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Fahrgaststeigerung im VBB

18.08.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Regionalzug in BerlinTrotz der massiven Probleme mit der Berliner S-Bahn konnte der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg im Jahr 2009 mehr Kunden verzeichnen als 2008. Mit insgesamt rund 1,26 Milliarden Fahrgastfahrten konnte man sich um etwa 20 Millionen oder 1,6% steigern. Entsprechend positiv entwickelten sich auch die Fahrgeldeinnahmen. Sie stiegen trotz konstanter Preise um 2,6% auf rund 1.023 Millionen Euro.

Besonders positiv ist das im April 2009 eingeführte Seniorenticket 65plus, das mittlerweile mehr als 66.000 Abnehmer fand. Für 47 Euro im Monat sind Senioren in ganz Berlin und Brandenburg mobil. Insgesamt konnten etwa 1.023 Millionen Euro an Fahrgeldern eingenommen werden, das sind etwa 2,6% mehr als 2008.

2009 war der VBB an der Ausschreibung des Berliner Netzes Stadtbahn beteiligt, die bislang größte Wettbewerbsvergabe im deutschen Nahverkehr. 16 Linien mit einem jährlichen Volumen von mehr als 20 Millionen Zugkilometern wurden an die DB Regio AG und die ODEG vergeben. Insgesamt spart man dadurch 55 Millionen Euro im Jahr – bei höheren Qualitätsstandards, wie z.B. 100% Zugbegleitquote und durchgehende Klimatisierung des Rollmaterials. Außerdem wurde branchenübliche Bezahlung der Mitarbeiter in den Verkehrsverträgen fixiert.

Zufrieden kann man aber angesichts der großen Probleme mit der S-Bahn natürlich nicht sein. VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz beklagt „massive Qualitätseinbrüche“. Mit nur 71% der vorgeschriebenen Fahrleistung sei die S-Bahn „noch weit von einem Normalbetrieb entfernt“ so Franz weiter.

Bild: Deutsche Bahn AG

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