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Steigt Veolia aus dem Nahverkehrsgeschäft aus?

06.12.11 (Allgemein) Autor:Stefan Hennigfeld

Der französische Veolia-Konzern plant aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten einen Ausstieg aus Veolia Transdev. Gemeinsam mit dem französischen staatlichen Finanzinstitut Caisse des Dépôts et Consignations (CDC) hält man jeweils fünfzig Prozent an dem erst 2011 gegründeten Konzern. Wie ÖPNV-aktuell berichtet, soll damit auch die schleppenden Verhandlungen über eine mögliche Komplettübernahme der Nordwestbahn abhängen.

Nachdem Börsenpläne für Veolia-Transdev aufgrund der schlechten Finanzmarktsituation gescheitert sind, wird nun ein strategischer Investor gesucht. Es gibt zudem Spekulationen, wonach CDC seinen Anteil am neuen Konzern erhöhen könnte. Als weitere Interessenten werden die britische National Express Group und die spanische Staatseisenbahn Red Nacional de los Ferrocarriles Españoles (RENFE) genannt.

Veolia ist heute im Nahverkehr deutschlandweit mit verschiedenen Unternehmen aktiv. An der Nordwestbahn ist man bereits größter Anteilseigner, mit den Stadtwerken Osnabrück und der Verkehr und Wasser Oldenburg sind jedoch zwei Konsortialpartner mit an Bord, die aufgrund ihrer Konzernstruktur vor dem Hintergrund der EU-Verordnung 1370-07 alsbald aus dem Unternehmen raus müssen, um ihren kommunalen ÖPNV weiter als Inhouse-Vergabe betreiben zu können.

Veolia fährt sowohl auf der Schiene, als auch auf der Straße. Dabei fährt man eine erfolgreiche Doppelstrategie: Einerseits werden Verkehrsleistungen durch reguläre Ausschreibungen gewonnen, andererseits hat man durch die Übernahme verschiedener Subunternehmen auch in geschlossenen Märkten Fuß fassen können.

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