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Neuer Halt Bielefeld-Senne an der Sennebahn eröffnet

12.12.11 (NWL) Autor:Sven Steinke

Der neue Halt Bielefeld Senne ist eröffnetDer Verkehrsverbund OWL (VVOWL) hat zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 an der Sennebahn zwischen Bielefeld und Paderborn den neuen Halt Bielefeld Senne eröffnet. Mit der Eröffnung übergaben die Fördergeber VVOWL und die Stadt Bielefeld die rund 800.000 Euro teure Station an DB Station & Service. Die bisher schwach frequentierte Station Brackwede Süd entfällt für die neue Station in den Fahrplänen.

Der neue Haltepunkt soll unter dem Motto „Lebensqualität durch Gleisanschluss“ das Neubaugebiet Breipohls Hof erschließen. In zwölf Minuten gelangt man jetzt von dort zum Bielefelder Hauptbahnhof. Die Verantwortlichen erwarten hier ein großes Fahrgastpotential. Neben dem barrierefrei gestalteten Bahnsteig sind eine Busbucht, PKW-Stellplätze und überdachte Fahrradständer platziert worden, um die einzelnen Verkehrsträger optimal miteinander zu verknüpfen.

Die Maßnahme ist Teil des Modernisierungsprogramms entlang der 45 Kilometer langen Strecke, für das im Mai 2011 der Startschuss gefallen ist. In den nächsten Jahren werden weitere Stationen modernisiert. Dazu gehören auch umfangreiche Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik, sowie der Rückbau und die Neueinrichtung von Bahnübergängen. Mit den Maßnahmen ist auf der Strecke zwischen den beiden westfälischen Oberzentren eine höhere Reisegeschwindigkeit von bis zu 100 Km/h möglich, wodurch die Reisezeit um 14 Minuten sinken soll. Ab Dezember 2013 dürfen sich die Fahrgäste zusätzlich auf einen Halbstundentakt in der Hauptverkehrszeit freuen.

In den letzten Jahren hat die Sennebahn eine wahre Erfolgsgeschichte erlebt, nachdem die NordWestBahn zum Fahrplanwechsel im Dezember 2003 den Betrieb auf der Strecke übernommen hatte, haben sich mit dem Einsatz moderner Fahrzeuge die Fahrgastzahlen auf 4.800 verdoppelt. Aufgrund der hohen Nachfrage muss der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) immer häufiger Doppeltraktionen auf der Linie RB 74 bestellen.

Bild: VVOWL / Katrin Biller

3 Responses

  1. Gut, dass es der FDP nicht gelungen, die Sennebahn durch einen Schnellbus zu ersetzen. Das hat die FDP in den 90er Jahren in Paderborn mehrfach gefordert. Ich habe damals mit einem Leserbrief reagiert: „Statt der Sennebahn lieber die FDP stilllegen“. Mal sehen, ob dieser Brief zur Prophezeihung wird. (Der Brief erschien in der Neuen Westfälischen vom 20.11.1996)

  2. Nach dem Ausbau ist die Sennebahn zwar schneller, allerdings bei weitem immer noch nicht konkurrenzfähig zur parallel verkehrenden A33. Hier wäre eine Expressverbindung zwischen Paderborn und Bielefeld von Nöten. Da wäre der Schnellbus als zusätzliches Nahverkehrsangebot auf Niveau eines REs durchaus angebracht. Für tägliche Pendler zwischen Paderborn und Bielefeld wäre dies eine enorme Erleichterung.
    Unverständlicherweise ist das Projekt der bbh zur Einführung einer Schnellbusverbindung damals an rechtlichen Hürden gescheitert.


  3. Bahnfahrer
    13.12.11 um 08:31

    Diese und auch andere Strecken zeigen, dass die Nachfrage steigt, wenn man eine Strecke modernisiert. Viele der in den 80`und 90`Jahren stillgelegten Strecken, z. B. im Oberbergischen hätten heute eine Zukunft und ein großes Reisendenpotenzial. Der Trend geht eindeutig zur Schiene, wenn ein entsprechendes Angebot vorhanden ist.

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