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NVR beschließt neuen Förderkatalog

24.09.19 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Einstimmig hat die Verbandsversammlung des Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) das Investitionsprogramm für die Jahre 2019 bis 2023 verabschiedet. Insgesamt werden verbandweit 46 neue Investitionsvorhaben mit Fördermitteln in Höhe von zusätzlich 61,8 Millionen Euro in den Maßnahmenkatalog des NVR aufgenommen. Nun sind die Kommunen und Verkehrsunternehmen aufgefordert, prüffähige Finanzierungsanträge zu fertigen und Baurecht herzustellen. Auf die Stadt Köln entfallen 16 Millionen Euro. Unter anderem soll die Erweiterung der P+R-Anlage in Köln-Weiden-West mit gut fünf Millionen Euro bezuschusst werden.

Maßnahmen in Bonn können mit 13 Millionen Euro und Projekte im Rhein-Erft-Kreis mit 11,6 Millionen Euro gefördert werden. Weitere Fördermittel für Investitionsvorhaben rund um Bus, Bahn und Schiene sind für Aachen bzw. die Städteregion Aachen (insgesamt 2,2 Millionen Euro), den Kreis Euskirchen (3,5 Millionen Euro), den Kreis Heinsberg (55.600 Euro), den Oberbergischen Kreis (2,8 Millionen Euro), den Rheinisch-Bergischen Kreis (40.300 Euro), den Kreis Düren (7,9 Millionen Euro) und den Rhein-Sieg-Kreis (3,7 Millionen Euro) vorgesehen.

Bei einer Vielzahl der Maßnahmen handelt es sich um den barrierefreien Ausbau von Haltestellen. Beispielsweise kann die Stadt Königswinter (Rhein-Sieg-Kreis) für den barrierefreien Ausbau von 45 Bushaltestellen im Stadtgebiet auf eine Förderung in Höhe von knapp 1,8 Millionen Euro zurückgreifen. Maßgeblich für die Aufnahme in den Maßnahmenkatalog waren neben dem Bewertungsergebnis innerhalb der jeweiligen Förderkategorie das Jahr des Baubeginns sowie die regionale Verteilung der Mittel.

Darüber hinaus durfte kein Realisierungshindernis vorliegen. Das heißt, dass etwaige Probleme beim Baurecht oder beim Grunderwerb ausgeräumt sein müssen. Vorhaben, die in diesem oder im nächsten Jahr beginnen, wurden vorrangig in das Investitionsprogramm aufgenommen. Der NVR übernimmt in der Regel neunzig Prozent der förderfähigen Kosten einer Maßnahme.

Die übrigen zehn Prozent werden vom Antragsteller (Kommune oder Verkehrsunternehmen) finanziert. „Die hohen Investitionen in die Instandhaltung und den Ausbau der Infrastruktur sind zur Verbesserung des ÖPNV zwingend notwendig, auch wenn es dadurch immer wieder zu zeitweisen Beeinträchtigungen für die Fahrgäste kommen wird“, äußert sich NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek.

Norbert Reinkober, ebenfalls Geschäftsführer des NVR, ergänzt: „Unser Ziel ist es, dass die Haltepunkte und Stationen in unserem Gebiet möglichst schnell barrierefrei und modern werden. Dann kann sich der Ausbau zu Mobilstationen nahtlos anschließen. Wir sind froh, dass wir alle Anmeldungen für die Aufnahme in die Förderung berücksichtigen konnten.“ So werden Gebietskörperschaften effektiv entlastet, die zwar für solche Aufgaben zuständig sind, dies aber ohne Förderungen aus Bundes- oder Landeszuwendungen nicht darstellen könnten.

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