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BAG SPNV kritisiert neues Stationspreissystem

21.09.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Manche Stationen sind in einem desolaten ZustandDie Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger im Schienenpersonennahverkehr hat das von der Deutschen Bahn vorgestellte neue Stationspreissystem als „intransparent“ kritisiert. Es erfülle auch weiterhin nicht die Kernforderungen der Aufgabenträger, heißt es in einer Verlautbarung. Die Preisbildung könne noch immer noch nachvollzogen werden, sonstige Einnahmen werden nicht angerechnet und insgesamt hält man die Preise noch immer für zu hoch.

Susanne Henckel, Hauptgeschäftsführerin der BAG SPNV: „Im Vorfeld der Veröffentlichung haben wir alle Argumente widerlegt, mit dem die DB Station&Service AG ihr intransparentes und überteuertes Preissystem begründet. Das Unternehmen hat offensichtlich kein Interesse, die Anforderungen seines größten Kunden, des Nahverkehrs, zu berücksichtigen. Wir sind sehr enttäuscht, dass die DB Station&Service AG bei ihrer starren Haltung bleibt.“

Der SPNV-Etat wird pro Jahr mit rund 600 Millionen nur für Stationsgebühren belastet. Das macht etwa ein Zehntel der gesamten Regionalisierungsgelder aus. Tendenz steigend. Die BAG SPNV kritisiert, dass vielerorts Ausstattung und Service gestrichen werde, im Gegenzug aber keinerlei Preisnachlass vorhanden sei.

Henckel: „Wir brauchen eine Novellierung des Eisenbahnrechtes, das den Infrastrukturunternehmen klare Regeln zur Begrenzung und Umlage der Entgelte vorgibt und so transparent ist, dass ablesbar ist, für welche Leistungserbringung was bezahlt wird.“ Die Stationspreise bei der DB seien im Schnitt 30% teurer als bei anderen Eisenbahninfrastrukturunternehmen.

Bild: Gemeinfrei

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