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Kompromiss für S21 von Gegnern akzeptiert

29.07.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Nach dem anhaltenden Streit um den Stresstest hat der S21 Schlichter Heiner Geißler einen Kompromiss vorgeschlagen, dem nach einem Bericht des Hamburger Abendblatts auch die Gegner zugestimmt hätten.

Geißlers Kompromiss ist im wesentlichen das, was die Bahn in einer ihrer früheren Planungen einmal vorgesehen hatte. Einen unterirdischen Durchgangsbahnhof mit vier Gleisen für den nicht in Stuttgart endenden Fernverkehr und eine Kopfbahnhof für den Regionalverkehr und für in Stuttgart endende Linien des Fernverkehrs. Dadurch könnten dann die Bahnsteige breiter gestalten werden und das alte Bahnhofsgebäude seine Funktion behalten.

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Nach dem Bericht des Hamburger Abendblatts hat das Aktionsbündnis Stuttgart 21 den Vorschlag als Verhandlungsgrundlage bereits zugestimmt.  „Wir sehen in dem Vorschlag eine Möglichkeit zum Kompromiss“, sagte die Sprecherin des Bündnisses, Brigitte Dahlbender, am Freitagabend im Stuttgarter Rathaus. Die Bahn müsse dann aber sofort einen Bau- und Vergabestopp verfügen.

Die Deutsche Bahn erklärte sich derweil bereit, den zentralen Bestandteil des Stresstests noch einmal zu wiederholen. „Diesen weiteren Simulationslauf kann man relativ kurzfristig machen“, sagte Bahn-Technikvorstand Volker Kefer am Freitag bei der Diskussion über die Ergebnisses des Stresstests im Stuttgarter Rathaus zu. Man werde dem Vorschlag des Schweizer Gutachters sma folgen. Die Verkehrsberatung hatte empfohlen, einige Unstimmigkeiten zu korrigieren und eine zweite Simulation zu machen. Kefer gab damit dem Drängen der grün-roten Landesregierung nach. Er betonte jedoch, dies sei kein zweiter Stresstest, wie ihn die Projektgegner fordern. „Das, was Sie vorhaben, Herr Palmer, werden wir nicht machen“, sagte er an die Adresse des Grünen-Verkehrsexperten Boris Palmer, so das Hamburger Abendblatt.

Palmer hatte gefordert, die Projektgegner müssten in den Test einbezogen und die Voraussetzungen geändert werden.

Auf Focus Online äußerte sich Winfried Herrmann (Grüne), Verkehrsminister Baden-Württemberg, „Wir werden diesen Kompromissvorschlag nicht einfach vom Tisch fegen“  „Das Ziel von Heiner Geißler ist es, aus der völlig verfahrenen Situation einen Ausweg zu finden. Alle sollten deshalb in sich kehren.“ Dies gelte auch für ihn. Geißlers Vorschlag sollte nicht vorschnell abgelehnt werden.
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7 Responses

  1. Die Überschrift ist ja sehr reisserisch gewählt und nicht mit dem Inhalt des Artikels in Übereinstimmung zu bringen.

  2. @Felix Staratschek,

    hatte am 29.07. die Möglichkeit die Anhörung des Stresstestes teilweise zu verfolgen.
    Mein persönliches Empfinden das dort einige Mitmischende, mit völlig stillosen Allüren, möglicherweise nicht einmal das Potenzial des „plagiatieren“ haben!

  3. @Felix Staratschek,

    hier erlaube ich mir zur gefälligen Kenntnisnahme ein Zitat zur möglichen Plagiataffäre des Dr. Heiner Geißler zu veröffentlichen.
    Mein persönlicher Eindruck, dass es sich hier ausschließlich um gezielte Operationen gegen bestimmter Parteien- oder bestimmter Personen handelt, findet hier meine Bestätigung.

    Wirbel um SPD-Plagiatsjäger
    VON EVA QUADBECK – zuletzt aktualisiert: 06.08.2011 – 02:30 Berlin (RP). Der Plagiatsjäger und Gründer der Internet-Plattform Vroniplag, Martin Heidingsfelder, ist selbst unter Druck geraten. Nachdem seine Identität und seine Parteizugehörigkeit zur SPD bekannt geworden war

  4. @Bernd
    Wie billig ist dass denn? Jetzt geht es also nicht mehr um das Fehlverhalten von Politikern, sondern um die Personen welche das aufdecken? Sie scheinen wohl keine Argumente mehr zu besitzen und daher den Botschafter der Nachricht anzugreifen.

  5. Meine Plagiatsaffäre um Heiner Geißler war humorvoll gemeint. Ich erlebe es im politischen Alltag immer wieder, dass Politiker unfähig sind, sinnvolles zu plagiatieren und deshalb ablehnen, weil es nicht von ihnen kommt. Fakt ist, dass ich Heiner Geißler gleich nach dem Schlichterspruch per Mail und Leserbrief widersprochen habe und dieser Inhalt jetzt sein Kompromiss ist. Einen Unterschied gibt es, ich will den ganzen Kopfbahnhof behalten und noch mehr Züge nach Stuttgart führen.

    Was das aufdecken anderer Affären angeht, ist es doch klar, dass die CDU nicht ihre eigenen Affären aufdeckt. Vielleicht müssen die mal einen Volkshochschulkurs belegen, wie man Plagiate bei der Opposition aufdeckt. Wenn das beide Seiten konsequent durchführen, könnten Nachwuchspolitiker durch Rücktritte mehr Chancen bekommen.

  6. @Frank,

    ich erwarte nicht, dass Sie auf Ihre unausgeschlafene, „billige“ Sprachgewalt eine kultivierte Antwort erwarten?!

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