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Berlin: BVG führt Handyticket ein

14.07.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) führen ab sofort das Handyticket für Smartphones vom Typ Apple iPhone und Android ein. Dafür wird die Touch & Travel App zur Verfügung gestellt, die im App Store bzw. im App Market zur Verfügung steht. Zunächst ist es jedoch auf die Handynetzbetreiber T-Mobil und Vodafone beschränkt.

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Heinrich Falk, Vorstand für Finanzen und Vertrieb der BVG: „Wir freuen uns, dass wir allen Berlinern Bus- und Bahnkunden dieses Handyticket anbieten können. Mit der App lösen sie einfach, schnell und bargeldlos ein Ticket für ihre Bus- oder Bahnfahrt per Handy. Die Fahrt kann begonnen, unterbrochen oder fortgesetzt werden. Und das alles mit nur zwei Klicks – einmal beim Einsteigen und dann wieder beim Aussteigen.“

Die App ist „intelligent“, d.h. sie erwirbt nicht einfach ein Ticket, sondern ändert den Tarif stets an den günstigsten. Die von Verbraucherschützern oft kritisierten zu teuer verkauften Tickets gehören der Vergangenheit an.. Falk: „Ein weiterer Schritt in Richtung Zukunft hat damit begonnen. Unsere Fahrgäste werden von diesem neuen Service bestimmt genauso begeistert sein, wie ich es bin.“

Beim erstmaligen Starten der App wird man nach der Kundennummer und dem PIN gefragt. Diese Daten erhält man nach der einmaligen Registrierung unter www.bvg.de/Handyticket per E-Mail oder per SMS. Der Ortungsdienst (Location Based Service) muss auf dem Handy aktiviert sein. Nun kann man die App jederzeit in Berlin oder Potsdam nutzen.

Sollte der S- oder U-Bahnhof unterirdisch angelegt sein, muss die Positionsbestimmung zur An- bzw. Abmeldung an der Oberfläche, also auf dem Straßenland erfolgen. Das GPS-Signal kann unterirdisch nicht empfangen werden. Nach der Fahrt wird die App erneut geöffnet, um sich wieder aus dem System abzumelden. Der Fahrpreis wird automatisch berechnet und auf dem Handy angezeigt.

Und sollte man einmal vergessen haben, sich wieder abzumelden, bekommt man nach etwa vier Stunden per SMS eine Erinnerung, dass man noch im System eingebucht ist. Wenn man dann plötzlich feststellt, dass man vergessen hat sich auszubuchen, kann man das dann ganz schnell unter der kostenfreien Rufnummer der Touch&Travel-Kundenbetreuung nachholen.

Informationsflyer zum Handyticket

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6 Responses

  1. Pingback: Berliner Handyticket ist nicht mehr Beta – Heise Newsticker | Hasen Chat Wissen


  2. Beobachter
    14.07.11 um 17:41

    Das ist eine Erweiterung des touch&travel Streckennetzes der DB AG. Bestehende Kunden aus ganz Deutschland können dieses System also auch bis zur zum Ziel mit Bussen und Bahnen der BVG nutzen.

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  4. Statt den GPS-Kram weiter voranzubringen, sollte man den Fokus vielleicht lieber auf die NFC-Technik richten.
    Mit einem zentralen Abbuchungssystem wäre dann wirklich deutschlandweit einheitliche Mobilität möglich, ohne sich Gedanken um Anschlusstickets machen zu müssen.
    Nur müsste dafür NFC weiter vorangetrieben werden. Und sämtliche Tarifverbünde unter einen Hut bekommen, ist nochmal ein ganzer Haufen Arbeit.

    Da haben es die Londoner, wenn auch nur lokal begrenzt, mit ihrer OysterCard schon besser gelöst.
    Die Einzelfahrt ist günstiger, als wenn man sich ein Ticket am Automaten zieht. Man ist schneller, weil elektronisch gekauft und der Preis wird bei einem Preis einer Tageskarte autmatisch gekappt. Für Vielfahrer gibt es dann wieder andere Vergünstigungen wie günstigere Monatstickets etc.

  5. Der Witz ist ja, dass man die Zeitkarten immer auf Regionen begrenzt. Wieso gilt das Abo der BVG(Berlin) z.B. nicht auch bei der KVB(Köln) und umgekehrt? Das würde für den ÖPNV-Nutzer erhebliche Bürokratie und Tarif-Studium ersparen. Vor allem die Nutzer der verschiedenen Regionen kommen sich äußerst selten in die Wege und blockieren dadurch keine Kapazitäten, die Linien werden ja so oder so angeboten.


  6. Heinz Becker
    28.07.11 um 09:09

    Wieso gilt das Abo der BVG(Berlin) z.B. nicht auch bei der KVB(Köln) und umgekehrt?

    Wieso kann ich meine Brötchen und mein Obst nicht beim Metzger bezahlen?

    Vielleicht, weil es zusätzlicher Aufwand wäre, das Geld zu verteilen? Vielleicht, weil der eine keine Lust hat, dafür mit dem anderen überhaupt eine Absprache zu treffen? Vielleicht, weil einer Bedenken hat, vom anderen übervorteilt zu werden? Vielleicht, weil die Bäckerin Angst hat, daß es irgendwann zur Abrechnungsvereinfachung „sozialistischen Einheitspreise“ für Fleisch und Wurst gibt?

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