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Mindestens 11 Tote und 89 Verletzte nach Zugunglück in China

23.07.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Wie Zeit-Online berichtet, sind nach einem Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge in der Provinz Zhejiang mindestens 11 Menschen ums Leben gekommen und 89 Menschen verletzt worden. Zeit-Online beruft sich auf eine Meldung der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua. Demnach fiel im Osten des Landes ein Waggon von einer 30 Meter hohen Brücke

Ein starkes Gewitter hatte die Stromversorgung des Hochgeschwindigkeitszuges D3115 ausgesetzt, so ein Fernsehsender aus Hangzhou. Der Zug sei nicht mehr zu „steuern“ gewesen und schließlich so langsam gefahren, dass er fasst zum Stillstand gekommen wäre. Der darauf folgende Zug mit der Nummer D301 sei deshalb auf ihn aufgefahren. Dabei stürzte ein Waggon des Schnellzugs von der Brücke, ein weiterer hängt senkrecht an dem Viakukt. Rettungskräfte bemühten sich, die Opfer aus den schwer beschädigten Wagen zu bergen, die jeweils bis zu 100 Passagiere fassen können.

Das Hochgeschwindigkeitsnetz in China steht schon länger in der Kritik. Es gab bei der neu eröffneten Strecke zwischen Peking und Shanghai wiederholt technische Problem und Verspätungen. Auch über Sicherheitsprobleme wurde diskutiert.

Viele Passagiere stiegen wieder auf die Flugverbindungen um. Vergangene Woche musste sich ein Sprecher des Eisenbahnministeriums für die Probleme entschuldigen. Trotzdem gingen die Passagierzahlen zurück. Wegen der inzwischen geringeren Auslastung sollen in Zukunft mindestens zwei Züge aus dem Fahrplan gestrichen werden.

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