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Wieder Streiks im Südwesten

17.10.11 (Süddeutschland) Autor:Jürgen Eikelberg

Nachdem sich die Vertragspartner im öffentlichen Dienst, Kommunaler Arbeitgeberverband Baden-Württemberg (KAV) und die Gewerkschaft ver.di, bei den bisherigen Verhandlungsrunden nicht geeinigt haben, hat ver.di nun trotz für heute Abend angesetzter neuer Verhandlungen zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Davon ist am Mittwoch, 19. Oktober, der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) berührt.

„Die Entscheidung zu einem neuerlichen Streik bedeutet für unsere Fahrgäste zum wiederholten Mal eine deutliche Belastung, die die Verkehrsbetriebe bedauern“, sagt Dr. Brigitte Unger, Personalleiterin bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK). „Nach wie vor können wir als Arbeitgeber keinesfalls die beiden Kernforderungen der Gewerkschaft akzeptieren, dass Gewerkschaftsmitglieder künftig besser bezahlt werden sollen als die nicht organisierten Kollegen, und dass der ÖPNV aus dem Tarifgefüge des öffentlichen Dienstes herausgelöst wird. Dagegen wurden die Angebote der Arbeitgeber wie die Erhöhung des Urlaubsanspruchs, die Verbesserung der Eingruppierungsregelungen, die Gewährung von zwei zusätzlichen bezahlten freien Tagen für alle Mitarbeiter sowie eine Regelung zur Beschäftigungssicherung von der Gewerkschaftsseite nicht gewürdigt.“

In Karlsruhe verkehren im gesamten Stadtgebiet wegen des Warnstreiks bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) am Mittwoch, 19. Oktober, von morgens 3 Uhr bis zum Nachmittag 14 Uhr keine Bahnen der VBK. Dazu zählt auch die Linie S2, die von den VBK betrieben wird. Für einige Buslinien gibt es dagegen einen Ersatzfahrplan, der Anschlüsse in die Karlsruher Innenstadt und damit zu den dort nach Fahrplan verkehrenden S-Bahnen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) herstellt. Nach Streikende kann noch einige Zeit vergehen, bis die Bahnlinien und auch die gewohnten Buslinien wieder im normalen Takt bedient werden:

Ersatzfahrplan der VBK im Busbereich durch Subunternehmer:

  • Buslinie 30: Die Buslinie verkehrt im 30-Minuten-Takt mit Anbindung an das Durlacher Tor als Angebot für die Waldstadt.
  • Buslinie 31: Die Buslinie verkehrt im 20-Minuten-Takt mit Anbindung an den Bahnhof Durlach als Angebot für die Waldstadt und Hagsfeld.
  • Buslinien 44 (Hohenwettersbach – Bergwald – Zündhütle mit Anschluss auf die Linie 47) und 47: Die Buslinien verkehren im 20-Minuten-Takt mit Anbindung an den Hauptbahnhof als Angebot für die Höhenstadtteile.
  • Buslinie 62: Die Buslinie verkehrt im 20-Minuten-Takt mit Anbindung an den Entenfang und den Hauptbahnhof als Angebot für Bulach, Oberreut und Grünwinkel.
  • Buslinie 73: Die Buslinie verkehrt im 20-Minuten-Takt mit Anbindung an den Europaplatz als Angebot für die Nordstadt.

Die Stadtbahnen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) sind nicht betroffen. Dazu zählen:

S1/S11, S31/S32, S4, S41, S5, S51/52, S6, S9

In Baden-Baden wird die Baden-Baden-Linie (BBL) ebenfalls am Mittwoch von 3 Uhr bis 14 Uhr bestreikt. Davon sind alle Buslinien der BBL betroffen. Das Anruflinientaxi (ALT) fährt zu den entsprechenden Fahrplanzeiten.

In Baden-Baden verkehren die Buslinien 218 , 244, 245 , 262 und die Schnellbusse „Tunnelsperrung“ vom Bahnhof Baden-Baden bis Augustaplatz planmäßig.

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