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Deutsche Bahn widerspricht dem Verband privater Bahnen

24.05.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Mit Verweis auf die aktuellen Daten weist die Deutsche Bahn die Behauptungen im Wettbewerber-Report Eisenbahn 2010/2011 zurück, nach dem die aktuellen Zugangsbedingungen keinen funktionierenden und fairen Wettbewerb ermöglichten. Auf dem Schienennetz konkurriere sie mit 340 Mitbewerbern.

In Personennahverkehr hätten die Mitbewerber bezogen auf die bestellten Zugkilometer bereits einen Marktanteil von knapp 22 Prozent und durch die bereits feststehenden Ausschreibungsgewinne würde er sich in den nächsten Jahren weiter erhöhen. Im vergangenen Jahr konnten die privaten Eisenbahnunternehmen 38 Prozent aller vergebenen Zugkilometer für sich gewinnen. Im Güterverkehr betrage der Anteil mittlerweile über 25 Prozent. Dies sind zumeist kleine und kleinste Güterverkehrsunternehmen, aber auch Töchter ausländischer Eisenbahngesellschaften.

Das wird auch von dem Wettbewerbs-Report Eisenbahn 2010/2011 so gesehen. Der Liberalisierungsindex Bahn 2011, auf den sich die Deutsche Bahn bezieht, zeigt lediglich den aktuellen Stand auf, nicht aber die zukünftige Entwicklung.

Die Deutsche Bahn sähe keinen Hinweis darauf, das der integrierte Konzern den Marktzutritt für Wettbewerber behindere und die DB-eigenen Transportunternehmen durch die Infrastrukturunternehmen bevorzuge. Der Zugang zur deutschen Schieneninfrastruktur ist eindeutig gesetzlich geregelt und wird von der Bundesnetzagentur streng überwacht.

Formal wird der Marktzutritt für die Mitbewerber durch die DB Netz AG nicht behindert, faktisch verschlechtern sich aber laut dem Wettbewerbs-Report die Rahmenbedingungen durch die kapitalintensiven Fahrzeugbeschaffungen und Vorgaben in den Ausschreibungen. So hätten sich in den letzten Jahren immer weniger Eisenbahnunternehmen an Ausschreibungen beteiligt.

Die Infrastrukturpreise hätten sich in den letzten Jahren um zwei Prozent erhöht, teilte die Deutsche Bahn mit. Dabei ist natürlich der Zeitraum zu betrachten, von dem im Wettbewerbs-Report Eisenbahn 2010/2011 und von der DB AG ausgegangen wird. Zudem weist Mofair darauf hin, dass für die DB AG die Infrastrukturkosten in der Gesamtbilanz ergebnisneutral bleiben.
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