Bahnstrecken dürfen auch nicht länger vernachlässigt werden. Der Bereichen Güterverkehr und Logistik hänge in Deutschland nicht nur von wirtschaftlichen Faktoren ab, sondern auch davon, dass bereits bestehende und weiter wachsende Belastungen für Mensch und Umwelt gesenkt würden. Dies sei nur mit konsequentem Lärmschutz möglich. Doch hier habe nicht nur die Bahn versagt, sondern auch die Politik. Bei der Planung neuer Strecken müsste es mehr Bürgerbeteiligung und eine echte Transparenz geben. Dies seien eine praktikable direktdemokratische Elemente, taugliche Konfliktlösungsverfahren und einen effizienten Rechtsschutz.

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5 Responses


  1. trainguide
    01.05.11 um 14:19

    Wie sieht denn Herr Grubes Fahrplan für den kommenden Winter aus ?
    Werden schon Vorbereitungen getroffen. Je früher, desto besser.


  2. Murmeltier
    02.05.11 um 00:08

    Ist es nicht etwas übertrieben, jetzt schon zu verlangen, dass Vorbereitungen für den nächsten Winter getroffen werden. Die Arbeit der geringfügigen Umformulierung der Entschuldigungen, Halbwahrheiten und Lügen aus dem Vorjahr schafft ein PR-Profi in einem Tag.

  3. Der gute Mensch heisst „Hofreiter“ und nicht „Hofreifer“.


  4. Clemens Kistinger
    02.05.11 um 11:37

    Danke, ich hab soeben den Tippfehler korrigiert.

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