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Behinderungen durch Stellwerksbrand in St. Goar halten noch weiter an

25.07.11 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Nach einem Stellwerksbrand am 23. Juni 2011 in St. Goar, kommt es auf der linken Rheinstrecke zwischen Bingen und Koblenz noch immer zu Verspätungen und Behinderungen. Zwar kann der komplette Personenverkehr nach Inbetriebnahme eines Ersatzsignals wieder über die Strecke abgewickelt werden, der Bereich um St. Goar darf aber weiterhin nur mit verminderter Geschwindigkeit passiert werden.

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Auf den wichtigen Fernverkehrslinien von Hamburg und Dortmund nach Stuttgart, Basel und Wien kommt es durch die Beeinträchtigungen zu Verspätungen von rund zehn Minuten und mehr. Bei der Regional Express-Linie Koblenz – Bingen – Mainz – Frankfurt kommt es zu Verspätungen zwischen fünf und zehn Minuten. Die Züge der Mittelrheinbahn die von Trans Regio betrieben werden und alle Halte zwischen Koblenz und Mainz bedienen, verspäten sich um rund zehn Minuten.

Als Brandursache wird ein Kurzschluss in der Elektronik vermutet, der zum vollständigen Ausbrennen des Stellwerks führte. Die Deutsche Bahn prüft derzeit, ob das Stellwerk wieder aufgebaut werden kann oder ob ein vollständiger Neubau der Stellwerkstechnik nötig ist. Daher werden die Beeinträchtigungen noch länger anhalten. Wann der Normalbetrieb wieder aufgenommen werden kann, ist derzeit nicht absehbar.

Vor allem für Reisende im Fernverkehr ist die derzeitige Situation sehr ärgerlich, da in den meisten Fällen die Umsteigeknoten nicht rechtzeitig erreicht werden und die Reisenden so auf dem weiteren Laufweg der Fernzüge ihre Anschlüsse verpassen. Denn nicht selten bleibt es nicht bei den angekündigten zehn Minuten Verspätung, da die Züge beispielsweise im überlasteten Knoten Köln erst warten müssen, bis zwischen den regulären Zügen eine Trasse für sie frei wird.

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