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Service- und Sicherheitsoffensive für Niedersachsen

28.09.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) und die DB Regio AG haben sich auf eine Service- und Sicherheitsoffensive auf bestimmten Linien geeinigt. Diese sollen ab Oktober sukzessive durch zusätzliche Zugbegleiter besetzt werden. Betroffen sind die RE-Linien im Drehkreuz Hannover nach Bremen, Norddeich, Bielefeld, Rheine und Braunschweig sowie das Harz-Weser-Netz rund um Northeim.

Auf dem Harz-Weser-Netz ist bislang eine Zugbegleitquote von 20% vertraglich geregelt, ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2010 sind 40% vorgesehen. Diese zusätzlichen Leistungen werden durch die LNVG natürlich auch gesondert bezahlt. Dazu ist sie in der Lage, weil sie seit Jahren eine konsequente Wettbewerbspolitik verfolgt, die den SPNV in ihrem Einzugsbereich auf ein wirtschaftlich solides Fundament stellt – Abbestellungen, wie in durch Direktvergaben geprägten Regionen Niedersachsens, sind bei der LNVG nicht zu befürchten.

Allerdings werden sich die zusätzlichen Begleitungen nicht auf die ganzen Linienwege auswirken. Betroffen sind lediglich die Abschnitte Hannover-Osnabrück und Hannover-Oldenburg. Der für den Abschnitt nach Bielefeld und Rheine zuständige NWL beteiligt sich nicht. Richtung Braunschweig ist aufgrund der desolaten Finanzlage des dort zuständigen Aufgabenträgers ebenfalls keine Besserung zu erwarten. Hier verhindert die Direktvergabepolitik, dass bei der DB neue Arbeitsplätze für Zugbegleiter geschaffen werden können.

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