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In Assmannshausen wird bald nicht mehr gepfiffen

01.08.11 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Wie das Verkehrsministerium von Rheinland-Pfalz mitteilt, werden zwei unbeschrankte Fußgängerüberwege bei Assmannshausen auf der rechten Rheinstrecke beseitig. Die Anwohner klagen schon seit längerem über das Pfeifen der Züge vor dem heranfahren an die unnötigen Bahnübergänge. Die Deutsche Bahn hat bereits beim Eisenbahnbundesamt (EBA) ein Verfahren zur Auflassung der Überwege eingeleitet und möchte zusätzlich eine vorzeitige Sperrung prüfen.

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Besonders die Bürger in Bingerbrück auf der anderen Rheinseite beklagen sich bereits seit Jahrzehnten über die Lärmbelästigung. Jeder der täglich rund 250 Züge auf der Strecke muss vor den Übergängen mindestens einmal Pfeifen. Jährlich summiert sich die Zahl der Pfiffe auf rund 200.000. Genutzt werden sollen die Überwege nur wenige Male im Jahr von Jägern die ihr erlegtes Wild über diese zur Bundesstraße bringen. An der Bundesstraße ist das Parken allerdings untersagt. Sie sollen deshalb zukünftig über einen Alternativweg auf der Hangseite ausweichen.

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2 Responses

  1. Dazu habe ich vor kurzem einen Fernsehbericht gesehen. Die Jäger nutzen den Weg auch nur in der Jagdzeit. Also nur wenige Tage im Jahr.
    Es gibt da noch viels solcher Übergänge, die durch Pfeifsignale gesichert werden, obwohl die Übergänge nur sehr schwach genutzt werden. Und sicherer werden die Übergänge dadurch auch nicht, da die Nutzer oft nicht wissen, was das Gepfeife soll. Meist ist da wohl eher „… noch schnell drüber, da kommt ein Zug …“ statt „Halt, stehenbleiben, es kommt ein Zug“.
    Solche Lärmminderungen tun der Bahn im Ansehen sicherlich gut.
    Zudem ist jedwede Lärmquelle ist eine Lebenqualitätsminderung.


  2. Tegtmeier
    03.08.11 um 00:17

    Die Lärmbelästigung im Rheintal ist ja seit langer Zeit ein Thema. Der Verkehr ist angestiegen und die Bürger fühlen sich von den Lärm sehr belästigt. Kürzlich war ich mal wieder dort. Trotz Aufwertung zum Weltkulturerbe wirkt das Rheintal in vielen Orten sehr altbacken – 40 Jahre Stillstand. Ob die Bahn auf beiden Seiten einer Aufwertung im Wege steht ? Jedenfalls sorgt die bundesweit stark bekanntgewordene Debatte um den Lärm nicht gerade für Werbung. Übrigens liegt Assmannshausen in Hessen.

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