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Kölner Silvesternacht: Ging es schon im Zug los?

10.03.16 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Der Kölner Stadtanzeiger hat in dieser Woche neue Details im Zusammenhang mit den schweren sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen in der Silvesternacht rund um den Kölner Hauptbahnhof berichtet. Es geht dabei noch immer um die Frage, wie organisiert eine Zusammenkunft von bis zu tausend Männern gewesen sein kann, die über mehrere Stunden hinweg zahlreiche Frauen sexuell belästigt, unsittlich angefasst und vergewaltigt haben.

Bereits in einer ganzen Reihe an Zügen soll es am Nachmittag des 31. Dezember 2015 zu zum Teil massivem Ärger gekommen sein. Die Zeitung zitiert zudem den heutigen Polizeipräsidenten Jürgen Mathies: „In Zügen und S-Bahnen herrschten teilweise chaotische Verhältnisse.“ Demnach habe es bereits viel früher als vermutet zum Teil schwere Straftaten gegeben, die die Polizei und die Sicherheitsdienste der Eisenbahnunternehmen nicht verhindern konnten.

Bei der Polizei hatte in den folgenden Stunden demnach niemand mehr einen Überblick: Zwar wurden – wie auch bei Großveranstaltungen dieser Art üblich – immer wieder einzelne Übergriffe gemeldet oder zur Anzeige gebracht, das Gesamtausmaß blieb jedoch lange unklar. Bekannt ist aber, dass zahlreiche Männer sich per arabischsprachigen SMS oder WhatsApp-Nachrichten verabredet haben sollen. Jedoch liegen der Polizei auch fast drei Monate später noch nicht alle Übersetzungen dieser sichergestellten Nachrichten vor.

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