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Ein Jahr Stadt-Rad Hamburg

13.07.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Mit dem Stadt-Rad durch HamburgVor über einem Jahr, am 10. Juli 2009, ging das Projekt Stadt-Rad Hamburg an den Start. Mittlerweile haben mehr als 53.000 angemeldete Nutzer rund eine halbe Millionen Fahrten mit den roten Verleih-Rädern unternommen. Und während der Kunde der 500.000 Fahrt seine Geschenke erhielt, erfuhr die Öffentlichkeit von den Zukunftsplänen des Projektes.

Auf dem Gelände der Firma Unilever am Stadtkai wird eine Leihstation mit 24 Fahrrädern entstehen. Das Unternehmen wird sich finanziell an den Investitionskosten beteiligen. Die Hamburger Stadtentwicklungs- und Umweltsenatorin Anja Hajduk (Grüne) ist zufrieden: „Der große Erfolg von Stadt-Rad zeigt, dass das Fahrrad ein optimales Verkehrsmittel für die Stadt ist. Mit zehn neuen Stationen in diesem Jahr werden wir das Angebot deutlich ausbauen und ab 2011 auch Wohngebiete, zum Beispiel in Barmbek-Süd und Rothenburgsort in das System einbinden.“

Nähere Informationen und Anmeldemöglichkeiten gibt es unter www.stadtradhamburg.de

Bild: Deutsche Bahn AG

3 Responses

  1. Hier in Karlsruhe steht an jeder zweiten Ecke ein Call-a-Bike-Fahrrad mit dem ich überall hin und auch direkt vor die Haustür fahren kann. Dass die zweitgrößte deutsche Stadt nur so ein umständliches fix-System hat ist verwunderlich.

  2. Ob das „Fix-System“ wirklich so umständlich ist, scheinen die Benutzer anders zu sehen. In Hamburg gab es in diesem einen Jahr mehr Ausleihen als bei allen anderen Systemen in Deutschland zusammen … inkl. Berlin mit viel mehr Rädern im Flex-System.

    In Berlin wird unter dem Label „StadtRAD-Berlin“ ja nun auch das „Fix-System“ getestet. Das „Flex-System“ ist für das abgeben natürlich praktisch. Beim Entleihen scheint es aber nicht zu ziehen.

    Hier übrigens ein kurzer Bericht des NDR -> http://www3.ndr.de/sendungen/ndr_aktuell/media/ndraktuell2912.html

  3. ich kann Gulp nur zustimmen. Das fix-system erhöht die Planbarkeit einer möglichen Fahrt und zudem ist die Sichtbarkeit des Systems im öffentlichen Raum wesentlich höher. Hinzukommt, dass an den Stationen das Rad über einen Terminal ausgeliehen werden kann, was offenbar viele Menschen wesentlich intuitiver verstehen als die CaB-Entleihe per Mobiltelefon. Hamburg hatte jedenfalls schon nach drei Monaten Betrieb mehr Ausleihen als Berlin mit doppelt so vielen Rädern im ganzen Jahr 2008.
    Das CaB in Sachen Flexibilität noch ein wenig praktischer ist, ist unbestritten, aber erfolgreicher sind die fixen stationären Systeme…

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