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Deutsche Bahn widerspricht Vorwürfen von Pro Bahn

11.06.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Der Fahrgastverband Pro Bahn hatte behauptet, des die Kunden der Deutschen Bahn bei baustellenbedingten Umleitungen überhöhte Fahrpreise zahlen müssten. Dem Widerspricht die DB AG, es sei vielmehr richtig, das bei langfristig geplanten Bauarbeiten der Fahrpreis in den Buchungssystemen eingepflegt sei und es zu keiner Erhöhung der Fahrpreise käme.

Dies sei aber bei kurzfristig erforderlichen Baumaßnahmen auf Grund der Komplexität der Fahrpläne nicht immer machbar. In diesen Fällen bekämen Kunden, die zum Normalpreis Umwege gefahren sind, den Mehrpreis erstattet.

Pro Bahn kritisierte weiter, dass Kunden auf einen ICE ausweichen müssten, weil der preiswertere IC wegen der Bauarbeiten ausfiele. Die Bahn verweist darauf, dass wegen geringerer Kapazitäten ein Ausfall einer IC-Verbindung leider nicht zu vermeiden sei. Da die Kunden mit einem höherwertigen Zug führen, gelten auch bei Bauarbeiten die ICE-Preise.

Zu den konkreten Vorwürfen von Pro-Bahn zur Strecke Frankfurt (Main)–Kassel: Aufgrund von Bauarbeiten fahren ICE-Züge zwischen Frankfurt (Main) und Kassel anstelle des direkten Weges entweder über Gießen oder über Aschaffenburg. Bei den Fahrten über Gießen gibt es keinen Preisunterschied zum direkten Weg. Nur bei den Fahrten über Aschaffenburg kommt es zu Preisänderungen. Kunden, die diese Züge nutzen und einen erhöhten Preis bezahlt haben, können sich den Mehrpreis erstatten lassen.
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5 Responses

  1. Der Widerspruch besteht darin, dass die DB die Angaben von PRO BAHN bestätigt, und nur dem widerspricht, was PRO BAHN nicht gesagt hat. Siehe auch http://www.pro-bahn.de/aktuell/ Ob dem Gelegenheitsfahrgast immer so klar ist, wie der Preis zustande kommt, ist wegen des Preissystems der DB sowieso zweifelhaft.


  2. Jürgen Eikelberg
    12.06.11 um 10:10

    So ganz nachvollziehen kann die die Vorwürfe von Pro Bahn nicht. Der IC 2372 kostet auf der Relation Frankfurt (M) Hbf – Göttingen im Normalpreis 46 Euro, sowohl am heutigen Pfingstsonntag, wie auch am darauffolgenden Dienstag, 14. Juni.

  3. Naja, wenn ich das richtig lese, ist bei Pro Bahn von ICE die Rede. Ein Blick in die Auskunft zeigt z.B. ICE690 heute 57 EUR bis Kassel, in einer Woche nur 49 EUR. Bei anderen ICE bleibt der Preis gleicht, aber man wird auf Zustieg in Frankfurt West verwiesen. Nach Fulda sind es auch 7 Eur mehr; und nach Göttingen mit ICE690 die erwähnten 12 EUR. Wenn jemand zeitlich gebunden ist, und die normalen Preise nicht kennt, kann es sicher passieren, dass er mehr zahlt. Wie auch immer – ein kleiner Hinweis in der Auskunft auf den Mehrpreis hätte der DB nicht weh getan.

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  5. Der Fahrpreis sollte sich doch immer auf die normale Route beziehen und auf den Zug, den man erreicht hätte, würde die DB so fahren, wie es im Fahrplan steht. Wenn es nicht asn einem selber ,liegt, dass amn den IC nicht nutzen kann, sollte die DB die ICE freigeben.
    Baustellenumleitungen müssten eigentlich zu Preissenkungen führen, da ja das im Fahrplan zugesagte Produkt, das zur Preisbildung angenommen wurde, nicht eingehalten wird. Aber da es heute eh kaum noch Kursbücher gibt (immerhin kann man in Bayern und NRW Landeskursbücher kaufen) kann man es kaum überprüfen, ob man länger als im Normalfall unterwegs ist.
    Aber auf der Rückfahrt vom Dresdener Kirchentag kam in Riesa eine Durchsage: : „Hier spricht der Führer! Wir haben jetzt eine unbestimmte Zeit Aufenthalt!“ Warum wurde nicht gesagt, es waren wenigstens keine 1000 Jahre, aber am Ende mehr als 50 Minuten Verspätung beim fast pünktlich abgefahrenen RE.
    Immerhin hat der IC von Leipzig nach Dortmund gewartet, der auch ausnahmsweise von Dresden kam. Aber dass hat uns da am Bahnsteig keiner gesagt. Immerhin verteilte der Schaffner im IC halb- Liter Pappen voll Wasser, so dass es alle gerade noch geschafft haben, den Kreislauf bis zum Aussteigen aufrecht zu erhalten. ich habe im Interregiowagen die Türen arretiert, damit die Luft sich etwas besser bewegen kann, so dass in meinem Waggon das Raumklima erträglich wurde. Bei einem pünktlichen Zug hätte ich über 40 Minuten Umsteigezeit gehabt, wo ich eigentlich irgendwo (bei der Bahnhofsmission oder beim Büro des Aufsichtsbeamten) meine beiden Wasserflaschen und mich selber füllen wollte. Die einfachen Trinkwasserhähne gibt es ja kaum noch, die es früher an zahlreichen Bahnhöfen gab.
    Die Bahn sollte da mal ihren Service deutlich verbessern und nicht alles ökonomisieren.

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