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Ab Montag, 10. Oktober 2011 Streiks bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe

06.10.11 (Baden-Württemberg) Autor:Jürgen Eikelberg

Nachdem sich die Vertragspartner im öffentlichen Dienst, Kommunaler Arbeitgeberverband Baden-Württemberg (KAV) und die Gewerkschaft ver.di, bei der Verhandlungsrunde am 27. September nicht geeinigt haben und die ver.di Tarifkommission die Tarifverhandlungen für gescheitert erklärt hat, ist von Montag, 10. Oktober bis Mittwochfrüh, 12. Oktober, der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) von 48-stündigen Streikmaßnahmen berührt.

„Die Entscheidung zum Streik bedeutet für unsere Fahrgäste erneut eine durch eine Tarifauseinandersetzung herbeigeführte Belastung, die die Verkehrsbetriebe bedauern“, sagt Dr. Brigitte Unger, Personalleiterin bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK). „Die Kernforderung der Gewerkschaft ver.di, Gewerkschaftsmitglieder künftig besser zu bezahlen als ihre nicht organisierten Kollegen und zudem den ÖPNV aus dem Tarifgefüge des öffentlichen Dienstes herauszulösen, ist nicht akzeptabel. Leider wurden unsere Angebote wie die Erhöhung des Urlaubsanspruchs, die Verbesserung der Eingruppierungsregelungen, die Gewährung von zwei zusätzlichen bezahlten freien Tagen für alle Mitarbeiter sowie eine Regelung zur Beschäftigungssicherung von der Arbeitnehmerseite abgelehnt.“

In Karlsruhe verkehren im gesamten Stadtgebiet wegen des Warnstreiks bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) von Montagfrüh, 10. Oktober, 3 Uhr, bis Mittwochfrüh, 12. Oktober, 3 Uhr, keine Straßenbahnen der VBK. Dazu zählt auch die Linie S2, die von den VBK betrieben wird. Die Anruflinientaxis im Nightlinerbetrieb werden ebenfalls nicht bedient, lediglich die Anruflinientaxis im Bereich Rüppurr und Rheinhafen verkehren. Für einige Buslinien gibt es einen Ersatzfahrplan, der Anschlüsse in die Karlsruher Innenstadt und damit zu den dort nach Fahrplan verkehrenden S-Bahnen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) herstellt:

Ersatzfahrplan der VBK im Busbereich durch Subunternehmer:

  • Buslinien 30 und 31: Die Buslinien verkehren im 20-Minuten-Takt mit Anbindung an das Durlacher Tor (Studentenhaus) beziehungsweise den Bahnhof Durlach als Angebot für die Waldstadt und Hagsfeld.
  • Buslinien 44 und 47: Die Buslinien verkehren im 20-Minuten-Takt mit Anbindung an den Hauptbahnhof als Angebot für die Höhenstadtteile.
  • Buslinie 62: Die Buslinie verkehrt im 20-Minuten-Takt mit Anbindung an Entenfang und Hauptbahnhof als Angebot für Bulach, Oberreut und Grünwinkel.
  • Buslinie 73: Die Buslinie verkehrt im 20-Minuten-Takt mit Anbindung an den Europaplatz als Angebot für die Nordstadt.

Die Stadtbahnen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) sind nicht betroffen. Dazu zählen:

  • S1/S11
  • S31/S32
  • S4
  • S41
  • S5
  • S51/52
  • S6
  • S9

5 Responses

  1. Pingback: Streik bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe – Boulevard Baden | Chatten Karlsruhe

  2. es ist zum kotzen. natürlich hat jeder ein anrecht darauf seine meinung zu vertreten aber diese durch einen streik der auf dem rücken der kunden ausgetragen wird auszuleben ist eine frechheit.

    zu mal wie es scheint ein passables angebot vorliegt, nur bekommen einige leute wohl nicht genug. ich bekomme keine zwei tage zusätzlich frei, keine anpassung meines gehalts nur weil in einer anderen werbeagentur besser bezahlt wird. das ist mien pech also.

    mittlerweile ist dass der zweite streik den ich mit erlebe. dazu kommen noch noch die baumaßnahmen im sommer durch die ich einen 45 min längeren Fahrtweg in kauf nehmen bzw sogar häufig laufen musste. 48 Euro für umsonst bezahlt.

    die unfreundlichen fahrkartenkontrolleure von denen ich mich oft in „freundlichster“ manier anschnautzen lassen darf, wenn ich nicht hurtig meine fahrkarte zücke oder eine frage stellen möchte.

    die teuren fahrkartenpreise, welche sicher nach einer tariferhöhung angepasst werden. komischerweise erhöht parallel zu diesen niemand mein gehalt. streiken darf ich deshalb noch lange nicht und pünktlich zur arbeit muss ich trotz streik. das heißt dann wohl wieder laufen oder eine stunde früher aufstehen.

    mag ja sein, dass schaffner, kontrolleure etc.einen anstrengenden beruf mit viel verantwortung haben aber wenn ich ehrlich bin…so what? es geht vielen menschen so und niemand hat ihnen den beruf aufgezwungen.

    wie gesagt, seine meinung zu vertreten ist schön und auch gut aber nicht, wenn das auf dem rücken unbeteiligter ausgetragen wird.

    ich hab genug. die streikenden sollen das angebot annehmen es scheint gut zu sein. das ist meine meinung.

  3. Andere sollen es also ausbaden, dass Sie nicht den Mumm haben in eine Gewerkschaft einzutreten und die Ihnen nach Berufsverfassungsgesetz zustehenden Rechte zu nutzen? Das ist wohl das, was gemeinhin als „Neidhammel“ bekannt ist.


  4. Steuerzahler
    10.10.11 um 00:11

    @ QQ

    Sorry, aber „Angie“ hat in gewisser Weise recht. Die Gewerkschaften des so genannten „öffentlichen Dienstes“ – egal ob ver.di, EVG oder GDL reißen die Klappe auf und erpressen in gewisser Weise die Arbeitgeber und die Bevölkerung. Und ich, der Steuerzahler muss blechen.

    Dabei sind die Bus- und Bahngesellschaften gar kein „öffentlicher Dienst“ mehr. Sie sind allesamt privatrechtliche Firmen, auch wenn sie z. T. im Besitz des Bundes, der Länder oder Kommunen sind.

  5. Es liegt alle vier Jahre in Ihren Haenden, wen Sie waehlen und damit, wer wie viele Steuern blechen muss.

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