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Betonplatte stoppt ICE

27.04.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Eine Betonplatte hat am späten Montag, den 25. April 2011, einen ICE bei Freiburg (Breisgau) gestoppt. Der Zug musste nach dem Unfall ausgetauscht werden.

Die gullideckelgroße Betonplatte, die Unbekannte auf das Gleis gelegt hatten, wurde von dem Schnellzug teilweise zermalmt. Der ICE konnte noch vorsichtig weiter in Richtung Offenburg bis in den Bahnhof Köndringen fahren. Keiner der rund 400 Fahrgäste wurde verletzt, allerdings mussten sie zwei Stunden auf einen Ersatzzug warten, um dann in diesen umzusteigen.

Die Strecke war für drei Stunden gesperrt, Sachverständige untersuchten die aufgetretenen Schäden an Strecke und Zug.

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6 Responses

  1. Hallo, ich war in besagtem Zug und zwar im ersten Wagen, direkt hinter dem Lokführer. Wir sind NICHT bis zum Bahnhof Köndringen gefahren sondern haben drei Stunden auf offener Strecke, in Sichtweite des Bahnhofs gestanden. Evakuiert wurden wir von einem Zug in den anderen über Stege.
    Der Schreck sitzt mir noch in den Knochen…..es hat laut gescheppert und dann hielt der Zug abrupt an. Ich habe gehofft, er bleibt auf den Gleisen…. Ich hoffe, sie finden den Täter!!


  2. Clemens Kistinger
    27.04.11 um 13:04

    Hallo, danke für die Richtigstellung. Leider geben die diversen Presseinformationen an, dass der Zug im Bahnhof Köndringen zum Halten kam. Dies ist offenbar ein wenig „schöngeredet“…


  3. dbfan2012
    27.04.11 um 18:29

    Unglaublich, wie man so etwas machen kann. Und dies zum (wahrscheinlich) wiederholten Mal: Letzten Samstag saß ich in einer Regionalbahn zwischen Bonn und Köln. An irgendeinem Bahnhübergang hat es im Fahrgastraum extrem geruckelt. Ich saß ebenfalls hinter´m Führerstand. Ich konnte beobachten, wie der Tf sofort den Fahrdienstleiter telefonisch informiert hat.

  4. Ohne den Fall jetzt direkt zu kennen, vermute ich, dass hier einfach ein Missverstaendnis vorliegt. Die Presseinformation von der Bahn sagt „im Bahnhof“, das heisst, irgendwo zwischen ESig und ESig der Gegenrichtung. Umgangssprachlich wird das aber gerne verwechselt und gemeint, „im Bahnhof“ hiesse am Bahnsteig. Ich denke, das ist viel eher der Fall, als dass etwas schoengeredet wurde.

  5. Ein weiterer ICE, der bereits ohnehin um etwa 40 Minuten verspäteter war, blieb wegen der gesperrten Strecke 3 Stunden in Lahr stehen. Da die Durchsage im Abteil nicht funktionierte, erfuhr man vom weiteren Geschehen nur über Mundpropaganda anderer Passagiere. Fahrgäste waren sich aufgrund der unzureichenden Einschätzung des Zugpersonals unsicher, ob sie ein Taxi nach Freiburg nehmen sollten oder nicht. Ersatzbusse wurden keine zur Verfügung gestellt. Irgendwann wurde ein Gratisgetränk zur Selbstabholung angeboten, für das ein paar Fahrgäste die Nerven aufbrachten anzustehen.

  6. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die SBB, welche Fahrgäste um 00:45 in Basel mit bezahlten Taxis empfing!

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