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Zugunglücksübung im Eggetunnel

10.04.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Die Eurobahn hat gemeinsam mit der DB Netz AG und den Rettungskräften in der Nacht von Samstag, den 9. April, auf Sonntag, den 10. April, eine Übung im Eggetunnel (bei Altenbeken) durchgeführt. Hierbei wurde ein Zugunglück eines mit 180 Reisenden besetzten Zuges zwischen Paderborn und Kassel simuliert.

In den frühen Morgenstunden kam der Zug in dem drei Kilometer langen Tunnel zum Stehen, wodraufhin die Fahrgäste in (gespielte) Panik verfielen. Einige der Insassen spielten auch Verletzte, die von den Rettungskräften der Region betreut werden mussten. Die Übung konnte nach gut drei Stunden erfolgreich beendet werden, nachdem alle 180 Reisenden gerettet worden waren. Die Beteiligten zeigten sich mit dem Verlauf zufrieden, hoffen aber, dass es nicht zu einem solchen Unglück kommen wird.

Übung dieser Art werden in regelmäßigen Abständen bevorzugt auf Tunnelstrecken durchgeführt, um im Falle eines Falles bestmöglich auf das Unglück vorbereitet zu sein. In diesem Fall führte die DB Netz AG die Übung gemeinsam mit der eurobahn durch, da diese dort den Regionalverkehr fährt.

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Ein Kommentar


  1. Felix Brettner
    12.04.11 um 23:15

    Sehr geehrte Damen und Herren!

    Ich bin enttäuscht von Ihrer Berichterstattung zur Übung im Eggetunnel am Sonntagmorgen.
    Der Artikel ist zwar schön geschrieben, aber inhaltlich völlig unzureichend und in keiner Weise den Tatsachen entsprechend.
    Mir ist klar, dass Sie nicht für jeden Bereich „Profi“ sein können. Ich bin ein wirklicher „Insider“
    und ich kann Ihnen nur sagen, das was hier im Kreis Paderborn abläuft – das ist eine wahre Katastrophe.
    Die Kreisleitstelle schafft es grundsätzlich nicht, nach ihren eigenen Konzepten zu alarmieren,
    weder bei Übungen, noch im Realfall.

    Es gibt unzählige Kameraden/Kameradinnen und Helfer/-innen die so frustriert sind, dass sie sogar schon das Handtuch geworfen haben.
    Ich frage mich, warum solch ein Skandal nicht von Ihnen gesehen wird. Berichtet wird über Personalengpässe im Ehrenamt, insbesondere
    im Katastrophenschutz und bei den Feuerwehren. Durch den Wegfall des Zivildienstes und der 6.2-Verpflichtung (als Zivil- und Wehrdienstalternative)
    wird die Personalknappheit noch weiter zunehmen. Ich hoffe, dass Sie sich den Inhalten des beigefügten Leserbriefes
    annehmen. Ich hoffe, dass Sie das nicht alles einfach so im Raum stehen lassen und dass Sie Ihrer verantwortungsvollen Aufgabe -der objektiven Berichterstattung und Recherche-
    nachkommen. Gerne stehe ich Ihnen für Rückfragen oder weitere Hinweise zur Verfügung.

    Ich hoffe, dass der Leserbrief (möglichst ungekürzt) veröffentlicht wird und dass es nicht bei einer Veröffentlichung dieses Leserbriefes bleibt, sondern dass Sie hier
    nachhaken, dass Sie hier die Einsatzprotokolle und die erfolgten Alarmierungen (nicht nur die Melderalarmierungen sondern auch die „Handlungsabläufe“ (TO-DOs),
    die die Leitstelle bei der Auslösung von MANV 3 abarbeiten muss in Augenschein nehmen. Vielleicht kontaktieren Sie auch die Führungskräfte der einzelnen Hilfsorganisationen und
    ortsansässigen Feuerwehren und erbitten Gespräche mit Helfern und Kameraden (die keine Führungskräfte sind).

    Aus meiner fachspezifischen Sicht kann der Kreis PB nicht angemessen auf ein MANV 3 – Szenario reagieren, wenn er seine eigenen Konzepte erstens nie wirklich erprobt und zweitens nicht einmal in der Lage ist, danach zu alarmieren oder danach zu arbeiten (siehe BHP 50).

    Felix Brettner
    Paderborn

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