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Netzwerk Privatbahnen will Stuttgart 21 ad absurdum führen

24.05.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Das „Netzwerk Privatbahnen“, ein Zusammenschluss mehrerer privater Wettbewerber der DB, möchte die Bahnstrecke in den Stuttgarter Hauptbahnhof übernehmen. Hierfür gründen einige Mitglieder des Verbandes eine GmbH, die dann beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) ein Verkehrsbedürfnis für die 2,5 Kilometer lange Strecke zwischen dem Hauptbahnhof und dem Abzweig Rosenstein anmelden wird. Die DB muss diesen Streckenabschnitt öffentlich ausschreiben, bevor sie ihn stilllegen darf. In diesem Ausschreibungszeitraum können dann andere Bahnunternehmen Interesse an diesen Gleisen anmelden.
Das „Netzwerk Privatbahnen“ kann zwar durch diese Maßnahme den Bau von Stuttgart 21 nicht verhindern, kann aber für den Erhalt von ein paar Gleisen im Kopfbahnhof sorgen – und dadurch das gesamte umstrittene Großprojekt in Frage stellen.

5 Responses

  1. Das ist sooo klasse!

    Aber wenn die Bahn meint, sie müsse für viel Geld einen völlig unsinnigen Bahnhof bauen, muss sie sich nicht wundern, wenn sich das Netzwerk Privatbahnen solcher Methoden bedient, um dies zu verhindern. Weiter so!

  2. Ich verstehe diese Aktion als reines In-die-Suppe-Spucken. Der Kaufpreis wird – im Hinblick auf die veranschlagten Grundstückpreise berechtigterweise – außerordentlich hoch und nicht für die Privatbahnen zu stemmen sein. Im Ergebnis wird es nur zu einer Verzögerung kommen, die die Bauträger zusätzliches Geld kosten wird, das Projekt an sich wird dadurch nicht gefährdet werden.

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  5. Christian Schmidt
    26.05.11 um 11:40

    Max,

    das mit dem Kaufpreis stimmt so nicht – wenn das Netzwerk Privatbahnen es schaft einen bedarf aufzuzeigen darf die Strecke nicht entwidmet werden. Der Wert des Grundstuecks wuerde dann auf Grund der genehmigten Nutzung berechnet, nicht auf Grund einer Moeglichen (aber illegalen) Alternativnutzung.

    Das ganze verfahren ist ja gerade darauf angelegt das Eisenbahninfrastrukturunternehmen nicht so einfach die Schienen verkaufen koennen nur weil sie mit einer anderen Nutzung mehr Geld verdienen koennten – dann waere kein Hbf in Deutschland mehr sicher!

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